Arbeiten trotz oder mit einer BiPolaren Störung
Leider müssen auch Menschen mit einer Bi Polaren Störung arbeiten gehen um Geld zu verdienen. Darum soll es in der heutigen Episode gehen.
19.01.2026 107 min
Zusammenfassung & Show Notes
„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“… es gibt viele schlaue Sprüche zum Thema arbeiten. Doch wie ist es auf dem Arbeitsmarkt oder wenn man in einem Vorstellungsgespräch sitzt und im Hinterkopf immer das Thema Bi Polare Störung hat oder man immer wieder mal ausfällt wegen manischer Phasen? Josie ist gerade selbst auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle und stellt sich genau diese Fragen im Gegensatz zu Kai der gefühlt 100 Jahre auf seiner Arbeitsstelle sitzt.
Im Gespräch kann immer wieder mal das Thema Suizid vor. Solltet ihr damit ein Problem haben überspringt diese abschnitte bitte. Hilfe findet 24/7 per Telefon bei der Telefon Seelsorge unter 0800/1110111
Für die Episoden des "Im Affekt BiPolar" liegen vollständige Transkripte mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor. Bitte beachten: dieses Transkript wurde jeweils automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegen gelesen oder korrigiert. Das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Hosts
- Josie (Instagram)
- Kai "Dany" Preston (Mastodon | Amazon | Instagram | Bluesky | Website)
Im Gespräch kann immer wieder mal das Thema Suizid vor. Solltet ihr damit ein Problem haben überspringt diese abschnitte bitte. Hilfe findet 24/7 per Telefon bei der Telefon Seelsorge unter 0800/1110111
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Hosts
- Josie (Instagram)
- Kai "Dany" Preston (Mastodon | Amazon | Instagram | Bluesky | Website)
Kontaktadresse
mail@im-affekt-bipolar.de
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Shownotes
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Musik im Podcast
- Intro: "Bad Ideas" (Clean) von Kevin MacLeod (incomptech.com)
- Outro: "Cheery Monday" von Kevin MacLeod (incomptech.com)
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- Outro: "Cheery Monday" von Kevin MacLeod (incomptech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 4.0 License
http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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Transkript
Und Action! Herzlich willkommen zum Podcast im Affekt Bipolar.
Gegenüber von mir sitzt der Kai.
Hallo, frohes Neues.
Frohes Neues. Wann kommt die Folge raus?
Im Februar, März?
Im neuen Jahr.
Nö. Also mir gegenüber sitzt natürlich wie immer die Josie.
Ja, hallöle.
Und wir haben heute den 12. Januar. Ihr habt schon eine Folge dieses Jahr bekommen,
aber die hat aber noch zwischen Weihnacht und Neujahr, glaube ich, aufgenommen.
Auf jeden Fall noch 2025, daher jetzt nach...
Zum Thema Schlafhygiene. Hat sich etwas bei deiner Schlafhygiene verändert?
Nein, ich habe gearbeitet ganz zum Jahr. Also ich habe zwischen Weihnachten
und Neujahr, ich glaube ab 25 bis zum 2. habe ich durchgearbeitet.
Okay.
Und zwischenzeitlich mal gefeiert. Und dann war Neujahr, da hatte ich Nachtschicht.
Sprich, ich habe um 7 Uhr gemütlich gegessen mit der Stiefmutter.
Also die Mutter von meiner Frau ist meine Stiefmutter.
Oder meine Schwäger, Schwagermutter.
Nee, Schwagermutter gibt es gar nicht.
Die Schwager? Nee, das ist es nicht.
Stiefmutter ist es aber auch nicht.
Stiefmutter ist doch, wenn mein Vater nochmal heiratet, oder?
Genau, ja.
Die Mutter meiner Frau auf jeden Fall, was auch immer sie zu mir ist.
Schwiegermutter.
Schwiegermutter.
Ach so, jetzt ist es mir eingefallen.
War dann kurzfristig zum Besuch, weil der Schwiegervater im Krankenhaus war,
weil er eine Lungenentzündung hatte, schon länger, aber nie zum Arzt gegangen ist.
Und dann ist er zum Arzt und haben sie direkt reingeschickt auf Antibiotika,
Infusionen. Und daher haben wir kurzfristig noch die Schwiegermutter eingeladen.
Die hat dann bei uns mitgegessen, war aber auch krank. Es waren alle krank sowieso
über das Jahreswechsel.
Ja.
Und dann bin ich um acht ins Büro gefahren.
Um halb zwölf kam dann die Frau vor meinem Chef, also meinem Teamkollege,
der aber auch gleichzeitig mein Chef ist, mit Sekt in Dosen.
Dann haben wir angestoßen.
Sekt in Dosen?
Jeder hat so eine Dose Sekt.
Am Silvester?
Ja, um zwölf Uhr. Dann hat sie noch so eine LED, kleine Stange mit LED-Lampe gehabt.
Hat ein bisschen Konfetti rumgestreut. Um halb eins sind sie wieder heimgegangen.
Das Büro liegt alles noch so da. Zumindest war es 12.01. Wir haben es nicht weggeräumt.
Die LED-Leuchte leuchten immer noch, Batterie betrieben. Die leuchten ja ewig.
Aber wir haben mit Sekt angestoßen um 12 Uhr und dann haben wir weitergearbeitet.
Okay.
So war mein Jahreswechsel. Und dann, ja. Also Schlafhygiene ist wie gewohnt nicht vorhanden.
Nicht sehr hygienisch. Nicht sehr hygienisch.
Und wie war denn dein Jahreswechsel? Rein schlaftechnisch, hygienisch?
Also Schlafhygienisch, so ist richtig.
Ja, wir waren, also ich nehme ja dann das Quediapin halt dann einfach nicht.
Hast du gerade gesagt, du nimmst einfach nicht?
Ja, also ich nehme es dann erst, wenn ich dann zu dir gehe.
Ach so, jetzt war ich gerade das Stachausch jetzt abgesetzt.
Nee, auf Gott, ich habe das Aripripazol, das nehme ich nicht mehr.
Und das andere Medikament, was mir mein Neurologe verschrieben hat,
was ich glaube ich 10 oder 12 Tage genommen habe, nehme ich auch nicht.
Weil ich die einfach nicht merke, dass die irgendwas verändern.
Das weiß mein Neurologe allerdings noch nicht.
Dann hoffen wir, dass er dir nicht zuhört?
Ja, nee, das tut er jetzt wahrscheinlich nicht.
Wenn ihr direkt einen Block rausholt, vermerken, Josy. Jeder geht mich mit meinen Medikamenten.
Ich wollte ja eigentlich das Sertralin haben, damit ich wieder ein bisschen
positiver gestimmt durchs Leben gehe.
Aber er hat gesagt, nee, das geht auf gar keinen Fall, weil ich ja die letzten zwei Mal manisch wurde.
Und er hat befürchtet, dass ich dann wieder manisch werde, wenn ich das Sertralin halt nehme.
Jetzt halten wir dich lieber ein bisschen traurig.
Ja.
Da sind wir wieder beim Thema, die Krankheit ist ein Arschloch.
Du sollst nicht zu glücklich sein, weil ich schon ein bisschen malig aber auch
nicht zu traurig, weil ich schon ein bisschen depressiv halte ich so leicht
depressiv. So ganz leicht.
Immer schön in der Mitte bleiben.
Erzähl dir immer traurige Geschichten, wenn du dort bist. Josy, Sie sind zu glücklich.
Ich habe da eine Geschichte für Sie von toten Hunden, kleinen toten Hunden.
Da will ich sie haben.
Ich weiß nicht, ob ich depressiv bin. Keine Ahnung, ich bin einfach so verloren,
so lost, weil ich keinen Job habe.
Das ist das erste Thema. Leute, meldet euch, wir brauchen einen Job für die Josy.
Diese Frau ist echt abhängig von Arbeit. Die hat da echt eine komische Grund-Dingsbums.
Du fühlst dich wertlos ohne Job. So hast du es doch selbst definiert.
Oder nicht wertlos, aber schon nicht so viel wert. So hast du,
glaube ich, gesagt. Du definierst dich über deinen Job.
Genau.
Ich habe halt einfach, passt heute zum Thema, wir starten nämlich mit dem Thema Beruf und Karriere.
Heute reden wir ein bisschen über unsere beruflichen Situationen oder beruflichen
Erfahrungen im Zusammenhang mit der bipolaren Erkrankung.
Ihr seht jetzt, wie sie ausweicht.
Wieso? Ja, also wir können direkt deep einsteigen und dann erzähle ich alles.
Okay, machen wir aber erst die Skalierung und dann werden wir deep.
Also wir arbeiten in die Tiefen.
Ja, also ich habe das, zurück zur Frage, wie Silvester, ich habe das Kioterapin
halt dann nicht genommen, weil dann werde ich halt, wenn ich das dann nehme, dann, ja.
Dann gehe ich ja Stunden später ins Bett, das hast du gesagt.
Zwei Stunden, eineinhalb bis zwei Stunden danach werde ich dann schon sehr müde
und ich merke das dann auch in den Knochen tatsächlich,
wie es, dann kann ich nicht mehr ruhig sitzen, dann, das ist ganz schwierig
und in so einem Zustand, das habe ich schon mal gemacht auf einer Hochzeit,
wo wir auch lange da waren und dann,
das war ein ekliges Gefühl, das auszuhalten, sich nicht dann hinlegen zu können,
also wie das Quetapin dann gewirkt hat,
das mache ich meistens dann nicht mehr, deswegen nehme ich es dann später von
der Uhrzeit her, wenn ich dann weiß, okay, ich gehe jetzt ins Bett.
Du hast deine normale Zeit genommen, obwohl du dann noch auf einer Feier warst?
Nee, gerade eben nicht.
Achso, okay, weil du magst nicht mehr.
Hast du gesagt. Genau, auf der Hochzeit, auf einer Hochzeit habe ich das mal gemacht.
Und dann habe ich so gegen 22, 23 Uhr geholt und dann oder so in den Dreh rum
und das war dann nicht so gut,
weil wir für das Brautpaar haben die ganzen Geschenke noch eingepackt nach der
Feier und sind dann nachts noch zu deren Wohnung gefahren und haben die Geschenke
schön platziert und ein bisschen dekoriert und das hat sehr viel Spaß gemacht, aber auf dem Quedjapin,
das war sehr unruhig,
sehr zappelig vom Körper her und auch die Autofahrt musste ich mich jede fünf
Sekunden bewegen, weil das so,
ekliges Gefühl einfach ist.
Ja, weil der Körper ins Bett will, ne? Bist ja dann... Also du nimmst dein Template
zum Schlaf und schlafst, oder?
Ja, ich dachte, es würde passen, aber hat halt nicht gewusst.
Konntest wahrscheinlich einfach nicht Schluss machen, da haben wir ja die Erfahrung
gemacht, du kannst dir nicht sagen, jetzt ist es vorbei für heute,
ne? Dann war die Party vorbei, aber doch nicht für dich.
Nee, genau. Ja, weil wir, das ist eine sehr, sehr enge Freundin,
also Und wir haben sehr viel für die Hochzeit gemacht, auch so eine Tombula und so.
Und das war schon sehr schön. Und das war dann schon klar, dass man einfach
bereit ist und für sie da ist und die Dinge halt erledigt und macht für sie.
Weil man will ja auch, dass diese Menschen einfach einen schönen Tag haben und
eine schöne Hochzeit halt auch feiern.
Ja, das war so ein bisschen Pflichtgefühl, Pflichtbewusstsein,
Verantwortungsbewusstsein beim Thema Freundschaft.
Freundschaft können wir auch mal reden.
Das können wir gerne machen. Das ist ein trauriges Thema vielleicht.
Echt? Ja.
Schreib mal auf. Aber ich habe ja jetzt kapiert, das ist der gleiche Zettel.
Du hast nicht schon zehn, sondern es sind sieben alte Themen plus zwei neue.
Richtig, genau. Da steht halt noch andere Sachen mit drauf. Also von den letzten
Sitzungen, die wir da gemacht haben.
Ja, es war immer ein riesen Blog dabei, aber schreibt immer auf den gleichen
Zettel. Nach fünf Aufnahmen habe ich das mal verstanden.
Achso, denkst du, ich habe immer was Neues mit?
Ich sage immer, es würde ich hier auf der Couch legen und du schreibst mit her.
Okay, aber jetzt gehen wir zu deiner Skalierung.
Ja, also wir haben ja gesagt von minus 10 hochgradig depressiv bis plus 10 manig.
Also hochgradig manig und 0 wäre so in der Mitte angekommen.
Kai, wie siehst du dich denn so im neuen Jahr?
Im neuen Jahr. Ach, das fällt mir immer so schwer.
Keine Ahnung. Jetzt gerade geht es mir irgendwie, ich bin zwar völlig müde,
aber ich glaube eher so 0,1. 0,1, ich bin ne, ich glaube eher 0,
ich glaube ich habe da gar keine nicht mal minimal, man, ich glaube ich,
Ich glaube, ich bewege mich bei der schönen Null in diesem Moment.
Das ist schön.
Ich glaube nicht. Ich schwenke so ein bisschen hin und her, aber ich glaube
nicht, dass es irgendwie malig oder Depression ist.
Es ist einfach nur mal schlecht gelaunt, aber nicht so, dass es mich jetzt runterreißt.
Okay.
Ich ruhe im Moment in mir selbst so ein bisschen. Ich weiß gar nicht,
warum ich das gerade hinkriege. Meine Frau ist ein bisschen genervt.
Von dir?
Sagt immer, benimm dich nicht, als wärst du der Buddha hier.
Echt? Weil du so die Ruhe australst?
Weil meine Frau gerade hormonbedingte, nicht so gut gelaunte Stimmung hat und
ich, der Ruhepunkt, bin in unserer Familie, was nicht so oft der Fall ist.
Okay.
Weil meine Frau rasselt dann mit den Kindern aneinander und ich hocke da drin
und du schlaue Buddha sprüche, ich bin hier, ich ruhe mir selbst, ich bin ein Tempel.
Ich kann meine Frau aber auch nicht leiden dann.
Echt, okay. Was mag denn deine Frau an dir?
Ich weiß es nicht. Mich, weil ich witzig bin wahrscheinlich.
Ja doch, witzig bist du auf jeden Fall.
Aber wenn ich depressiv bin, magst du es auch nicht, stimmt.
Genau, bei mir ist es so unterschiedlich. Also gerade als ich auf der Toilette
war, hatte ich gerade so einen Anflug von hoher Motivation.
Also nicht, weil ich auf die...
Weil die Toiletten hier so schön sind im Space.
Nee, keine Ahnung. Es war gerade so ein Gefühl davon, es wäre so schön zu arbeiten,
es wäre so schön eine Aufgabe zu haben Und es tut gut, früh aufzustehen,
was zu tun und nicht sich so hängen zu lassen, sich so gammeln zu lassen.
Und die letzten Tage oder Wochen ist es ja bei mir...
Immer so ein Gefühl von, ich will gar nichts tun, ich will nur auf der Couch
rumliegen, bloß keine Anstrengung, bloß keine Belastung.
Wir haben ja jetzt den Kleiderschrank geliefert bekommen, allerdings war ein
Teil vom Sockel kaputt, sodass sie ihn nicht aufbauen konnten.
Das nervt, ja.
Ja, und dann muss ein neuer Termin her und dann wird der Sockel dann ausgetauscht.
Das heißt, sie konnten den Kleiderschrank nicht aufbauen. Mein Mann fand das ziemlich scheiße.
Ich habe mich gefreut.
Dass du den einräumen musst? Ja, genau.
Das weiß er auch noch gar nicht oder das habe ich ihm auch noch nicht erzählt,
aber ich habe einfach, um diese Arbeit zu vermeiden, habe ich mich gefreut.
Also yes, ich muss die ganzen, weil unser Gästezimmer ist voll mit Kleidung.
Ja, klar. Irgendwo sehr hin.
Ja, und das ist so viel Arbeit und ich habe so viele Klamotten,
die mir einfach gar nicht passen.
Und ich würde die echt gern loswerden. Ich habe gerade so ein Schmeiß-alles-weg-Phase,
weil es mich belastet, die ganzen Sachen.
Weil es ja ätzend, Klamotten rumliegen zu haben, die du seit Jahren nicht mehr getragen hast.
Meine Frau hat meine inzwischen Kisten. Sie fragt mich alle halben Jahre,
willst du sie noch behalten? Ich sage, klar, da passe ich irgendwo wieder rein.
Und dann sagst du, na dann behalten wir die natürlich.
Ich glaube, die taucht gern los.
Ja, also ich bin ja realistisch.
Ich nicht.
Ja, von daher würde ich das gerne ein bisschen cleaner haben,
weil dann habe ich nicht den alltäglichen Stress, immer im Kleiderschrank zu
suchen, okay, welches Teil passt mir jetzt und welches Teil nicht.
Und ich habe dann im Endeffekt gar nicht so viele Kleidung.
Deswegen habe ich Schachteln. Also meine Frau hat es irgendwann in den Schachteln,
weil unser Kleiderschrank voll war mit kleinen T-Shirts.
Ich habe eine Unmenge von T-Shirts, seit ich 18 bin und die passen mir einfach
seit 32 Jahren nicht mehr.
Aber ich bin der Meinung, ich bin ja nur ein guter Laufweg davon,
dass die mir wieder passen.
Meine Frau glaubt mir nicht, aber sie akzeptiert es und schacht und du die Schachteln
dann halt wieder wegstelle.
Ja, ja.
Also auf der Skalierungsfrage ist es gerade so zwischen minus vier und null.
Doch, so weit immer noch, immer wieder.
Ja, also es hat sich nicht viel verändert. Also ich esse nicht viel,
also ich esse den ganzen Tag nichts, außer dann abends, wenn wir kochen.
Ich bin einfach so verloren, ohne Halt und fühle mich halt so,
also das Gefühl von Sinnlosigkeit ist gerade sehr groß da. und das mag ich ja überhaupt gar nicht.
Also alles fühlt sich sinnlos und doof an, egal was wir gucken, egal was wir machen.
Es kommen langsam immer mehr lebensmüde Gedanken auch hinzu.
Also an Suizid habe ich jetzt noch nicht gedacht, aber manche...
Ja, schon so ein bisschen. Und das tut mir halt einfach nicht gut.
Aber mal schauen vielleicht. ich finde auch, was gerade so draußen los ist in der Welt da.
Musst du ja bei minus 10 dich eigentlich dauerhaft.
Wegschießen das ist so erschreckend und es macht mir Angst und ich fühle mich
hilflos ich fühle mich auch machtlos, also du kriegst von der Politik keine
guten Neuigkeiten außer dass sie das mit dem Bürgergeld haben sie jetzt umgenannt,
wie heißt das nochmal das.
Ist ja auch keine gute Nachricht.
Ja und dann haben sie nur ein paar Millionen eingespart, wo ich mir denke und
die Sanktionen, es wird immer nur auf die Kleinen rumgetreten und,
draufgehauen und Vermögensteuer kommt halt nicht oder Reichesteuer kommt halt
einfach nicht oder die SPD will das vielleicht jetzt gerade mal angehen oder
hast du das mitbekommen?
Die SPD will das seit 50 Jahren angehen.
Ja, das ist
Und ich weiß nicht, irgendwie sieht alles so in den nächsten fünf bis zehn Jahren
richtig scheiße aus, so politisch-weltgeschehen-mäßig, finde ich.
Und das macht mir große Sorgen und Ängste halt, habe ich dann auch.
Und ich leide dann auch mit, wenn ich mir denke, in welchen Ländern andere Menschen
halt leben, die einfach nur, also ich hatte einfach nur fucking Glück,
dass ich in Schlesien geboren bin.
Wenn ich in irgendein Drittler oder in Iran oder Irak geboren wäre,
würde mein Leben ja so viel anders da aussehen. Und wir haben ja jetzt auch
ein Haus und mein Mann verdient einen Haufen Kohle und auch ohne mein Gehalt
kommen wir gerade so durch und er hat auch mal geguckt, wir sind...
Schon ein bisschen Überhalb der Grenze, also schon Von den Leuten in Deutschland
Die, wie sie halt einfach Auch Geld verdienen, halt schon ein bisschen Vermögender,
also reicher halt Als die.
Meisten halt schon Und das ist halt so Es fühlt sich,
ich könnte auf so vielen Ebenen dankbar sein, bin es Aber nicht Und jetzt ist
mein Handy kaputt gegangen Und jetzt müssen wir dafür Geld ausgeben Und wir
haben dieses Geld einfach nicht,
Jetzt ist mein Papa eingesprungen, hat mir dann ein Handy gekauft und dafür
geht ganz viel Liebe raus.
Ist mir auch scheißegal, was für ein Handy das ist. Er hat es einfach entschieden.
Ich verkack so die, also ich habe jetzt sechs Bewerbungsgespräche gehabt,
aber die Bewerbungsgespräche liefen auch so unterschiedlich.
Aber ich kriege halt dann einfach Absagen und ich glaube, dass ich nicht so
gut performe, weil ich schon so lange aus dem Beruf jetzt raus bin.
Ich glaube eher ist es eine depressive Stimmung, als dass du zu lange raus bist.
Meinst du?
Ich meine, wie will ich den anderen von dir überzeugen, wenn von dir nicht selbst überzeugt bist?
Klingt jetzt hier wieder so kalendersprüchtechnisch, aber es ist ja das Ding,
ich sehe ja, wie du hier dann immer reinkommst.
Das ist so doof.
Ja.
Du trägst schon so ein bisschen die Traurigkeit vor dir her.
Ja, also das ist auch so die Rückmeldung von den Leuten aus dem Verein,
wo ich dann da reinkomme und ich muss mich echt zwingen, Badmins spielen zu
gehen, beziehungsweise mein Mann zwingt mich auch.
Also der zwingt mich echt und heute haben wir ja wieder Training.
Ich gehe hauptsächlich mit, weil ich dann duschen kann.
Weil wir ja zu Hause noch keine Duschen haben.
Ihr habt noch keine Duschen?
Nee.
Hast du noch gar nicht gesagt?
Wir haben Badewanne, das funktioniert dann mit Saubermachen schon.
Aber die Duschen, da fehlen die Glasscheiben noch.
Oh nein, das ist auch so ein Scheiß, natürlich.
Ja.
Naja, also deswegen, es gibt hier in Landau ein paar Stellen,
die frei wären, wo ich denke, dass ich da auch genommen werden wollen würde,
also genommen werden würde, aber ich weiß nicht, ob ich das will,
mit Langzeitarbeitslosen zu arbeiten.
Die sind meistens nicht so motiviert. Und dann habe ich halt noch eine Möglichkeit,
ich habe diese Woche einen Termin mit der Arbeitsagentur, einen Online-Termin,
dass ich da Fortbildung mache zum Thema Personalentwicklung.
In dem Bereich, wo du möchtest, oder?
Genau, also in dem Bereich, wo ich halt reingehen möchte.
Und das kriege ich ja bezahlt in der Zeit. Da kriege ich auch Geld in der Zeit.
Ja, und das ist ganz schön teuer, diese Fortbildung.
Die Fortbildung, dein Gehalt, also dein Gehalt in Anführungszeichen,
Arbeitslosengeld halt.
Ja. Und da sind so ein paar Fortbildungen zum agilen Coach halt mit dabei.
Und das könnte ich mir, glaube ich, schon auch ganz gut vorstellen.
Also ich habe echt Lust, irgendwas zu tun oder zu machen halt am PC.
Aber jetzt zieht es mich gerade wieder so runter.
Ich bin genervt von mir selbst.
Aber du musst doch ja Postel sehen. Die haben doch Hoffnung in dich.
Die sagen, die könnte man noch wo reinstecken. Das bringt doch was.
Die haben wir noch nicht verloren. Ja, achso, nee, das muss ich erstmal noch genehmigen lassen.
Achso, ich dachte, es kommt von dir, aber es kommt von dir.
Nee, nee, es kommt von mir.
Ah, verstehe. Ja gut, mit Sexablehnung ist das schon mal eine gute Grundvoraussetzung.
Eine Sache, du bist nicht direkt zu vermitteln.
Ja, eine Position ist noch offen, das wäre auch im Bereich Mitarbeiter,
Personalentwicklung in einem Klinikum.
Da, wo ich auch war als Patientin.
Ah, die kennen dich.
Nee, die kennen mich halt eben nicht, genau. Aber das war ein total super gutes Gespräch.
Und dann hätte ich auch wirklich Teamentwicklung machen können.
Und da hatte ich dann eigentlich auch schon Bock drauf, tatsächlich mit hochstrittigen
Teams da Lösungen zu finden oder das zu moderieren.
Aber du hast jetzt noch keine Antwort.
Nee, das dauert noch bis Ende Januar ungefähr.
Ah, okay, okay. Also drücke mir weiter die Daumen.
Aber die haben auch viele Bewerber. Und es wäre nur eine Viertelstunde von mir
entfernt. Da muss ich nicht nach Speyer oder Germersheim fahren,
eine Dreiviertelstunde.
Das eine Bewerbungsgespräch in Speyer, das war echt schwierig.
Also die Frau war, die Geschäftsführung, die hat mir einen Blumenstrauß an Stellen
angeboten, von vier Stellen, die ich machen könnte.
Und alles hat sich ziemlich nach ambulanter Jugend- und Familienhilfe angehört.
Das, was du vorher doch gemacht hast, oder?
Ja, so ähnlich halt. Aber ich habe halt keine Lust, eine Dreiviertelstunde Auto
zu fahren für so eine Art von Job. Keine Ahnung.
Ich weiß halt nicht, was ich will.
Also eigentlich schon Personalentwicklung. Weil es sich gut anhört, glaube ich.
Weil es sich gut anhört. Ja. Verstehe.
Wir sind schon so richtig reingerutscht in dieses Job und Thema.
Würde in meinem Lebenslauf gut kommen.
Lebenslauf, Lebenslauf.
Ja. Wann hast du dich denn das letzte Mal beworben?
Vor 20 Jahren oder so.
Was? Oh Gott.
Ich bin doch schon seit ewig in diesem Konzern, der meine Seele ausraubt.
Okay. Da bin ich, ich war da erst fünf Jahre als Externer, glaube ich.
Müssten fünf Jahre gewesen sein, bestimmt.
Oder zehn. Siehst du, das verwischt alles so.
Und jetzt bin ich jetzt schon 15 Jahre intern.
Okay.
Also, oder zehn. Also meine Tochter ist zwölf.
Die Große ist jetzt zwölf geworden. Also ich bin jetzt zwölf Jahre da.
Aber ich war, glaube ich, schon drei Jahre schon vorher da oder vier Jahre.
Also ich sage mal, 15 Jahre bin ich jetzt da.
Okay.
Ich könnte es ja nachgucken, aber... Nee, da wüsste ich nur,
wie lange ich intern bin. Extern war ich ja auch jahrelang. Und dann musste
ich irgendwie intern wechseln.
Du bist aus dem Bewerbergeschäft so richtig raus dann eigentlich?
Ja. Ich habe zwischenzeitlich mal eine Bewerbung geschrieben für den Bruder
meiner Frau. Vor zwei Jahren, glaube ich, wie er sich in die Schweiz beworben hat.
Weil der ist ja so ein bisschen durch die Welt getingelt,
hat so Work and Travel gemacht, war dann jahrelang in Australien oder dann auch
im asiatischen Raum unterwegs und ist dann bei Corona wieder zurückgekommen oder danach.
Ich kann es dir gar nicht so genau sagen. Dann war er lang in Portugal noch.
Dann wollte er eigentlich nirgends mehr hin, wo es kalt ist.
und dann irgendwie war er genervt, dann ist er zurückgekommen und dann hat er
gesehen, da gab es eine schöne Stelle in der Schweiz,
in ein Skigebiet, also so Ski- und Freiturlaubsgebiet, ich weiß nicht welches,
es gibt ja ein, zwei in der Schweiz und dann dachte ich, eigentlich wollte er
nie wieder wohin, wo es kalt ist, aber das fand er auch cool,
weil naturtechnisch und so ist halt einfach eine schöne Gegend.
Mit dem ganzen Jahr ist da Action und dann hat er sich beworben,
hat seine erste Bewerbung geschrieben, die hat er uns gegeben,
um es sich anzugucken und ich habe gesagt, boah, nee, gar nicht.
Wieso?
Weil es einfach schlecht war. Man merkt, er hat sich wahrscheinlich irgendwann
mal aus der Schule heraus das letzte Mal wirklich beworben.
Weil er hat sich beworben, hat eine Ausbildung gemacht, hat dann doch noch gearbeitet,
hat dann noch das sein, nicht sein, war das sein Meister?
Ich weiß nicht, ob es der Meister war, aber irgend so was in die Richtung.
Ich bin im Handwerk gar nicht drin, ich weiß, aber da gibt es nicht nur den
Meister, sondern auch andere Sachen.
Und ist dann direkt von da, die hätten ihn gern behalten für immer.
Die haben auch schon Führungsaufgaben übergeben und alles. Also er hat schon
so ein Team unter sich gehabt.
Aber er wollte ja nach Australien. Und dann hat er sich nie wieder beworben.
Okay.
Weil das ist ja dann alles so ein Job, so er bin ich, braucht die einen, was auch immer er ist.
Und dann hat er gesagt, auf jeden Fall. Und dann hat er seine Bewerbung geschrieben.
Dann hat er die meiner Frau gegeben, die sich auch nur ausgibt.
einmal im Leben beworben hat. Also meine Frau hat ja sich, die hat eine Ausbildung
angefangen, da waren wir schon zusammen, dann hat sie die abgebrochen,
dann hat sie eine Bewerbung geschrieben.
Jetzt muss man sagen, meine Frau ist halt eine Top-Schülerin gewesen.
Also egal, wo die hin ist, haben sie gesagt, ja, unterschreiben Sie hier.
Also deren Bewerbung ist so, wie man sich das gar nicht vorstellen kann. Jeder wollte sie haben.
Und dann ist sie ja wohin, hat da gelernt und ist dann auch geblieben über bis
jetzt, wo wir das dritte Kind bekommen haben.
War zwischendurch Betriebsrat und das Ganze gedöhnt.
Und der Chef dachte auch, sie kommt nach dem dritten Kind zurück.
Und sie hat dann gesagt, hey, sorry, ich komme nicht mal.
Weil wir sind ja auch zwischenzeitlich umgezogen. Ich habe jetzt eine Stelle
hier, wo wir wohnen. Und da ist ja auch mit Führungsaufgaben und alles.
Sprich, auch sie konnte ihrem Bruder nicht helfen bei einer Bewerbungsschreiber.
Und ich habe halt ein paar Bewerbungen geschrieben in meinem Leben.
Zeige mal hier, ich kann das nicht. Und habe dann mehr oder weniger angefangen
zu verbessern und habe dann irgendwann festgestellt, oh, verbessern bringt hier
gar nichts. Ich schreibe es dir.
und jetzt arbeitet er auch schon ein wenigstens zwei Jahre da,
also hat es wohl funktioniert, aber schon für mich schon lange keine Bewerbung mehr geschrieben Ja.
Der Stellmarkt sieht gerade nicht so besonders gut aus, also wir haben Fachkräftemangel
im Pflegebereich im pädagogischen Bereich Stimmt.
Ich sehe es im Kindergarten für meine Tochter Ja.
Da sind auf jeden Fall die Stellen sehr viele Stellen.
Also ich habe da so ein paar Newsletter von der Diakonie Baden,
glaube ich, und der Diakonie Pfalz abonniert, wo ich dann glaube ich alle zwei
Wochen Stellen zugekommen habe und wie viele Erzieher gesucht werden, ist ja schon heftig.
Die haben letztes Jahr glaube ich vor dem Jahreswechsel irgendwie einen Monat
lang auf Notbetrieb und von der Sexgruppe waren dann irgendwann nur noch zwei
Gruppen auf, weil sie nur noch vier Erzieherinnen hatten, weil dann auch noch
Magedarm und Corona und was halt alles,
also Erzieher kriegen ja alles ab, was es gibt auf der Welt.
Ja, das stimmt.
Und es war dann wirklich jeden Tag nur, ja, nee, morgen leider,
kam immer abends das Update, morgen leider auch nur Zweierzehrer,
Dreierzehrer, Vierzehrer, bitte holt eure Kinder um zwölf ab oder um eins.
Und dann gibt es wirklich schon noch Notbetrieb für die, die halt einfach beide
Eltern arbeiten, dass die Kinder da noch bleiben können und alle anderen müssen
halt irgendwann um zwölf abgeholt werden.
Ja.
Dann denke ich, okay. Und das geht ja schon ein Jahr lang, zwei Jahre lang,
keine Ahnung, weil es einfach, man findet einfach keine Leute.
Also Fachkräftemangel ist auf jeden Fall da, wobei halt große Unternehmen,
also richtig die sehr großen Unternehmen, Stellen krass streichen gerade auch.
Also die zum Beispiel im Bereich der Automobilbranche. Ja gut,
das ist ja auch keine Zukunftstechnologie.
Also wir suchen auch Leute wie verrückt, wenn jemand Ingenieur ist und Schichtarbeit
arbeiten will. Ne, wir haben sogar Stellen ohne Schichtarbeit.
Wir sind aber auch in einer Branche, die nicht interessant ist für junge Menschen.
Auch wenn es leider immer sehr zukunftstechnisch ist.
In welcher Branche arbeitest du?
In der Waffenbranche.
Ach so.
In der Militärsicherheitsbranche.
Ja.
Das ist so geil. Ich bin ja voll der... Nein, das verstehe ich komplett,
dass der Welt da nicht arbeiten will. Es ist halt eine alte, verknurrerte Firma.
Ja.
Weltkonzern. Aber trotzdem, verknüchert.
Aber wenn wir uns die politische Lage so anschauen, ist das halt die Branche,
die jetzt in den nächsten Jahrzehnten boomt.
Ja, macht es nicht besser. Ich würde mich da auch nicht bewerben, wenn ich die Wahl hätte.
Ja. Das ist halt so, wie sehr tust du deine eigenen Prinzipien über Bord werfen,
damit dass du irgendwie eine Möglichkeit hast, einen Job zu kriegen und dann
auch Geld zu verdienen, weil du bist ja...
Ich glaube, junge Leute, die gerade mit diesem entsprechenden Studium kommen,
finden auch ohne Probleme einen Job.
Es gibt so viele Berichte gerade.
Die das haben, was wir suchen.
Achso, das weiß ich jetzt nicht.
Das kommt ja auch drauf an, den Mangel gibt es schon, aber halt in alle Ställe, in alle auch Dinge.
Und daher, da gibt es interessantere Firmen wahrscheinlich heutzutage als die Firma, die ich bin.
Und wie gesagt, natürlich gibt es auch Berufe, die einfach kein Mangel besteht.
Das ist halt dann die Frage, wo man da steht, ja.
Ja, und gerade wenn so große Unternehmen halt Stellen halt streichen oder keine
eigene Personalentwicklungsabteilung haben, das wird ja dann manchmal von auch
der Öffentlichkeitsarbeit übernommen, wenn Stellen ausgeschrieben werden oder so.
War das jetzt mal bei dem einen Bewerbungsgespräch so die Rückmeldung,
weil ich mich gefragt habe, auf der Homepage sind gar keine Stellen ausgeschrieben,
aber woanders dann schon von denen.
Und die haben halt gemeint, die Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit ist
gerade einen Monat krank und wir sind halt so klein, dass es halt keiner mehr übernimmt.
Ja, wenn du nicht so groß bist, ja.
Das ist halt schon krass. Und wenn die großen Stellen, große Firmen die Stellen
streichen, dann sieht es dann schon recht mau aus. Also ich gucke immer,
also in meinem Handy habe ich immer auf Indeed und StepStone gucke ich immer.
Dann gibt es halt auch so Kriterien, dass ich nicht staatlich anerkannte Sozialpädagogen
bin, sondern Sozialwissenschaftlerin.
Das heißt, für so pädagogische Stellen muss genau geprüft werden,
ob ich überhaupt das machen darf oder halt nicht.
Und das ist auch manchmal schon ein Ausschlusskriterium, weil ich das falsche
Studium einfach habe. Ich habe auch schon überlegt, ob ich eine Ausbildung als
Erzieherin machen soll.
weil das halt so ein Bereich ist, der halt dringend gesucht ist und man schnell
in der Umgebung was findet. Bist du sofort unter.
Aber ich habe keinen Bock, drei Jahre nochmal eine Ausbildung zu machen.
Das wäre ja finanziell schwierig für uns.
Also wenn es überhaupt grundsätzlich interessant ist für dich,
Erzieherin, da gibt es doch so Unfälle.
Also keine Ahnung, gefühlt nehmen die doch im Moment jeden und qualifizieren
sie dann irgendwie. Also das klingt jetzt völlig abwertend, was gar nicht so gemeint ist.
Also über Querdinger, was auch immer, wo die überall herkommen,
sind doch gar keine Erzieherinnen mehr, ganz Großteil mit der klassischen Erzieherausbildung,
mit denen die da arbeiten.
Meinst du, dass es da viele Quereinsteiger gibt?
Unglaublich viele, da hat sich doch viel geändert, weil sie einfach Leute suchen.
Okay.
Also ich glaube, wenn das wirklich, also Erzieher ist eher ein,
möchte ich das wirklich?
Weil klar, du arbeitest halt mit Kindern dann und es ist bestimmt kein ruhiger
Job und kein... Aber wenn einem das Spaß macht, glaube ich, ist da ganz wenig
Hindernisse, da reinzukommen.
Natürlich die Frage, wie viele Erzieherinnen verdienen grundsätzlich wahrscheinlich
nicht viel. Wäre ich damit nicht reich, aber...
Ich glaube, das ist ein Job, den muss man wirklich mögen und dann ist es vielleicht
ein toller Job. Also ich sehe die Erzieherinnen bei uns, die halt schon immer da sind.
Und meine Tochter freut sich eine, ist jetzt krank. Da ist meine Tochter schon
betrübt seit Tagen, weil die nicht da ist.
Aber ich glaube grundsätzlich, also das ist ein Job, wo du wahrscheinlich immer sehr gut reinkommst.
Wenn du irgendwelche, also die haben bestimmt schon Ansprüche,
aber ich glaube, da gibt es zumindest sehr viele Möglichkeiten für Quereinstieg.
Ja, ach ja.
Aber wie gesagt, das ist halt für jemanden, der gerne Karriere macht.
Ich weiß gar nicht mehr, obwohl, also ich würde schon, ich würde schon gerne
mit Gruppen und mit Erwachsenen, glaube ich, arbeiten.
Das ist natürlich dann nicht der Erzieher.
Nee, das ist es halt dann, ja, glaube ich, weniger.
Aber es ist halt so frustrierend, weil die suchen dann meistens dann auch Leute,
die schon eher Berufserfahrung haben in dem Bereich.
Und das habe ich halt meistens halt dann nicht. Oder halt beim COD habe ich
ein bisschen Mitarbeiterentwicklung gemacht, eineinhalb Jahre,
aber halt mit Schwerpunkt digitale Kompetenzen.
Das war schon auch eine coole Zeit, aber da habe ich mich auch verausgabt.
Also ich habe eineinhalb Jahre wirklich hypomanisch und habe da sehr viel geleistet.
Mein Chef wollte immer noch mehr und mehr und mehr.
Ich musste da echt sagen, also so Nein sagen oder Grenzen setzen in der Arbeit fand ich sehr schwer.
Auch an der Zeit an der Uni. Wenn du dich total verausgabt hast, dann war es mal okay.
Ansonsten war die Rückmeldungen immer ein bisschen doof. Was hast du denn vor
deinem Job gemacht, also den du jetzt fast 15, 20 Jahre machst?
Kannst du dich daran auch erinnern?
Hast du eigentlich eine Ausbildung gemacht oder studiert?
Das nicht. Ich habe mal eine Ausbildung gemacht vor 40 Jahren oder so. Nee, da wäre ich nur 10.
Vor 35 Jahren, 34 Jahren.
Was hast du für eine Ausbildung gemacht?
Ich habe ursprünglich mal großen Außenhandelskaufmann gelernt.
Ah, was interessiert dich da dran?
Gar nichts.
Gar nichts.
Aber ich sage ja, ich habe ja auch noch nie was entdeckt, was mir Spaß gemacht hätte.
Daher, es war einfach nur eine, ich weiß gar nicht, ob es es noch gibt.
Du hast früher in der Schule irgendwann so Tests gemacht und dann hast du eine
Riesenliste bekommen, was denn die passenden Berufe für dich wären.
Ja, kenne ich, ja.
Gibt es das noch, weiß ich nicht. Und dann stellte es sich schon mal direkt
raus, aber das war mir auch bewusst, Handwerk, gar nicht. Aber das hätte ich auch so gewusst.
Ja.
Dann kamen halt kaufmännische Berufe, ganz viele, wo es gesagt hat,
das passt perfekt zu deinem Bild. Und dann habe ich, ich habe echt Hotelfach angefangen.
Da war aber mein Chef ein Riesenarschloch, sodass ich nach einem Monat gegangen
bin in der Probe. Ich bin auch wirklich einfach gegangen.
Ich habe meine Eltern angerufen und gesagt, holt mich ab.
Habe mein Zeug ins Auto geschmissen, bin gefahren. Habe dann irgendwie den Schlüssel,
den ich noch hatte, aber ich hatte ja dann auch ein Zimmer im Hotel per Post geschickt.
Du hast dein Gehalt damals mit einem Scheck bekommen.
Also das war, man müsste jetzt bedenken, wie alt ich bin.
Ich war wahrscheinlich im dritten Monat, nicht im dritten Lehrjahr.
Ich war auf jeden Fall noch Probezeit.
Oder nee, Probezeit geht ja auch länger. Also ich war da, weil ich weiß ja zumindest,
dass es Schecks gab. Und ich habe diesen letzten Check nie bekommen,
weil ich nie wieder hingegangen bin.
Okay.
Und dann haben sie auch nicht geschickt und gar nichts, sondern...
Die schulden dir also noch Geld?
Die schulden mir mit Zins. Ich weiß gar nicht, ob es den Laden noch gibt.
Also dieser Chef war ein riesen Arschloch und deswegen habe ich das abgebrochen.
Wieso? Was hat er denn gemacht?
Ein menschliches Arschloch, der mit seiner Auszubildenden einfach scheiße umgegangen
ist. und das ist im Hotelgewerbe leider oft der Fall.
Okay.
Und dann habe ich irgendwann gesagt, nee, das mache ich nicht mit.
Hast du eine Grenze gezogen, konntest eine Grenze für dich ziehen.
Ja, und dann habe ich im gleichen Ort 100 Meter weiter eine neue Ausbildung angefangen.
Und ich habe in Kandel gelernt, in Edengroben gewohnt. Also es ist eine Fahrerei
ein bisschen, noch mit Zug.
Okay.
Großen Auslandskaufmann, die Firma gibt es auch nicht mehr.
Zum Glück war er auch eine Scheißfirma. Okay. Nee, ein Scheißchef.
Zwei Scheißchefs waren es. Brüder. Drei Brüder, aber der dritte Bruder hat eine
Zweigstelle geführt, die aber viel größer war, die ist gelaufen.
Aber die anderen zwei haben das Geld verbrannt, das er erwirtschaftet hat.
Aber das war dann später. Da war schon niemand da, bis in die Firma gegen jemanden
gefahren hat, endgültig.
Okay.
Dann habe ich mich in IT-Richtung weitergebildet, weil, also muss ich sagen,
als ich gelernt habe, da nochmal die Info, ich bin 50 inzwischen.
Da gab es keine IT eigentlich.
Also wir hatten keinerlei Computer im Geschäft stehe. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.
Wir hatten alles in Papierform.
Riesenregale. Also ich habe im Bau und im Baugewerbe, im Großhandel für Baugewerbe,
Baustoffe so hieß es, gelernt.
Sprich alles, was wir irgendwie für Hausbau, Straßenbau so gebracht haben,
haben wir als Info in Ordner, an der Wand stehe gehabt.
Und der einzigste Rechner, in Anführungszeichen, war der für die Abrechnung.
Da, für die Gehaltsabrechnung, dann bekam er so einen Streifen immer.
Das war die Abrechnung, da gab es keinen Zettel, wo was drauf stand.
Okay.
Und das war es. Sprich, und dann habe ich mir irgendwann, aber in meiner Ausbildung,
doch, muss in meiner Ausbildung sein, mein erster Computer PC gekauft.
Also Computer hatte ich vorher schon, aber PC.
Und das fand ich dann cool. Und da hätte ich gern was in diese Richtung spielen.
Habe ich auch später gemacht. Also ich habe dann bei SAP später gearbeitet.
Das war die Stelle, die ich hatte, bevor ich hierhin gewechselt habe.
War du, hast mal bei SAP gearbeitet?
Ja klar, war ich bei SAP. Klar sage ich. Ich war auch mal bei SAP, ja.
In Waldorf.
Also so ist der Ruf von SAP, dass da voll die guten Mitarbeiter arbeiten.
Also wenn man da reinkommt, dass man es geschafft hat im Leben.
Kann sein. Also ich sage mal, es hat sich auch ein bisschen geändert.
Und dann bin ich eben gewechselt zu da, wo ich jetzt bin.
Was hat dich motiviert zu wechseln?
Die haben mehr bezahlt.
Echt?
Auf jeden Fall, ja.
Bei SAP soll ja auch sehr gut sein.
Ja, haben sie auch gut bezahlt. Also ich muss ja sagen, ich habe ja früher nach
einem Jahr ungefähr immer gewechselt, weil es einfach Jobs werden langweilig
und das ist sehr schnell.
Wenn man nicht irgendwo drin ist, wo man ständig Veränderungen hat,
weil ein Job wird halt ganz schnell Gewohnheitsarbeit,
und dann bin ich halt weitergezogen, deswegen, also ich hatte kein,
jetzt diese Firma bin ich irgendwie 15 bis 20 Jahre und vorher war ich bei keiner
Firma länger als, sag ich mal, anderthalb Jahre außer die Ausbildung natürlich
einfach, weil es immer langweilig wird,
Okay. Also meine Frau wusste immer, wenn ich irgendwann nichts mehr daheim erzähle
von der Arbeit, dann wird als nächstes erst ich umgucke nach einer neuen Stelle.
Okay. Und ist das so etwas, was du mit deiner bipolaren Erkrankung in Verbindung setzt? Keine Ahnung.
Möglich. Ja? Habe ich mir noch nicht drüber nachgedacht, da ich ja früher noch
gar nicht wusste, dass ich bipolar bin.
Okay.
Das weiß ich ja echt seit, keine Ahnung, anderthalb, zwei Jahren.
Okay.
Daher, aber ich ziehe ja gerne weiter. Ich würde ja auch gerne regelmäßig umziehen,
aber wir haben ja ein Haus gekauft, das wird auch nicht mehr passieren.
Aber Umzüge sind doch so mega stressig.
Ich ziehe nicht gern um, ich wechsle nur gern das Haus. Also ich hätte gern,
dass mir das jemand macht.
Ach so.
Verstehe.
Die Arbeit mag ich davon nicht.
Ich habe heute ein Buch mitgebracht, das heißt Irreverständlich,
Menschen mit psychischen Erkrankungen wirksam unterstützen.
Von Matthias Hammer und Irmgard Plösel.
Psychiatrieverlag ist das. Das sind beide psychologische Psychotherapeuten und
Arbeiten in dem Bereich.
Das Buch ist von 2015 und es fasst so zusammen alle möglichen,
was heißt alle möglichen nicht, aber unterschiedliche psychische Erkrankungen
wie Angststörungen, Psychosen, Depressionen.
Trauma, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Zwangsstörungen und auch die bipolare Erkrankung.
Und da habe ich letztens was gelesen, wo ich so dran denken musste,
genauso fühlt es sich an, wenn ich arbeite.
Da würde ich mal einen Teil vorlesen. Sebastian ist immer der Letzte, der das Büro verlässt.
Der Controller überprüft jeden Tag mehrfach, ob er auch alles richtig gemacht hat.
Abends nach Feierabend kann er dann nur schwer abschalten, weil er in Gedanken
nochmal alles durchgeht.
Wenn er sich nicht sicher ist, ob er nicht doch einen Fehler gemacht hat,
beunruhigt ihn das stark.
Oft ruft er dann eine Kollegin an, der es eh nicht geht und sie diskutieren
noch einmal die Arbeitssituation.
In solchen Nächten kann Sebastian meist nicht schlafen und ist am nächsten Morgen
froh, früh ins Büro gehen zu können, um endlich zu überprüfen,
ob er einen Fehler gemacht hat oder nicht.
Sebastian wünscht sich eigentlich eine Freundin, aber ihm fehlt die Zeit, sich darum zu kümmern.
Außerdem nimmt er an, einer Frau nicht genug bieten zu können.
Nur manchmal wird er plötzlich lockerer, verbringt den Arbeitstag lieber im
Straßencafé als im Büro und flirtet mit Frauen. Auf die erboste telefonische
Nachfrage einer Chefin, wo er denn bleibe, reagiert er charmant und lädt sie
ein, doch ebenfalls ins Café zu kommen.
Die Sonne scheine so schön und er wolle ihr gern ein Eis ausgeben.
Dass die Chefin ihm mit einer Abmahnung droht, sieht er entspannt.
Er fühlt sich sowieso unersetzlich und die Chefin hat vermutlich nur einmal
wieder einen schlechten Tag.
Da habe ich mich in vielen Bereichen sehr identifizieren können.
vor allem das mit dem Ben-Arbeiten dann sehr lange.
Als ich beim COD gearbeitet habe als Medienpädagogin, da habe ich
das Büro erst um 19, 20 Uhr verlassen und war halt früh dann da.
Und das hat Kräfte, einfach weil ich nicht aufhören konnte zu arbeiten. Kennst du das?
Nee.
Gar nicht?
Also ich kenne, ich habe schon wirklich lange viele Stunden gearbeitet.
Ja.
Gut, ich habe halt die Arbeit fertig gemacht. Hätte ich da aufhören können?
Ich glaube schon, aber ich habe halt gemacht, bis es fertig war.
Okay.
Daher vielleicht hätte ich, keine Ahnung, ich kann es sogar nicht,
ist aber schon so lange her.
Ich hatte einen Job, da habe ich 65 Stunden die Woche gearbeitet, durchgehend.
Oh, krass.
Die Arbeit musste halt auch gemacht werden.
Ja, hast du einfach durchgezogen.
Habe ich schon durchgezogen. Ich hatte ja noch keine Kinder. Das war alles okay.
Und deine Frau hat sich da nicht beschwert, dass du so lange gearbeitet hast?
Doch, irgendwann schon. Aber gut, man muss auch sagen, es war eine ganz komische,
also es ist eine italienische Firma.
Ich würde nie wieder für eine italienische Firma arbeiten. Vielleicht sind die
gar nicht alle so schlimm, aber die war echt schlimm. Und die machen ewig Mittagspause.
Ja.
Das war eineinhalb Stunden Mittagspause. Das war jetzt aber fünf Minuten von mir zu Hause weg.
Ich hätte nach Hause fahren können, aber meistens habe ich die Mittagspause
durchgearbeitet, weil einfach Dinge zu tun waren.
Ja.
Und bin ich ja trotzdem aber ganz schnell halt immer bei zehn Stunden mehr.
Okay. Also das war dieses sehr lange Arbeiten und nicht abschalten können und
in Gedanken nochmal alles durchgehen können.
Das hatte ich zu jedem meiner Jobs gehabt.
Okay.
Also dass ich, sei es an der Uni oder beim CAD oder dann später als Familienhelferin
dieses immer noch drüber nachdenken,
grübeln und das war einfach sehr, sehr tief in mir drin tatsächlich und abschalten
ging dann tatsächlich fast gar nicht und ich habe dann auch mit meinem Mann
viel über die Arbeit gesprochen oder mit meiner Schwester viel über die Arbeit gesprochen,
war dann halt einfach on fire und motiviert und engagiert, würde ich mal sagen und das ist halt
Das hat mich dann auf Dauer sehr, sehr belastet, weil wenn du das wochenlang,
monatelang mitmachst, ich habe richtig gemerkt, wie es innerlich in mir zerrt
und Richtung Burnout würde ich schon fast sagen, reingeht.
Also das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben und das nicht mehr machen zu wollen
und zu viel sich verausgabt zu haben, kenne ich da sehr gut.
Ja, das war dann immer, also es war nicht sehr leicht, würde ich mal sagen.
Aber ich weiß auch nicht, wenn ich jetzt wieder anfangen würde zu arbeiten,
ob das dann jetzt wiederkommt.
Keine Ahnung, davor habe ich ein bisschen Schiss, weil dann werde ich ja wieder
manisch, denke ich. Ich weiß es nicht.
Gut, das liegt ja auch ein bisschen an dem Arbeitgeber, weil ein normales Arbeitgeber
hat ja auch die Pflicht, sich darum zu kümmern, dass es dir gut geht und dich
nicht einfach aufbraucht in dem ersten halben Jahr, dass du dann K.O.
bist und dass du dann auch sagst, was du bei uns immer hörst,
weil wir haben ja auch Leute, die wissen nicht, wann Feierabend ist.
Du wirst halt die Welt nicht retten, nur weil du nur zwei Stunden länger arbeitest.
Und es gibt ein Arbeitsschutzgesetz und zehn Stunden ist halt einfach Schluss.
Wir haben immer so Spezialisten, die die immer überschreiten und dann halt immer
Ärger bekommen. Da steht ja nicht auch der Betriebsrat da jedes Mal auf der Matte.
Ja, das hatten wir bei der Familienhilfe halt nicht. Und ich hatte das dann
auch angesprochen gehabt im Team, dass ich mich überlastet fühle.
Und es wurde halt nicht gehört.
Es wird halt dann schnell auf die eigene Verantwortung übertragen,
dass man ja selber eigenständig seine Termine setzt mit den Familien und gleichzeitig
musst du aber die Stunden erbringen und so weiter und so fort.
Musst du ja auch wirtschaftlich denken und das ist halt, das hat Druck bei mir erzeugt, tatsächlich.
Das hat einen scheiß Arbeitgeber, siehst du ja, wie es ausgegangen ist.
Ja.
Die interessieren sich ja nicht für dich und hätten sie ja nicht gesagt,
hier, zack, wir kündigen dir jetzt in deiner Krankheitsphase.
Ja.
das,
tut immer noch ein bisschen weh. Ich trauere dem halt immer noch ein bisschen hinterher.
Ich denke es ja, was man sagen muss, also gerade wenn man jetzt zu unserer Selbsthilfegruppe
geht, ich glaube, wir sind eigentlich die, die Vollzeit arbeiten,
sind da eh die Minderheit, oder?
Von denen, die immer da sind.
Das sind ganz viele, die gar nicht
mehr arbeiten können oder dann nur noch Erwerbsminderungsrente beziehen.
Ja, aber ganz klar, haben wir Leute, die dann einfach die Zeit reduziert haben
und ich glaube, entweder arbeiten sie oder arbeiten sie nicht, oder?
Also ich kann es jetzt statistisch belegen, aber so fühlt es sich dann halt
an. Sind wirklich zwei, drei die noch oder vier?
Sind nicht viele, ja.
Und die meisten gehen dann einfach irgendwann in Erwerbsbehinderungsrente?
Mal gucken. Also ich bin ja ab dem 20.01. in Reha. Bin ich mal gespannt,
wie es wird. Ich habe eigentlich gar keine Lust auf Programm und Therapie.
Es würde mich wahrscheinlich stabilisieren, dann hätte ich wieder was zu tun.
Dann würde ich mich wahrscheinlich wieder besser fühlen, hoffe ich mal.
Aber da fehlt mir dann auch die Zeit, Bewerbungen zu schreiben.
Weiß ich nicht, vielleicht nehme ich meinen Laptop einfach mit und bewerbe mich dann trotzdem.
Keine Ahnung. Hier ist auch noch ein Aspekt, den ich ganz spannend finde.
So eine biologische Erklärung der Manie, dass man bei einer bipolaren Störung
schneller reagiert und stärker reagiert als gesunde.
Mit der Ausschüttung von Stresshormonen und wir länger brauchen,
um diese auch wieder abzubauen. Kennst du das?
Du stellst mich als Frage.
Ist es dir schon mal aufgefallen, dass du empfindlicher bist für Stress?
Ich bin super empfindlich für Stress, aber liegt das daran? Ich habe mir nie
Gedanken darüber gemacht.
Ich glaube, es ist aber auch abhängig, wie ich drauf bin, ob ich empfindlich
für Stress bin. Im Moment bin ich ja der Buddha persönlich. Stress prallt an mir ab.
Aber es gibt auch Momente, da ist auf der kleinsten, das Gefühl kommt dann auch
alles zusammen und dann beim kleinsten Ding, das scheiße läuft,
bin ich sofort im Stressmodus.
Also ich reagiere emotional sehr schnell auf Stress. Also jetzt,
wo am Sonntag mein Handy kaputt gegangen ist, wo ich dachte,
das ist so ein bisschen die Welt untergegangen.
Du hast ja auch, dass du jetzt seit Monaten dich irgendwo im Minusbereich bewegst.
Ja.
Das meine ich also. Wenn ich da bin, dann bricht mit jedem Ding,
was schief läuft, die Welt einfach noch.
Weil es ist ja dann auch eine Aneinanderreihung von Scheiße.
gefühlt. Also das hatte ich auch. Also letztes Ende letztes Jahr oder jetzt
geht's gerade weiter, aber im Moment bin ich so dieses, also wir haben ja zum
Beispiel unsere Hausfassade komplett mit Fenster und Türen und alles gemacht
und das hat sich ewig gezogen.
Dann haben wir die Fenster bekommen endlich, haben dann festgestellt,
die haben uns einen kaputten Fensterrahmen eingebaut.
Ja.
Da haben wir uns beschwert und dann hieß, ach ja, das haben die schon bemerkt,
aber der muss ja jetzt neu bestellt werden, es dauert, der kommt jetzt irgendwann
im Januar und er sagt, ja ne Bullshit, hätten wir uns gemeldet,
wäre denn nichts passiert.
Ja.
Die sind einfach gegangen und haben nichts dazu gesagt.
Okay, das geht natürlich nicht.
Und jetzt haben wir jetzt am Wochenende ist der Türgriff abgegangen von der Haustür aus.
Also wir haben jetzt auf so eine Stange, wo man dann zuzieht.
Ist dann abgerissen.
Es ist ein Monat alt. Hättest mich vor einem Monat erwischt,
wäre das halt einfach so weiter auf diesen Haufen Scheiße einfach noch obendrauf, obendrauf, obendrauf.
Im Moment denke ich mir, ist mir scheißegal, dieser Türgriff.
Da werden wir uns jetzt beschweren heute. und dann machen sie den irgendwann
oder wenn nicht, weil die kriegen ja auch noch Geld von uns,
dadurch, dass der Fensterrahmen nicht gemacht ist.
Aber könnt ihr die Tür dann überhaupt zuziehen?
Ja, ich habe jetzt von innen, ich kann schon nicht zuknallen,
aber ich habe von innen eine Schnur an den Türgriff gebunden und dann zieht
man die zu, also es ist total beschissen.
Eine nagelneue Tür, da hängt jetzt so eine Paketschnur raus.
Okay.
Es ist halt sau nervig, aber im Moment prallt es einfach an mir ab,
also vor einem Monat wäre es schlimmer gewesen.
Da war ich auch so in diesem, Es ist einfach, alles läuft scheiße.
Und egal, was ich angefasst habe, war einfach, alles ist in Scheiße explodiert.
Das ist ja auch scheiße. Das ist auch scheiße.
Entschuldigung. Und jetzt im Moment, keine Ahnung warum, da prallt es einfach
an mir ab und denkt, ja, klar, dann ist halt der Türgriff auch noch kaputt.
Meine Frau ihr Auto haben am Moment auch, aber es ist so, ja, okay.
Vielleicht bin ich auch schon irgendwo, keine Ahnung, einmal zu oft gegen die
Wand gerannt mit diesem ganzen Mist.
Gibt mal einen Monat, dann habe ich es wieder gestapelt, dann platzt die Welt
Aber ich denke, es ist extrem abhängig von der Stimmung.
Und wenn eh gerade dich im Minusbereich rumtreibst, dann ist ja eh alles scheiße
und dann kommt es einfach nur dazu. Es wird immer beschissen.
Ja, auf jeden Fall. Ich bin gespannt, was da rauskommt bei der Reha,
ob ich dann auch Erwerbsminderungsrente kriege oder nicht.
Ob ich das beantragen soll oder nicht, weiß ich nicht. Oder ob ich einfach wieder
arbeiten müsste, damit es mir besser geht.
Die Frage ist ja natürlich, also du bist ja jemand, der arbeiten will.
Ich weiß nicht, ob es dir gut steht, vielleicht steht es dir gut,
wenn du dann halt eine Absicherung hast. Du bekommst halt Betrag X.
Das ist aber auch nicht viel. Aber du bekommst den halt und musst dir keine Gedanken machen.
Aber du musst ja sagen, du bist ja jetzt halt auch noch relativ jung.
Du hast ja noch ein paar Jahre vor dir.
38 bin ich jetzt, ja.
Keine Ahnung, es ist halt wirklich so dieses, du bist dann einfach mal auf der
sicheren Seite, Wenn es wirklich so wäre, du weißt, das hast du jetzt, damit kannst du planen.
Ich sehe dich halt auch nicht da, ist das Problem.
Ja.
Aber das muss dir da ein bisschen mit dir selbst mal vielleicht klar werden.
Ob das ein Ziel ist, wo du sagst, es geht nicht mehr. Ich bin jetzt zweimal
in die Manier reingerauscht.
Ich weiß nicht, ich habe halt einfach Schiss, wieder krank zu werden.
Also wieder in so eine Krankheitsphase reinzukommen und das ist halt dann sehr schwierig.
Das passt eigentlich auch ganz gut zum Thema, dass bipolare Persönlichkeiten
auch außerhalb akuter Krankheitsphasen gewissermaßen zwischen den Extremen schwanken.
Also hier steht auch noch sowas wie, dass wir zu extremen Schwarz-Weiß-Denken neigen.
Und dass wir Ereignisse und Personen bewerten, entweder sehr negativ oder sehr
positiv, aber niemals beides zugleich.
Also dieses entweder oder oder sowohl als auch, dieser goldene Mittelweg ist
halt schwierig bei uns. Kennst du das von dir?
Jetzt habe ich eine Ausrede, warum ich so bin.
Das steht da auch noch mit dabei in dem Buch von Irre verständlich von den beiden Autoren.
Auf jeden Fall kenne ich das. Die Welt teilt sich in Arschlöcher,
nicht Arschlöcher für mich.
Also entweder findet man alles ziemlich toll oder Dinge sehr toll oder halt,
man kann die Person überhaupt nicht leiden.
Also mir wurde das oft auch nachgesagt tatsächlich, als ich Jugendliche war oder Teenagerin.
Aber man versucht ja schon durch Selbstreflexion zu überlegen,
okay, wie schaffe ich es?
Das merke ich im Training auch, da gibt es so ein, zwei, wo ich von Anhieb die
Person einfach nicht mag, so einfach aus dem, was sie so ausstrahlen.
Aber je öfter ich mit denen spiele und so, desto öfters merke ich dann doch,
ah, ist eigentlich doch ganz okay, dieser Mensch.
Irgendwie haben wir heute, achso, was ich auch noch anspreche,
hast du das mitbekommen, dass die CDU will, dass die Fehltage von Mitarbeitern
nicht mehr bezahlt werden?
Weil die CDU-A*** sind. Eine strunzdumme Idiotenpartei, die nichts Gutes will
für das Land, sondern nur für sich selbst. Und natürlich wollen die das.
Dann hast du dort lauter Verbrecher-Sitze wie Jens Spahn, Merzen Söder, alles...
Also für alle, die es nicht mitkriegen, die CDU ist für mich das Vorletzte, das Letzte ist blau.
Das ist die AfD.
Also ich bin kein AfD-Willer, ganz gewiss nicht.
Daher, auch wenn ich die CDU verachte, jeden dort verachte.
Oh, da kommt sehr viel Hass rüber.
Purer Hass. Ich bin bereit für die Weltrevolution.
Ja, ich auch irgendwie, aber es sind ja in Rheinland-Pfalz dieses Jahr Wahlen.
Da liegt die CDU, glaube ich, wieder, oder die SPD, glaube ich,
ein bisschen weiter vorne.
Aber mir hat das eigentlich mit der Ampel gut gefallen gehabt.
Da hatte ich so mit Robert Habeck echt neue Hoffnungen schöpfen können.
Ja, die Grünen sind ja die einzige Partei, die irgendwo Innovationen bringt.
Aber genau das wollen ja die Menschen nicht. Die Menschen wollen ja gern das, was sie kennen.
Veränderungen sind ja immer schlecht. Auch wenn wir diese Veränderungen brauchen,
sind sie schlecht. Und eine Partei, die halt sagt, Leute, wir müssen mal was
ändern, wird halt direkt geschrien, was?
Wir haben doch was gemacht, das war schon immer gut, wir sind doch schon immer die Besten gewesen.
Und damit wurden die halt schön als Ziele auserkoren von solchen Arschlöchern.
Jeder schreit, die Grünen sind an allem schuld, ja genau.
Sonst ging es richtig schlecht, hätten wir die Grünen nicht zu der Zeit gehabt.
Sehe, was jetzt passiert mit der CDU. Soll ich schon mal über die CDU loswurzel?
Wir wollten hier gar nicht politisch, wir wollten über Beruf und so weiter reden.
Reden wollen über Beruf. Also ich sage, ich bin ja jetzt seit Jahren im gleichen Beruf.
Ich kann echt gar nicht viel sagen mehr zur Bewerbung und so weiter.
Aber das Ding ist natürlich, also es heißt ja immer so schön,
das höre ich ja auch in meiner Selbsthilfegruppe, Bipolare werden sehr kreativ
und hätten große Empathie, sehe ich.
Ich habe null Empathie.
Doch hast du.
Nee, ich weiß nicht. Ich finde mich da nicht gut drin. Deswegen sehe ich mich
auch nie in sozialen Berufen. Habe ich nicht.
Wenn es jemandem schlecht geht, tut es mir echt schwer. Du hast dir ein Bein
gebrochen. Jetzt hör auf zu pinen. Das ist nur ein Beinbruch.
Echt jetzt?
Steh auf und kämpf weiter. Oder was auch immer du machst. Da bin ich echt nicht gut drin.
Da bin ich nicht gut drin. Es gibt andere Punkte wiederum. da bin ich dann eher
empathisch, aber weil es ganz empathisch ist.
Aber warum, wenn jemand krank ist oder so weiter, dann bleib halt zu Hause und
hör auf zu jammern. Oder komm, oder was auch immer.
Also mich konnte man bisher immer gut ausnutzen tatsächlich.
An der Uni haben mich schon einige Doktoranden ausgenutzt für ihre Forschungsvorhaben,
wo ich einfach nicht Nein sagen konnte oder ich mich dann auch,
oh, ich darf für die miterheben, mich dann wichtig gefühlt habe tatsächlich.
Verstehe ich.
Aber ich war die einzigste. tatsächlich.
Die sich wichtig gefühlt hat oder die mitgemacht hat.
Wir hatten in unserem Projekt Schwerpunkt 1 Vereinbarungen getroffen mit den
Professoren und ich war die Einzige, die sie eingehalten hat.
Ja, da weiß ich Bescheid.
Und das hat mich total geschockt. Also wo ich dann dachte...
Ja, da wird man halt einfach benutzt für eigene Forschungsvorhaben.
Na klar, die haben ja auch ihre Ziele. Je mehr du ausnutzen kannst,
so funktioniert Kapitalismus.
Du musst immer jemand ausnutzen.
Soll ich direkt weiter loslegen mit meiner Kapitalismuskritik.
Aber Kreativität, siehst du dich da?
Hohe Kreativität? Auf jeden Fall, ja. Wurde mir auch nachgesagt.
Also ich hatte dann, also wenn ich Workshops gestalte, dann rattert mein Kopf unglaublich viel.
Und dann habe ich auch ganz viele Ideen und Methodiken, die man anwenden könnte
und die ich halt dann auch umsetze tatsächlich. Und ich habe auch ein gewisses
Gespür für Ästhetik, also dass es auch visuell schön und ansprechend aussieht.
Das ist mir einfach auch sehr wichtig und kognitionspsychologisch weiß man auch,
wie man PowerPoint-Folien bestücken sollte, damit sie halt gut aussehen und
der Zuhörer viel mitnehmen kann.
Und da habe ich dann auch ein paar Workshops durchgeführt. Also es hat mir schon,
das fiel mir leicht, würde ich sagen. Es ist einfach, es fiel mir leicht.
Okay, dann sag nochmal Kognition, Kognitivion, was hast du gesagt?
Kognitionspsychologisch.
Psychologisch. Oh wow.
Also Kognition heißt einfach nur das Denken.
Ich kann mir das zusammensetzen, aber das sind Wörter, die ich nicht
kenne.
Ich weiß auch gar nicht, ob das ein richtiges Wort ist oder ob ich das nur...
Ah, wahrscheinlich hast du erfüllt.
Um mich wieder doof starr stehen zu lassen.
Nee.
Nein. Ich finde es immer nur witzig, wenn wir uns hier unterhalten und du schmeißt
dann so nebenbei so Wörter raus und ich sage, ja, es ist wieder geklärt,
wer hier die Intelligente ist am Tisch.
Nur weil man Wörter kennt, heißt man noch lange nicht, dass man intelligent ist.
Aber man kommt intelligent rüber.
Weißt du, was einer meiner größten Schwächen ist?
Da komme ich mit meinem Gossensjargon hier.
Ach so. Du kannst aber Englisch, oder?
Ja.
Ich kann es gar nicht.
Ja, aber das liegt vielleicht daran, dass ich mit Englisch groß geworden bin.
Und jetzt verwende ich in einer Aufnahme von einer Stunde 50 mal das Wort Scheiße.
Also das spricht nicht für Intelligenz, meiner Meinung nach.
Das ist aus der Kursse.
Es gibt halt auch Stellenausschreibungen, wo dann steht, Englisch fließend oder
C1-Niveau oder mindestens gute Englischkenntnisse oder wenn das schon steht,
in unserem internationalen Team.
Ich habe da mega Angst davor. Da bewerbe ich mich erst gar nicht darauf.
Gut, ich habe ja Gut, SAP, da ist ja auch die Sprache Englisch.
Nicht im Betrieb selbst, aber du musst halt eigentlich immer Englisch kennen,
weil du hast ja viele Leute aus Indien oder so, die da arbeiten.
Okay.
Und jetzt ist es ja auch, wir sind ja ein internationaler Konzern.
Aber eigentlich, da wir hauptsächlich mit deutschen Kunden, das stimmt gar nicht,
wir haben auch Kunden im Ausland, da ist es Englisch.
Und ich weiß, ich kriege sehr viele Kunden, wo es heißt, Kai,
nimm du mal das Gespräch. Ja.
Also nicht jeder meiner Kollegen spricht Englisch, obwohl es auch eine Voraussetzung ist.
Okay.
Aber gut, keine Ahnung, ich habe mir da nie drüber nachgedacht.
Ich weiß, meine Ausbildung hieß immer, wenn jemand angerufen hat und nicht Deutsch
gesprochen hat, habe ich die immer auf den Tisch bekommen.
Und da wir hier an der französischen Grenze sind, waren es sehr viele Franzosen.
Ich spreche kein Wort Französisch, aber da spricht ein Deutsch, der ist für dich.
Der spricht Französisch, was soll ich mit dem?
Aber ja, okay, Englisch kann ich ein bisschen, ein paar broken.
Ja, du kannst bestimmt richtig gut Englisch. Ich habe gelesen...
Gossenenglisch, aber ich spreche auch nur Gossen-Deutsch.
Ja.
Goh, wo kommt dieses Wort jetzt wieder her? Heute ist das Wort der Wörter.
Ich habe gelesen, dass wenn man eine Sprache lernen sollte und sie wirklich
lernen möchte, dass man eine halbe Stunde Englisch sprechen sollte mit jemandem, der Englisch kann.
Und dann kannst du Englisch? Oder jeden Tag?
Jeden Tag soll man das machen. Als Übung tatsächlich.
Aber ich kriege Angst- und Panikzustände, wenn ich anfange, so Englisch zu sprechen.
Dann stellst du jetzt dein Fenster einfach mal auf Englisch um.
Ja, wir gucken ja schon einige Animes auf Englisch.
Anime, okay. Da fängt es doch an.
Wenn du es verstehst.
Ist es schon mal gut.
Ja, das tue ich aber nicht. Ich höre die Wörter manchmal gar nicht so raus.
Das ist so, das fällt mir sehr, sehr schwer tatsächlich.
Ist halt so ein Manko. Ich habe in meinem Lebenslauf drin stehen,
dass ich B2-Level-Niveau habe und das würde ich auch so sagen. Das passt.
Ich weiß zwar, dass es immer dasteht, aber ich habe keine Ahnung,
was die Levels bedeuten. A1, nee, was ist das Beste?
C1, C2. C2 ist Muttersprache.
Ach so, ich dachte, es geht andersrum.
Nee, A1 im Grundkenntnis.
Oh, zugekau ich mich nie mit, meine Englisch kennt es immer wo,
aber A1, oh, der kann gar kein Englisch.
Damit kippt er auch noch an.
Also Kreativität, du sagst also, sie ist bei dir wirklich vorhanden.
Du hörst auch immer wieder bei unserer Selbsthilfegruppe, dass sehr viele sich sehr kreativ halten.
Ja.
Und ich sage, also ich war früher, glaube ich, sehr kreativ.
Ich war da immer am Tun und Machen, aber irgendwie gefühlt ist mein Gehirn einfach
leer seit, keine Ahnung, zwei Jahre.
Aber du machst doch Podcasts.
Ja, aber ist das kreativ?
Ja, schon, oder?
Okay, ein bisschen. Also ich hatte früher immer viel mehr und mein Gehirn war
immer am und das und das und das und das. Und irgendwie ist das weg.
Zumindest fühlt es sich so an. Ich sitze da und denke, ich gucke einfach einen Film.
Okay. Also lässt sich lieber berieseln.
Irgendwie. Oder ich mache dann schon und dann ist aber auch die Lust gar nicht
da und die Energie und dann alles.
Also daher, ich würde mich nicht kreativ nennen.
Vielleicht bin es aber doch und unterschätze mich. Aber ich würde mich nie als,
aber ich nenne mich auch nicht empathisch. Daher bin ich sehr negativ zu mir
selbst, merke ich gerade.
Ja.
Aber eigentlich bin ich eine geile Type.
Ah jo.
Daher Empathie, Kreativität. Was gibt es noch?
Starke Probleme. Ich lese hier nur vor, was ging darum, um Bipolare und Arbeitswelt.
Chancen und Stärken. Und da gibt es starke Problemlösungsfähigkeiten.
Da sehe ich mich. Das ist genau meine Welt.
Also das habe ich auch geliebt, wenn ich irgendwo angefangen habe.
Da, wo ich jetzt bin, da habe ich angefangen damals für ein neues Projekt. Und dieses Projekt,
existiert nur als ein E-Mail-Postfach, wo hunderte von E-Mails drin waren,
die mit diesen Problemen deutschlandweit zu tun haben.
Und man wusste gar nicht, wer die Firmen sind, mit denen man das zu tun hat,
weil einfach ein Riesenchaos war.
Und du bist da rein, du hattest gefühlt hunderte von Tickets,
die noch gar keine Tickets waren.
Du bist raus, hast zwei Probleme gelöst, hast 50 neue gehabt danach.
Das habe ich geliebt. Das ist meine Welt. Also Leute, die Probleme lösen wollen
oder dann neue Abläufe erschaffe und so weiter, da bin ich gut drin, da blühe ich auf.
Wenn das dann irgendwo sich in feste Bahne, weil irgendwann hast du das ja dann
irgendwie, so machen wir Dinge und dann machen wir alles nur noch Schema F,
das dann eben nach einem Jahr, das ist dann der Moment, wo ich mich umgucke
nach einem neuen Job, weil dann wird es langweilig.
So dieses 8-16 Uhr Bürojob, der kann ja auch 24-7 Bürojob sein,
aber es ist halt trotzdem nur der Bürojob dann nur noch.
Daher hasse ich meinen Job seit 14 Jahren. das erste anderthalb Jahr und Leute,
die seitdem dabei sind, sagen, oh, geil,
War ich noch schlimm, dass früher war? Ich denke immer, das war geil, oder?
Also Problemlösungsfähigkeiten, das würde ich unterschreiben.
Die habe ich. Probleme angehe und Lösungen dafür finde, wie man es besser machen kann.
Und auch Verbesserungsvorschläge und so weiter.
Da hatte ich wirklich viele ursprünglich, wie ich ja angefangen habe,
weil es einfach alles schlecht war.
Aber wir hatten nach einem Chef, der dann immer gesagt hat, ah ja,
das müssen wir mal gucken.
Und dann habe ich nie wieder was gehört. Ich weiß nicht, irgendwann hat ein
Kollege gesagt, Kai, von dir kommt gar nichts. Und er sagt, ja,
weil da auch nie eine Antwort kam. Die Einzige, die mir geantwortet hat, war sie.
Und sie hat gesagt, ja, das finde ich gut, das sollte man wirklich umsetzen.
Da ist nie wieder was passiert.
Dann ist halt der Nachteil von einem Weltkonzern. Es ist einfach,
wenn da ein Idiot sitzt, der den Arsch nicht hochkriegt, dann läuft es halt
irgendwo immer in eine leere Gasse. Daher...
Ja, es gibt halt so Menschen, die reden halt gerne. Und es gibt halt Leute, die machen...
Nicht wie ich, ich rede nicht gerne. Es ist nur Zufall, dass ich hier labere.
Und es gibt halt Leute, die packen Dinge halt auch einfach an.
Die machen halt, würden gerne was umsetzen. Und das, so würde ich mich auch
beschreiben, dass ich das immer an der Uni Dinge auch verändern wollte oder
beim COD sehr viel mich ausgetobt habe oder halt auch mit den Familien nach
Lösungen zu suchen und zu gucken.
Das würde ich sagen, das passt bei mir auch auf jeden Fall.
Ich wollte, also nicht immer ist es nicht richtig. Früher hat mich das ganz
interessiert. Aber jetzt, in den letzten zehn Jahren dachte ich immer,
ich würde auch gerne in die Politik gehen.
Weil ich glaube nicht, dass du da was ändern kannst. Aber zumindest theoretisch
wärst du doch am richtigen Ort.
Ja.
Aber gleichzeitig bringe ich halt nichts mit. Ich bin nicht gut oder habe das.
Um heute, wenn du in der Partei bist, musst du ja, keine Ahnung,
30 Jahre schon Drecksarbeit geleistet haben, um dich hochzuschlafen.
Das fehlt mir dann natürlich.
Wenn ich jetzt mit 50 in der Partei entrette, sage ich dir, na danke,
jetzt geh du mal Plakate kleben.
Ja.
Ja, daher werde ich nicht in die Politik gehen. Das habt ihr leider Pech.
Wobei ich ja auch immer sage, es gibt nur eine Partei für mich, für Kaiser Partei.
Also wenn ihr mich als euren Kaiser hättet, wäre es gut. Aber natürlich bin
ich gleichzeitig gegen jegliche Monarchie und so weiter.
Auch wenn ich ein guter Kaiser wäre, aber vielleicht wären meine Kinder keine
guten Kaiser nach mir oder deren Kinder.
Ich vertraue ja der Menschheit nicht, daher.
Auch deiner eigenen Familie nicht?
Ich weiß nicht. Die haben ja noch Zeit, meine Kinder sich zu entwickeln.
Jetzt im Moment würde ich die nicht als Kaiser haben wollen.
Aber Kinder sind, also die sind wie Kinder, wie alle Kinder,
wie ich feststellen muss, immer wieder. Aber ich habe da sehr hohe Ansprüche.
Und ich glaube, keine Ahnung, sind halt wie alle Kinder sehr auf sich bezogen.
Aber wahrscheinlich wären die auch noch halbwegs gute Kaiser,
weil die haben ja immer noch mich als Vorbild. Aber dann deren Kinder oder deren Kindeskinder.
Also wir wissen ja alle, wie Monarchier laufen. Dann kommt da viel Inzucht mit rein.
Ich muss gerade an Game of Thrones denken.
Und dann ist es halt irgendwann, wir haben ja genug Erfahrung auch gemacht und
irgendwann hast du so ein verkümmertes Stück Dreck, dass dann denkt,
er ist von Gott gesandt und dann wird es halt schlecht.
Ich glaube, es gäbe immer auch gute Monarchen, aber es sind halt die Minderheit irgendwann.
Daher ich, also euer Kaiser wäre ein toller Kaiser für euch.
Ihr hättet es echt gut unter mir. Ich würde sehr viele Dinge ändern,
aber ich kann halt nicht von meiner Nachfahrt sprechen.
Daher mache ich mich zum Kaiser und danach beende die Monarchie, wenn ich tot bin.
Aber ich gebe meinen Kindern ein gutes Leben. Ihr solltet es ja nicht köpfen,
das möchte ich ja auch nicht.
Also nicht französische Modelle fahren. Aber ja, Problemlösungsfähigkeit.
Ja, da sehe ich mich. Das ist mein Ding.
Also wenn das beruflich, du bist der Mann, wenn wir Probleme haben, rufen wir dich an.
Und dann komme ich und habe einen schwarzen Anzug und eine Pistole unter meinem Mantel.
Auch das könnte ich mir vorstellen. Da sehe ich mich.
Also wenn ich vorhin davon geredet habe, wir stapeln die Scheiße hoch und es hört einfach nicht auf.
Aber im Beruflichen sehe ich da gar kein Problem. Problem. Sehr schön.
Problem.
Dann haben wir noch hohe Motivation in stabilen oder manischen Phasen.
Ja gut, das kann ich ja auch bestätigen.
Wenn manisch bist, dann bist du bereit.
Ja.
Mögen ja auch unsere hypomanischen Phasen. Da kriegen wir wieder eine auf den Deckel.
Weil wir ja sagen, hypoman ist gerade nicht schlecht, weil da bist du ja voll,
leistungsfähig. Das ist natürlich immer ein persönliches Ding.
Niemand mag manisch sein, aber Hypoman ist so jetzt bin ich leistungsfähig.
Das kann sich natürlich dann auch entsprechend weiter steigern.
Ich habe da hier etwas zum Thema hypomanische oder manische Phasen.
Dass es in solchen Phasen gerade bei einem zu engen Korsett von Normen und Pflichten,
dass sich die Betroffenen oft selbst auferlegt haben,
reagieren sie mitunter sehr empfindlich und auch empfindlich auf Disziplinierungsversuche anderer.
Ein Mangel an Disziplin und Pflichtbewusstsein.
Kennst du das?
Was ein Mangel? Das habe ich jetzt gar nicht...
Lies das bitte nochmal vor, das habe ich gerade.
Ein Korsett von Normen und Pflichten. Tust du dir selber Normen und Pflichten
auferlegen? Hast du einen hohen Anspruch an dir selbst?
Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst, aber ich lege mir kein Korsett an.
Nicht?
Also gut, wie definierst du Korsett? Also ich habe sehr hohe Ansprüche,
auch an Menschen, mit denen ich mich umgebe dann wirklich.
Aber was heißt denn Korsett? Ich halte mich sehr flexibel, was das angeht.
Okay, also kannst du dich flexibel anpassen.
Ach, anpassen? Ich dachte, ich bin flexibel, ich passe mich doch nicht an.
Deswegen sage ich, ich glaube, wir reden jetzt gerade so ein bisschen,
vielleicht definiere ich das falsch in meinem Gehirn gerade.
Also ich verachte Korsetts, ich hasse Einheitsdingen, wir machen es immer so,
schon immer so, das hasse ich, das wäre doch für mich jetzt ein Korsett.
Ja, genau, sowas in der Richtung.
Das geht gar nicht, aber das hat ja meine hohen Ansprüche an mich selbst oder
meine hohen Standards, die ich mir selbst im Kopf setze, die ich vielleicht
auch selbst oft nicht einhalten kann. Aber ich finde, das hat ja mit Korsett
nichts zu tun, so wie ich es für mich definiere.
Okay. Kennst du Phasen, ein Mangel an Disziplin und Pflichtbewusstsein?
Bin ich überhaupt Pflichtbewusst?
Ich würde es schon sagen, oder?
Weiß nicht.
Deiner Familie gegenüber auf jeden Fall.
Okay, ich dachte jetzt beruflich gesehen.
Ja, nee, beruflich gesehen halt auch, ja.
Also meiner Familie, ich meine, dafür mache ich den ganzen Mist.
Dafür, also ich bin Pflichtbewusstsein, das sehe ich auch wieder unter meinen
Standards, die ich mir setze.
Ich mache den Mist, weil ich eine Familie habe. Ich habe drei Kinder, ich habe eine Frau.
Gut, meine Frau könnte ich auch selbst ernähren. Die könnte auch die Kinder ernähren im Notfall.
Aber natürlich nicht so gut, wie wenn wir beide arbeiten und ich halt 40 Stunden
in den 4-7-Stunden-Betrieb Geld reinbringe und dann meine Kinder damit verwöhnen,
was auch nicht gut ist natürlich. Es ist ja alles eine Falle am Ende.
Ich kann mich nicht beschweren, dass meine Kinder verwöhnte Dinge sind.
Gleichzeitig bin ich selbst dran schuld. Also kann ich schon, mache ich ja.
Jetzt habe ich auch irgendwas im Kopf, jetzt ist es weg. Das Ding ist ja,
weil ich habe es ja auch gerade gelesen, Bipolar-Krankheit.
In manischen Phasen fühlen sich Betroffene oft sehr energiegeladen,
kreativ selbstbewussten, leistungsfähig. Das hatte man ja gerade.
In depressiven Phasen hingegen leiden sie unter Antriebslosigkeit,
Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Kann ich auch bestätigen.
Ja, um da so ein Beispiel zu machen, also ich fühle mich, ich habe ja Geisteswissenschaften
studiert und Geisteswissenschaftler wird oft nachgesagt, die werden dann später die Taxifahrer.
Ja, verstehe ich.
Obwohl mir das immer wieder gesagt worden ist, dass das ja vielleicht auch ein
Job ist, wo man vielleicht oder ein Studium ist, wo man vielleicht keinen sicheren
Arbeitsplatz hat, habe ich trotzdem das unbedingt studieren wollen,
weil es mich inhaltlich, fachlich sehr interessiert hat.
Und mein Studiengang war sehr vielfältig aufgebaut.
Also es war, das würde auch zur Kreativität halt passen. Es war nicht nur reine
Soziologie, sondern es war Politikwissenschaften mit dabei, es war Philosophie
dabei, Psychologie war mit dabei und Pädagogik war mit dabei.
Das hat mich alles dann so ein Sammelsurium an unterschiedlichen Fachrichtungen.
Das hat mich sehr interessiert, wie denkt und argumentiert ein Pädagoge,
wie denkt und argumentiert ein Psychologe.
Es waren einfach Unterschiede und das fand ich halt spannend.
Und mir wurde oft dann gesagt, dass...
Oder es wird dann gesagt, dass so dieses Studium halt, wir sind halt so eher
Generalisten als Spezialisten.
Wenn dann aber doch Spezialisten besucht werden, kacke ich halt einfach ab.
Aber gleichzeitig bin ich in der Lage und habe die Fähigkeit,
mich in Dinge neu einzuarbeiten, was ja so ein Studium ja mit sich bringt,
dass du das dann irgendwann auch mal lernst, eigenständig halt zu machen.
Na gut, wenn die aber natürlich ein Schema F-Mensch suchen, bist du natürlich der Falsche, ne?
Ja, auf jeden Fall.
So ein Schema F, das hast du studiert, das machst du jetzt die nächsten 50 Jahre, genau so?
Ja, und zum Thema Beruf und Karriere, also an der Uni war ich ja auch sehr kreativ
und habe dann auch einen Lehrpreis gewonnen.
Hast du so nebenbei einen Fliese?
Ja, für die Hochschullehrer.
Jetzt steht ein bisschen Rieselpokal auf den Tisch, wo kommt der her aus der
Hochstatt? Nein, Scherz.
Nee, weil ich ein cooles Konzept geschrieben habe und weil ich die Studierenden gut abholen konnte.
Also ich bin auf jeden Fall sehr empathisch und spüre auch, was so in Gruppen
so vor sich geht und kann das auch gut einschätzen.
Nicht immer gut drauf reagieren, weil ich dann manchmal auch überfordert bin
mit den Gefühlen, die dann einfach da ist, wenn du dann 30,
40 Studierende hast und dann hast du bei denen irgendwas angetriggert,
weil du Rocky mit denen schaust, einen Ausschnitt.
Wo es darum ging, immer an die Kinder halt zu glauben oder auch an die Schüler halt zu glauben.
Und dann machst du diese drei Minuten aus und du hast den ganzen Kurs,
da sitzen die fast alle am Flennen sind, weil es sie so sehr bewegt hat und so sehr getroffen hat.
Das war nicht dein Ziel. Da war ich ein bisschen überrascht, dass es so heftig war.
wirkt auf die. Und dann muss ich halt gut auch aufpassen, dass ich den Raum
halt dann auch einfach halte, dass nichts entgleitet halt auch.
Dann wurde ich ja dann depressiv, weil ich die Tabletten abgesetzt habe und
mir ging es halt auch sehr schlecht
einfach, weil der Druck einfach enorm hoch war an der Universität.
Das war halt kein Umfeld, in dem ich mich gut hätte lange bewegen können.
Trotzdem war mein Anspruch, eine sehr gute Dissertation zu schreiben und irgendwann
mal auch Professor zu werden oder Professorin halt zu werden.
Und das war halt mein Wunsch halt.
Und dann hat es nicht geklappt, dann habe ich halt verkackt und versagt.
Und beim COD als Medienpädagogin, das war dann auch, wo ich sehr kreativ gearbeitet habe,
aber wo ich dann auch ein Problem, oder ich weiß nicht, mein Chef hatte glaube
ich irgendein Problem, weil COD ist ja schon auch hierarchisch strukturiert
und ich habe agil gedacht.
Und ich habe halt damals schon E-Mails geschrieben an unterschiedliche Leute
aus dem COD, ohne vorher meinen Chef zu informieren.
Das hat er bestimmt geliebt. Das hat er gehasst.
I am surprised.
Und das habe ich nicht verstanden, wo da mein Fehlverhalt gewesen war.
Das verstehe ich.
Ich fand das so einschränkend und so unsinnig.
Das ist dann dieses Korsett.
Langsam einfach.
Das ist schon immer so, das macht man so. Und das macht mich ja wahnsinnig.
verstehe, was dir passiert ist, weil es genau mir auch so passieren würde.
Echt?
Ich schreibe ja dann, ich würde auch meinen Konzent-Chef anschreiben und der
denkt dann, Alter, was ist denn der von mir, die kleinste Wurst hier?
Und dann denke ich, aber das ist doch alles scheiße.
Ja, und das habe ich nicht verstanden, was es bedeutet, in einem hierarchischen
System halt zu arbeiten.
Da hat mich mein Chef dann auch mal zu sich zitiert und hat gesagt,
Frau ***, haben wir ein Problem?
Und ich habe gar nicht gerafft, um was es ging. Also so zwischen den Zeilen ...
Was verstehen kann ich sehr schlecht. Also man muss schon tacheles mit mir reden halt tatsächlich.
Und da hatten sie mir dann auch eine Stelle angeboten für dann eine Projektleitung
danach. Aber dann wurde ich wieder krank.
Ich bin dann sehr plötzlich in meine erste Manie gerutscht, war dann ein halbes
Jahr weg. Bin dann wiedergekommen und hatte so hohe Aggressionen.
Ich wollte keine einzige PowerPoint-Präsentation mehr machen.
Ich hatte mich so verausgabt und mich so anscheinend ausgebrannt,
dass ich dann nicht mehr konnte, auch nachdem ich dann wieder zurückgekommen bin.
Da hatte ich auch eine stufenweise wieder Eingliederung gehabt und leider wurde
dann gesagt, die Projektstelle wird es nicht geben.
Und das fand ich halt auch sehr schade, weil da hätte ich Konzepte schreiben
können, Ausschreibungen lesen können und darauf halt Konzepte einreichen können
und dann eigentlich das, was mein Chef dann gemacht hätte.
Und die sahen darin halt auch mein Potenzial und die haben mich da auch unterstützt,
Vor allem meine Chefin hat mich da auch sehr unterstützt und war froh,
dass ich dann wieder zurückgekommen bin.
Aber durch die Erkrankung habe ich wieder etwas nicht geschafft,
wieder ein Ziel halt nicht erreicht.
Und jetzt bei der Familienhilfe, das war halt schon auch ein emotional belastender Job,
aber es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sich manche Eltern verändert haben und
dann zu sehen, wie sich dann auch die Kinder verändern zum Positiven halt dann auch.
Das war eine sehr sinnstiftende Tätigkeit tatsächlich.
Jetzt wieder erkrankt, weil ich manisch geworden bin und weil die...
weil Arbeitsbelastung, glaube ich, einfach wieder zu hoch war und ich wieder
zu motiviert und zu engagiert etwas getan habe, was dann ja dafür gesorgt hat,
dass ich dann wieder erkranke. Und das macht mir halt einfach Angst.
Vielleicht fahre ich deswegen auch so schmalspurlippig jetzt gerade mein Leben,
weil ich Angst habe, wieder überfordert zu sein oder zu viel mich zu verausgaben
und dann wieder in der Klinik zu landen.
Und du bräuchst eigentlich irgendwo so dein Zwischending, ne?
Wie weit kannst du gehen, ohne dass es ungesund für dich wird?
Ja, ich habe mich beworben auf eine Stelle auch im Bereich der Familienberatung
für eine Teilzeitstelle.
Ja, mal gucken, ob das was wird. Die ist in Landau, das wäre dann auch nicht so weit zu fahren.
Ich könnte mit Familien arbeiten, hätte aber auch Workshops und Seminare.
Und die suchen halt schon aber auch jemanden, der flexibel ist zeitlich,
also vormittags, nachmittags sowie auch abends Veranstaltungen durchführt und Gruppenworkshops.
Hätte ich eigentlich auch Lust drauf.
Keine Ahnung, ist auch eine unbefristete Stelle. Aber dann denke ich mir auch,
es ist so ätzend, nur Teilzeit zu arbeiten, weil du so viel weniger Geld einfach dann auch verdienst.
Und dann frage ich mich, wozu überhaupt dann arbeite ich.
Nee, das jetzt nicht.
Ja, aber es wäre ein Weg, wieder reinzukommen vielleicht. Und dann einfach mal
gucken, ob die Stunden erhöht werden in Zukunft, wenn das läuft.
Ja, das stimmt. Aber es hängt halt auch vom Unternehmen ab. Aber du bist von der Couch runter.
Die dir im Moment echt nicht gut tut, psychisch.
Das stimmt, ja.
Was ja auch immer ein Thema ist, was wir auch, ich wiederhole es,
in der Selbsthilfegruppe oft besprechen, ist dann Stigmatisierung und Vorurteile.
Was ja gerade zum Thema Arbeitsmarkt passt, weil viele ja da ein Problem haben oder auch die Chefs.
Man hat ja einen Ruf, das sind ja die, wie hast du mal gesagt,
die Spinner, die nackig durch den Raum rennen.
Ist das ein Thema für dich? Gerade jetzt, du bist ja gerade im Bewerbungsthema unterwegs.
Also ich habe ja die Gleichstellung, also ich bin ja schwerbehindert mit 40
Prozent auf Lebenszeit und habe die Gleichstellung beantragt.
Gleichzeitig habe ich jetzt aber auch nochmal den Grad meiner Schwerbehinderung
nochmal überprüfen lassen.
Also die 40 hast du fest?
Die 40 habe ich umgefressen. Ne, ne, die habe ich jetzt auch schon länger.
Aber ich hatte sie damals meinem Arbeitgeber nicht, also in der Familienhilfe
nicht offengelegt. Und ich habe auch damals... Ist man das?
Oder ist das freiwillig?
Das ist freiwillig. Ich habe mir immer gedacht, wozu eigentlich? Bisschen sinnlos.
Aber es gibt halt auch an vielen Stellenportalen, wo du das explizit mit angeben
kannst, dass du die Gleichstellung hast.
Und manchmal wirst du dann bevorzugt behandelt. Weiß ich halt nicht.
Mein Anwalt hat damals gesagt, lieber erst nach der Probezeit einreichen.
Ich habe jetzt, bei manchen Stellen mache ich es, bei manchen Stellen mache
ich es halt nicht. Ich weiß nicht, ob das ein Vorteil ist oder ein Nachteil ist.
Na gut, musst du auch sagen, was dein Thema ist, warum du diese 40 Prozent dann hast?
Nee, das wird gar nicht thematisiert.
Okay, aber das hat ja dann erstmal damit nichts zu tun.
Genau, das heißt einfach nur, du hast einen besonderen Kündigungsschutz.
Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich vielleicht die Gleichstellung nicht früher beantragt habe.
Ich dachte, wozu auch? Ich habe ja einen unbefristeten Vertrag.
Aber hätte ich die gemacht, dann hätten die mich wahrscheinlich nicht so leicht kündigen können.
oder weniger schwer kündigen können oder ich hätte vielleicht dann doch nochmal
eine Abfindung gekriegt. Übrigens sind die Anwaltskosten sauteuer.
Der hat dann nochmal eine Rechnung reinflattern lassen, wo wir dachten,
ey, das kann nicht sein. Oder ist kein Rechtsschutz? Ne, in dem Bereich haben
wir keinen Rechtsschutz, leider.
Da sind wir mal der nächste Verbrecher.
Anwälte.
Ja, er hat halt gesagt, am Anfang, es kostet nur so 800 bis 900 Euro,
aber nur die Klage einreichen kostet so viel und natürlich tut er die Mehrwertsteuer nicht mitbenennen.
Ja klar, wie alle Handwerker.
Ja, das waren dann auch echt, das ist einfach zu viel.
Aber Stigmatisierung, Vorurteile, ist das also grundsätzlich ein Thema für dich?
Also ich habe das noch nie einem Arbeitskollegen mitgeteilt.
Auch kein Arbeitgeber dann?
Ne, was ich habe. Also mein Genesungsbegleiter, der jetzt nicht mehr dort arbeitet,
der hat jetzt einen neuen Job angefangen aus seinem damaligen Studium,
irgendwas mit Elektrotechnik.
Der hat das aufgelegt tatsächlich, was er hat und das hat er auch.
Er hat damit nur positive Erfahrungen gemacht. Weiß ich nicht,
ob mein Leben anders da ausgesehen hätte, wenn ich mich meinen Chefs irgendwann
mal geoutet hätte und gesagt hätte, ich bin bipolar,
ich habe da manchmal so ein bisschen emotional meine Probleme,
das auszuhalten oder das und das und ich brauche mehr Regenerationstage.
Weiß ich nicht.
Meine Chefin hat die Psycho, also die schon auch als Verrückte dargestellt und
also schon auch nicht sehr positiv über diese Menschen halt geredet.
Und das hat mich halt daran gehindert, das in irgendeiner Weise mal offen zu
legen, auch tatsächlich, dass ich ein Teil von diesen verrückten Menschen halt einfach bin.
Jetzt, wenn du von dieser Firma erzählst, denke ich, was für Arschlöcher,
gut, dass du da raus bist, ganz ehrlich, es tut mir echt leid.
Ja.
Ich meine, das ist ein sozialer Bereich und dann hockt so eine...
Arschloch-Tussi da und sagt, und lästert immer psychisch kranke Menschen.
Also lästert oder was auch immer.
Aber sage ich, Lady, du bist am falschen Platz. Macht mich jetzt ganz sauer.
Ich merke es, ja.
Da bin ich dann empathisch.
Also mir gegenüber bist du sehr oft verständnisvoll und empathisch.
Ja, ich sage ja, es kommt echt drauf an. Ich mag kein Geweine.
Aber gleichzeitig werde ich super aggressiv bei Rassismus und Benachteiligung
von Menschen. Da werde ich direkt...
Geht mir ähnlich, ja.
Da bin ich direkt die Weltrevolution. Daher, ich bin, aber ich weiß nicht,
ob das empathisch ist oder ob ich da einfach… Ein starkes Gerechtigkeitsempfinden.
Ja, ich glaube, das ist ein Thema, das ich schon immer habe,
wo ich immer wieder gegen Wände läufe und mich mit Lehrer und Schollschuss angelegt
habe in meinem Gerechtigkeits… Mit Lehrern?
Ja, wenn man von klein auf anzieht. Ich verstehe ja die Probleme, die meine Tochter hat.
Gleichzeitig versuche ich sie einzufangen, zu sagen, ja, aber sie sind trotzdem
deine Lehrer. oder was auch immer,
mit wem sie auch immer sich ungerecht behandelt fühlt oder überhaupt.
Weil ich weiß, das ist auch nicht immer dein Leben wird der Durchschnitt einfacher,
wenn du jedes Mal denkst, ich brenne die Bude nieder. Ihr Arschlöcher.
Also ich kenne das Problem nicht, aber wie ich sage ja, ich habe ja auch erst
seit zwei Jahren ungefähr die Diagnose, weil ich ja vorher mich darum nie gekümmert
habe und immer dachte, ich bin einfach nur depressiv, aber es ist auch egal.
Und ich arbeite jetzt in dieser Firma 15 Jahre, Also es war nie ein Thema damit,
dass ich mich damit irgendwo bewerben musste,
Und gleichzeitig trage ich es, also was heißt, ich trage es von mir,
ich habe damit kein Thema.
Wenn man sich unterhält und dann heißt dessen, dessen, habe ich kein Thema,
irgendjemandem zu erzählen, was ich habe.
Aber gleichzeitig erzähle ich es ja nicht, weil es kein Thema ist.
Also ich würde jetzt nicht sagen, hallo, ich bin Kai, ich bin bipolar.
Warum? Wenn interessiert es. Aber wenn man sich unterhält und dann über Probleme
sagt, ja, kenne ich, verstehe ich und ich habe auch eine bipolare Erkrankung.
Also es ist kein Geheimnis, sondern es ist aber auch kein Thema.
Daher wüsste ich nicht, ob ich in einem Bewerbungsgespräch heute es erzählen
würde, weil es ist auch da für mich ja im Moment kein Thema.
Weil ich habe jetzt durch meine bipolarer Krankheit jetzt nicht irgendwie,
dass ich dann irgendwie mal wochenlang krank war. Weil ich kenne halt auch diese
manische Phase. Ich kenne das Hypo-Man.
Also ich war jetzt noch nie in einer Klinik oder in irgendwas.
Daher müsste es ja auch nicht, also ich würde ja auch nichts verbergen,
dass irgendwelche Gefahren bestehen, weil die trotzdem bestimmt irgendwo bestehen,
aber daher wäre das auch kein Geheimnis und gleichzeitig auch kein Punkt irgendwie.
Also daher fällt mir das immer schwer, gleichzeitig weil ich ja auch eigentlich
sehr offen bin zu Themen und keinen Bock habe, irgendwie mich zu verbergen.
Ja, das ist halt ich verberg mich halt dann auch. Und das ist halt,
es fühlt sich halt immer ungut an, weil du musst halt lügen.
Und das im Bewerbungsgespräch oder dann fühlt es sich halt einfach auch kacke
halt an, aber gleichzeitig denkst du halt, wenn du das dem jetzt erzählst,
dass du bipolar bist, dass du jetzt schon das dritte Mal in der Klinik warst
und monatelang ausgefallen bist.
So was würde doch niemand einstellen. Das kann mir keiner erzählen, dass mir das...
Das erzählt ja jeder. Nee, das kann man schon erzählen. Nee, Bullshit.
Da hat man es ja auch schon drüber. Wir hatten es ja mit dir drüber,
oder? Dann damals in der... Wie du auf die eine Stelle dich beworben hast.
Also es wird dir wahrscheinlich nirgends als Vorteil...
Nee.
Sondern, oh Gott, da haben wir so eine Verrückte, die uns alle zwei Jahre mal
ein halbes Jahr ausfällt, oder so.
Ja, und das ist halt dann, jo, ätzend.
Ja.
Einfach, also manchmal denke ich so, oh scheiß drauf, erzähl einfach alles und
Und manchmal denke ich so, wenn ich Personaler wäre, ich würde die Person nicht
einstellen. Ganz ehrlich.
Wollte ich sagen, wenn ich eine Firma hätte?
Wenn ich wüsste, die ist nicht so voll arbeitsfähig wie jemand,
der eh nicht gleich qualifiziert ist, dann würde ich doch niemals den Kranken wählen.
Ja, ist leider, wenn man selbst eine Firma hätte, genau dieses Denken.
Ich brauche jemanden, der nicht rund um die Uhr oder 365 Tage im Jahr hat und
nicht jemand, der 200 Tage gut ist und dann 100 Tage weg ist oder sowas.
Ja, genau. Und das ist ja dann nochmal eine Belastung auch für den Arbeitgeber,
was ich ja auch total verstehen kann.
Dafür steht hier auch schön Unterstützung und Anpassungen. Der Arbeitsmarkt
bietet, ich lese einfach nur vor, bietet verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung.
Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Homeoffice oder klar strukturierte Aufgaben.
Wahrscheinlich auch sehr wichtig, ne? Auch ein verständnisvolles Arbeitsklima
und offene Kommunikation sind sehr wichtig.
Zusätzlich gibt es Beratungsstellen, Integrationsdienste und gesetzliche Regelungen,
die Menschen mit psychischen Erkrankungen beim Erhalt oder der Suche nach Arbeit
unterstützen. Also so...
Gerade was flexible Arbeitszeit angeht, ich glaube, das wäre schon wichtig.
Also gerade, weil du weißt ja, was ist, wenn du depressiv bist und einfach nicht
mal irgendwie gefühlt aus dem Bett rauskommst und dich dann jedes Mal krank
melde, ist ja nicht auch doof.
Homeoffice, ja, weiß nicht.
Also ich persönlich würde gerne Homeoffice arbeiten.
Geht das bei euch nicht?
Gein, also nicht in der Abteilung, wo wir sind, weil wir halt dann mit im Hochsicherheitsbereich
vor Ort sein müssen, weil wir da dann nicht irgendwie bei uns zu Hause haben dürfen.
Hast du mal überlegt, die Abteilung zu wechseln? Dass du Homeoffice machen kannst?
Dass du nicht mehr so viel fahren musst?
Ich kann die Abteilung, weil ich kein Ingenieur bin. Als Ingenieur könnte ich
das machen, aber ich bin ja kein Ingenieur.
Daher die Arbeit, wo ich mache, ist leider nur da an dieser Abteilung.
Möglich.
Strukturierte Aufgaben. Mir ist ja nicht zur Hilfe. Ich hasse es ja,
was sie mir anbieten. Als Lösung.
Aber Homeoffice, ja gut. Verständnisvolles Arbeitsklima, das sind wir ja beim
Thema, dann wäre die offene Kommunikation wichtig, aber ist das Arbeitsklima
wirklich verständnisvoll?
Oder denken die dann nur, oh, jetzt haben wir so eine, die fällt alle zwei Jahre
aus für ein halbes Jahr, oh Gott, und dann ist sie ja noch verrückt und Ja.
Schwierig.
Schwierig, wir kennen es, also du kennst ja eher, ich bin ja schon so lange
bei der Firma, ich kenne das nicht, aber daher fällt es mir auch immer schwer,
jemanden Tipps zu geben, weil ich nie in der Situation war, also ich ging halt
davon aus, ich bin depressiv und das ist ja gefühlt jeder auf der Welt,
das ist ja kein Thema mehr.
Das sind viele, ja.
Das ist überhaupt kein Thema und da ich ja nie deswegen beim Arzt war,
war es ja auch nie diagnostiziert.
Dias, hat das nichts zu tun. Ich hatte einmal, aber da lag ich ja im Klinik
mit meinem Arbeitgeber und hatte ja schon gekündigt, dass die können mich mal
und hat mich dann entsprechend krank gemacht und dann hat mein Arzt mich auf
Burnout krankgeschrieben, weil ich einen guten Arzt hatte.
Ich habe dem die Situation erklärt und er hat gesagt, da haben sie doch auf
jeden Fall ein Burnout. Ja, das sehe ich auch so.
Das ging ja ewig und dann haben die dann irgendwann, können die dich ja zum
medizinischen Dienst schicken.
Jedenfalls hätte ich dann zum Psychologe gemisst Und das Gute ist ja,
bis da einen Termin hast, war ja auch meine Kündigungszeit rum.
Also die Zeit, wo ich gekündigt hatte.
Und dann war ich da und dann ging es, ja, da haben die mir noch Medikamente
verschrieben, die ich nie abgeholt habe.
Psychologe, da fängt es ja schon an. Jetzt müssen wir aber auch mal wieder auf
die Füße kommen. Ich denke, ist das dein professioneller Rat?
dich. Und da habe ich nur gesagt, kein Problem, morgen fange ich wohl eine neue
Firma an. Ich glaube, da komme ich wieder auf die Füße.
Okay.
Dann bin ich auch genau so rausgegangen, du Arschloch. Was ist denn das für
ein Tipp von einem Psycho? Also das ist ja ein Arzt das erste Mal,
ne? Psychologe. Ist das ein Arzt? Ja, oder?
Psychologe.
Oder ist das Zehn der nicht als Arzt?
Nee.
Also der verschreibt Medikamente.
Der ist der Psychiater.
Ah, Psychiater. Entschuldigung. Alles gut. Irgendwann muss man das mal merken.
In Folge 100 weiß ich es. Also beim Psychiater war ich, weil der hat mir ja
dann Antidepressiva verschrieben.
Und dann habe ich gesagt, jetzt müssen Sie mal wieder auf die Füße kommen.
Wo ich denke, das ist dein Tipp.
Also ich hatte jetzt zwei Psychiatererfahrungen und beide waren scheiße.
Daher wisst ihr jetzt, warum ich so zu Psychiatern und zu Ärzten stehe.
Okay.
Vielleicht müsste ich auch mal eine gute Erfahrung machen. Und dann,
wo ich denke, der hat mir jetzt geholfen.
Deswegen rede ich lieber mit der Josie hier. Der hilft mir eher.
Also wir können da auch gar keinen Tipp geben. Wir sind ja selbst hin- und hergerissen.
Soll man da auch drüber reden, wenn man sich bewirbt? Ich persönlich glaube auch, es ist schwer.
Gleichzeitig gehst du dann halt schon mit dem Geheimnis rein.
Aber die Frage ist natürlich, kriegst du die Stelle, wenn du das sagst?
Weil natürlich darf das kein Ausschlusskriterium sein. Aber was dir in seinem
Kopf vorgeht, das weiß ja dann niemand.
Ja, dann heißt es halt wie immer, ja, es gab Bewerber, die noch besser gepasst
haben auf die Stelle. So wie sonst halt auch immer.
Genau, das ist ja halt.
Also wie willst du das nachweisen?
Ja, das meine ich ja. Das ist ja das Problem.
Das kannst du nicht nachweisen. Das ist reiner Menschenverstand.
Und wir hatten ja auch einen Personaler, der in unserer Selbsthilfegruppe auch
gesagt hat, ich würde es nicht sagen.
Also aus genau diesem Grund, natürlich offiziell nicht, aber genau aus diesem
Grund würde er es auch nicht sagen. Da waren wir uns ja einig.
Ja.
Und sonst, ja.
Ja? Hast du noch was auf deiner Liste?
Nee, ich habe gerade, ich habe hier völlige Gehirnhänge heute, ich weiß gar nicht.
Wie ist es denn mit Fehlern machen auf der Arbeit? Wie gehst du damit um?
Wenn ich Fehler mache?
Ja.
Wie soll ich denn damit umgehen? Also ich muss sagen.
Ich mache… Oder machst du gar keine Fehler?
Gar keine, wahrscheinlich nicht, aber relativ wenig.
Also wir haben ja immer, wenn was falsch gemacht wird, dann kommt ja immer eine
SLA-Beauftragte gleichgerannt.
Und weil bei uns halt extreme Strafen dran hängen, wenn irgendwas schiefgelaufen
ist oder so. Also für die Firma, nicht für uns selbst natürlich,
weil halt alles extrem SLA-kritisch ist.
Was ist SLA?
Es geht um Zeiten, die man einhalten muss, Vertragszeiten und so weiter.
Also wir haben zehn Sekunden, um zu reagieren und dann haben wir bis eine Lösung
da sein muss, je nach Priorität.
Fängt es bei vier Stunden an und geht bis vier Wochen.
Und das ist aber deutschlandweit, also muss dann in vier Stunden irgendwo in
Deutschland das Thema gelöst werden.
Okay, hört sich sehr stressig an.
Ja, wenn das, also es kommt ja nicht oft vor, aber es sind halt Dinge,
die, es fällt mir immer schwer drüber zu reden, weil es ja auch nicht so drüber reden darf.
Kritische Infrastruktur und so beinhaltet, so ist es ausgedrückt.
Und wenn da irgendwas ausfällt, sollte das halt schnellst wieder gehen.
Daher, und wenn dann halt die Zeit nicht eingehalten wird, gibt es da extreme
Strafzahlungen. und deswegen ist dann die SLA-Beauftragte, SLA-Management steht
dir immer direkt auf die Füße, wenn da Mist gebaut hast, aber...
bei mir, denn 20 Jahre, ich hatte letztes Jahr, ja, wir haben ja jetzt Anfang
26, letztes Jahr habe ich einmal Mist gebaut, aber das war ein sehr kleiner
Fehler und dann habe ich,
das war auch dumm, einfach keine Ahnung, einfach Gierenaussetzer gehabt wahrscheinlich
und dann habe ich gesagt, boah, ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte,
aber ich habe damit auch kein Thema, es hat mich überrascht,
dass ich 20 Jahre, also ich dachte immer,
ich habe es immer angesprochen, warum kommst du nie zu mir, du rennst immer
zu Leuten und dann hat sie immer gesagt,
ich würde schon zu dir kommen, wenn du was falsch machst, also so gehe ich davon
aus, dass ich wenig Fehler gemacht habe. Wenn, dann war es vielleicht nicht so wichtig.
Weil ich gehe ja nicht davon aus, dass es nett
Das war alles, weil jeder macht ja mal Fehler.
Das stimmt, ja.
Aber ich habe, wenn ich missbaue, ich habe damit auch kein Thema.
Echt? Ich hatte damit ein krasses Thema. Tatsächlich, vor allem als ich an der
Uni dann gearbeitet habe, war Fehler machen, auch die Studierenden waren so hart zu einem.
Okay, das ist natürlich, ja.
Und das sind angehende Lehrkräfte.
Für den Lehrern halte ich auch nichts.
Aber ich hatte ja von niemandem was.
Wo ich dann dachte, woher kommt denn diese Abneigung, dieser Hass dann tatsächlich?
Das hat mich sehr auch fertig gemacht, diese sehr überzeugten,
von sich selbst überzeugten Studierenden,
die dann halt tatsächlich fast alles dran setzen, um irgendwie diesen Dozenten
halt das Leben schwer zu machen.
Also nicht alle, aber es gab einige, die waren echt sehr heftig.
Und ich habe ja auch die befragt, also so Fragebögen ausgeteilt,
auch zum Thema Selbstwirksamkeit auf einer Skalierungskala von 1 bis 9.
Und 9 war auch, ich bin überragend, also wirklich in diesen Bereichen kann ich das sehr gut.
Und die haben sich doch überdurchschnittlich sehr, sehr gut selbst eingeschätzt.
Also ich konnte das auch tatsächlich statistisch nachweisen,
dass es nicht nur so ein Gefühl ist, dass die Studierenden so fast schon überheblich
arrogant durch die Welt da rumlaufen,
als Teile von denen, die ich da betreut hatte, sondern dass da auch ein großer
Teil war, die einfach von sich selbst so stark überzeugt waren.
Und dann gehen sie halt in die Praxis und sehen halt, was sie alles nicht können. Und dann ist der...
das Tief schon ziemlich hoch. Also der Fall ist da schon ziemlich hoch.
Also das, so konnte ich den Theorie-Praxisbruch
ein bisschen erklären tatsächlich bei den Studierenden.
Wie ist es denn bei dir mit dem Thema Freiheit?
Also wie reagierst du, wenn du.
Ja, also fühlst du dich irgendwie eingeschränkt oder abgewertet oder gehst du
auch Abwehr auf Aggression oder fühlst du dich da nicht ernst genommen,
wenn du nicht ein gewisses Freiheitsgefühl in der Arbeit hast.
Also ich kenne das, du schaust mich so an, als hättest du keinen Plan von dem, was ich erzähle.
Mein Blick hat meine gerade, hä?
Weil ich kenne das Gefühl von Freiheit extremst gut.
Also irgendwo, wenn ich schon lese, zeitliche Datenerfassung der Arbeitszeit,
kriege ich schon die Krise.
Ah, okay.
Sowas halt zum Beispiel. Oder abstempeln müssen oder so. Oder alles,
was so ein bisschen meine eigene Selbstständigkeit oder Freiheit einschränkt
im beruflichen Kontext.
Da habe ich extreme Aggressionen und Abwehr dagegen.
Also Abneigung auf jeden Fall. Ist es bei dir ähnlich oder nicht?
Ich bin ja auch kein guter Angestellter. Auch wenn ich da jetzt schon seit Jahren
hingehe und pünktlich, relativ pünktlich bin.
Aber ich bin ja ein Freund von flexiblen Arbeitszeiten und, aber ich habe es nicht.
Hast du eine Stechuhr oder hast du musst du eine Ecke?
Ja klar, also wir haben eine Zeitaufassung. Klar, du musst ja, dass du da bist.
Okay.
Eine Stechuhr. Also bei uns gibt es Gleitzeit, aber die betrifft dann auch wieder
alle anderen Abteilungen außer uns.
Okay.
Weil wir ja im Schichtbetrieb sind. Sprich, da muss ja immer jemand da sein.
Das stimmt.
Das heißt, du hast eine Übergabezeite von einer halben Stunde.
Das heißt, du hast eine Beweglichkeit von einer halben Stunde, in der du da sein musst.
Andere Abteilungen haben das nicht, weil die haben einfach nur Gleitzeit und
die kommen halt zwischen sechs und zehn, glaube ich. Bis 19 Uhr dürfen sie auch bloß bleiben.
Ab 19 Uhr müssen sie aus der Firma draus sein. Die kommen auch nach 19 Uhr nicht
mal rein mit ihr. Also wir haben ja eine Sicherheitspforte.
Da wird ja automatisch gestochen, wenn du reinkommst.
Die kommen nach 19 Uhr nicht mal ins Gebäude rein. Und am Wochenende auch nicht,
weil da würden sie eigentlich nicht arbeiten.
Weil Sicherheitsding, dann können sie halt auch nicht rein, weil da könntest
du nicht nachts um die Firma rein und dumme Dinge machen. Außer wir. Wir können immer rein.
Aber dafür haben wir keine Gleitzeit. Ich hätte lieber Gleitzeit.
Oder überhaupt ein Zeitkonto hätte ich gern. Das haben nicht alle andere außer unserer Abteilung.
Also könntest du keine Überstunden aufbauen und dann abbauen?
Ja, das wird alles abgekappt. Du kannst Minusstunden machen.
Theoretisch bist du dann und dann machst du, irgendwann musst du heute einen Tag kommen.
was ich eine sehr beschissene Lösung, Regelung finde, weil alle andere haben
das nicht, nur wir haben das und,
Plusstunden steht dann immer hier und dann bau die mal schnell wieder ab also
habe ich immer minus, keine Ahnung ich darf ja bis minus 30,
ich habe minus 30 kriege ich vom Gehalt abgezogen,
deswegen bewege ich mich immer zwischen minus 1 und minus 30 hin und her aber
durch meine Schichtschieberei oder Einspringerei mache ich halt auch immer wieder viel Plus Das.
Wollte ich gerade.
Sagen. Also ich kriege die immer wieder locker rein. Also ich habe schon den
Monat reingegangen, bin, habe da minus 30 Stunden gehabt nach...
nach fünf Tagen oder so. Aber im Monat wieder rausgegangen mit null oder so.
Es ist schon extrem bei uns, was, ich weiß nicht, ob das jeder hat,
aber ich habe schon extreme Verschiebereien drin.
Und du fährst dann jeden Tag nach Frankfurt?
Wenn ich arbeite, fahre ich nach Frankfurt, ja.
Und hast du dann kein Hotel dort, sondern fährst jeden Tag dann wieder nach Hause?
Krass. Das ist weit, oder? Also wir, meine Eltern leben ja in Frankfurt.
100 noch was Kilometer. Ding ist, ich habe natürlich, ich gucke immer wieder
mal, weil wenn ich irgendwie, also das ist gerade so Spätschicht,
das sehe ich ja meiner Familie gar nicht.
Weil ich bin im Bett, wenn ich heimkomme und bin schon wieder aus dem Haus,
wenn ich aufstehe, zur Arbeit gehe.
Da lohnt es eigentlich nicht, dass ich heimfahre. Aber ich arbeite auch nicht
viel Spätschicht, weil ich meine Spätschicht oft wegtausche mit einem Kollegen,
der nicht gerne Nachtschicht arbeitet.
Seit 20 Jahren mache ich meinen Tausch, ich mache seine Nachtschicht und er
macht meine Spätschichte. Ah, ich
Da habe ich die nicht oft. Aber ich gucke trotzdem, habe schon immer wieder
mal geguckt, was es denn kosten würde, wenn ich irgendwie so ein Zimmer,
eine Wohnung in der Gegend dort irgendwie noch hätte, eine kleine, so ein Zweitwohnsitz.
Aber es ist halt auch völliger Wahnsinn, was da auch über die Preise sind.
Es kommt mich immer noch billiger an. Ich fahre im Monat halt,
keine Ahnung, 5.000 bis 6.000 Kilometer. Und es kommt mich immer noch billiger,
als dort oben eine Wohnung zu nehmen.
Was ja völlig wahnsinnig ist eigentlich.
Also gut, ich rechne natürlich den Verschleiß vom Auto nicht mit,
weil ich fahre halt Autos eh nur bis zum Tod.
Andere, achten wir auf Kilometer, mache ich ja nicht. Ich fahre ja ein Auto,
bis es irgendwann stirbt, nach hoffentlich 6, 7, 8 Jahren erst.
Bei 60.000 Kilometer im Jahr passiert es halt dann einfach irgendwann.
Daher habe ich auch keine Gefühle für Autos.
Okay.
Also ich liebe Autos. Ich finde, wir sollten keine mehr haben als Menschheit.
Aber ich liebe Autos natürlich.
Ich fahre eigentlich auch ganz gerne Auto. Auto ist böse.
Aber es ist natürlich bequem. Und wenn ich irgendwo bin im Urlaub,
habe ich gerne ein Mietauto, weil ich bin gerne flexibel.
Aber ich komme ja auch vom Dorf. Bei uns ist alle Stunden ein Zug durchgefahren
und zweimal am Tag ein Bus.
Das heißt, mit 18 hattest du deinen Führerschein und ein Auto,
weil du wolltest ja aus dem Dorf raus, ohne mit dem Fahrrad zu fahren.
Und die nächste Stadt ist ja dann schon mehr 20 Kilometer weg gewesen.
Jeder, der mit 18 Führerscheinen hat, hat immer erstmal sein Auto vollgeladen.
Als wurde ja einer nach dem anderen.
Und dann ist er mit allem mal zu McDonald's gefahren, die 20 Kilometer.
Das war ja noch was Besonderes damals.
Das war so immer die erste Fahrt, die du machen musstest.
Und dann wurden wir ja immer mehr mit Autos. Sprich, der Konvoi wurde größer,
sonst konnten mehr Leute mitfahren.
Allein, dass McDonald's damals echt was Besonderes war, das ist echt,
wo ich groß geworden bin hier. Nee, aber schon, wir haben es den heute ein bisschen
rumgeirrt in dem Thema, aber ich denke, hast du noch irgendwas?
Nee, tatsächlich nicht, außer dass halt Arbeit total sinngeber sein kann.
Seht ihr, das sind wir für entschieden.
Ich hasse Arbeit.
Und Identitätsstiftung sein kann.
Ich habe keine Identitätsstiftung. Also ich müsste, das ist ja wirklich ein Thema, also Leute,
einfach Arbeit als Intentitätsstiftung und die arbeiten müssen,
um sich selbst irgendwo in eine Stelle und ich verstehe es gar nicht.
Nicht?
Ich müsste nicht arbeiten. Ich gehe wirklich nur arbeiten, weil ich das Geld brauche.
Das ist ja auch mein Problem, warum ich bis heute nicht weiß,
was ich arbeiten möchte, weil ich möchte dieses, also ich hätte gern mal,
also ich hätte gern irgendwann mal studiert, aber so in Richtung Programmieren
und so weiter, aber weil mich das interessiert.
Das habe ich ja halt dann, als ich dann irgendwann wusste, okay,
ich würde gerne in die Richtung gehe, hat mein Vater dann gesagt,
jetzt machst du mal eine Ausbildung.
Weil bis dahin wusste ich ja gar nicht, was ich will und war auch entsprechend
gut in der Schule. Hat mich halt einfach nur durchgeschleppt ohne Lust auf die Schule.
Und als der dann gesagt hat, und wie es dann darum ging, nee,
jetzt gehst du mal eine Ausbildung, dachte ich, aber ich glaube,
ich würde lieber mein Abitur noch machen jetzt und dann studieren.
Dann hat man einfach gesagt, nee, du gehst jetzt, machst eine Ausbildung.
Echt?
Das halte ich mir ein bisschen vor, aber... Das glaube ich, weil mein Bruder
durfte dann studieren danach oder sein Abitur machen. Mein nächstes,
ich habe ja viele Brüder.
Ja.
Und der war jetzt auch nicht gut in der Schule.
Okay.
Aber egal, man muss ja auch mal verzeihen können, ich finde mit 50,
mein Vater ist ein bisschen Rente.
Was war denn seine Motivation?
Dass ich einfach bis dahin ja nie wusste, was ich will.
Also ich habe ja mich einfach nur durch die Schule geschleppt,
so mit Minimalaufwand, weil wenn du ja kein Ziel hast, ist es ja auch schwer,
sich für irgendwas zu motivieren.
Auf jeden Fall, ja.
Und das war mein Ding. Schule war halt eine Pflicht. Aber ich wollte auch nicht
arbeiten gehen. Also daher kam ja dann dieses, nee, arbeite gar nicht.
Jetzt muss ich doch mal überlegen.
Und dieses Computer-Thema kam ja einfach erst später dann. Also zu meiner Zeit
hat man ja keine PCs gehabt. Gab es die überhaupt?
Also zu meiner Zeit, da waren ja Rechner noch große Rechneranlagen.
Ich wollte gerade sagen, die gab es glaube ich schon.
Ja, PC gab es nicht, das kam ja später. Es gab halt große Rechner,
damit hätte ich ja nicht gearbeitet.
Aber daher hatte ich nie Ich hatte nie einen Wunschberuf und bis heute weiß
ich nicht, was ich gerne machen würde.
Daher werde ich wohl da bleiben, wo ich bin, bis zur Rente und dann werde ich nichts mehr machen.
Ich wollte mit zwölf, habe ich gesagt, ich will Psychologin werden oder Philosophin oder Nonne.
Das ist natürlich. Ich habe irgendwann geschrieben Feuerwehrmann,
aber auch nur, weil es nebenan alle freiwilligen Feuerwehren haben das aufgeschrieben.
Ich habe gesagt, das schreibe ich auch auf. Ich war nie in der Freiwilligen
Feuerwehr. Ich habe null Interesse gehabt.
Damit seht ihr, was mein Problem ist. Und ich habe ja Kinder.
Und ich sage, mir ist Schule nur dahin wichtig, dass die Kinder irgendwann entscheiden
können, was sie machen wollen.
Und nicht von ihrer Schule dazu gezwungen sind, weil sie haben halt nur Mittlereife
oder was weiß ich. Und dann kannst du halt einfach nicht studieren.
Oder nur mit extremen Umwegen.
Ansonsten ist mir die Schule null wichtig. aber sie machen sich halt selbst
das Leben schwer. Das ist schwer zu erklären den Kindern.
Wieso? Also wieso machen die sich das Leben selbst schwer?
Weil halt scheiß Note sind halt scheiß Note. Note sind scheißegal in meiner
Auge, aber leider gucken Leute drauf und sagen, nee, ich soll dir eine Ausbildungsstelle
geben. Was, du willst bei mir studieren? Du hast nur Sechser?
Als Extrembeispiel haben sie ja. Und daher, du wirst halt bewertet mit Noten,
was ja völliger Bullshit ist.
Also ich habe auch Bewerbung, dann habe ich Bewerbungstests gemacht,
als Ausbildung, als Bewerbungstests und hab da,
super abgeschnitten. Mein Chef, der Zukunftschef konnte es gar nicht glauben.
Wieso hast du so schlechte Noten? Weil ich keinen Bock hatte.
Aber es heißt ja nicht, dass ich dumm bin, sondern es hat mich einfach nicht
interessiert. Dann machst du irgendwelche Tests mit was, was da alles getestet wurde.
Da hast du halt gezeigt, du hast schon was im Gehirn, du hast es nur nicht verwendet.
Ja.
Daher habe ich gesagt, ich halte nicht viel von Schulen, aber ich weiß halt,
dass es den Kindern oder dann später Erwachsenen das Leben deutlich einfacher
macht, wenn die mal gute Noten haben.
Meine Frau hat sich beworben und die hat ja auch nur einfach den Schulabschluss
gemacht mit lauter Einzer.
Ja, viele denken halt durch so gute Noten, ja, Pflichtbewusstsein,
kann lernen, ist leistungsfähig und so weiter.
Also das wird mit sehr vielen positiven Dingen konnotiert. Aber wahrscheinlich heißt es nur.
Die Eltern haben genug Druck gemacht und du hast dann halt dir den Druck machen lassen.
Oder deine Eltern hatten überhaupt die Zeit, mit dir zu lernen.
Deine Eltern konnten selbst Deutsch, da fängt es ja schon an.
Sprechen deine Eltern kein Deutsch, dann hast du schon mal ein Problem,
weil dir zu Hause keiner helfen kann.
Die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland ist ein großes Thema.
Deswegen sage ich, ich halte ja nichts von Schulen, aber ich akzeptiere,
oder muss es akzeptieren, dass es wichtig ist, weil Leute ja irgendwie dich bewerten wollen.
Und daher muss ich meine Kinder immer wieder sagen, nein, Noten sind wichtig, auch wenn es ist.
Noten sind uns nicht wichtig, aber es wird dir das Leben leichter machen Und so ist es richtig.
Wenn du eine Fünf heimbringen würdest, wären wir nicht sauer.
Echt nicht? Die kommen nicht nach Hause und müssen Angst haben vor euch?
Nein, nie.
Okay.
Also wir ärgern uns, weil meine Kinder nicht dumm sind. Du merkst ja,
die kommen relativ leicht zu ihren Noten, zu denen sie kommen.
Die haben ja, also meine Großtochter hatte nur eins an zwei,
als sie aus der Grundschule rauskam.
Da hast du das erste Mal, wo Noten interessant werden. Und hat nichts dafür getan.
Mhm.
Meine Tochter hat minimal gelernt und es ist sehr schwer, ihr zu sagen,
du musst was lernen, wenn es halt nur gute Note macht.
Zum Glück.
Fällt ihr das Lernen leicht, wenn sie was lernt, weil sonst hättest du keine
gute Note gehabt, weil fleißig war sie nicht.
Kommt nach ihrer Mutter, die guckt sich was an und dann weiß es.
Meine Frau konnte ordnerweise auswendig lernen. So ist die in Prüfungen gegangen.
Das ist natürlich ein großer Vorteil.
Daher kam ihr gute Note. Kai, frag mich schon ab. Und dann habe ich gesagt,
was soll ich denn fragen?
Ja, da steht das und das. Und dann hat sie den Ordner runter.
Das war ja nicht Abfrage.
Aber im Gegensuch fällt ihr dann nicht so leicht.
Dinge in Verbindung zu setzen, wo dann ich halt wieder gut bin.
Ich lerne gar nichts auswendig, aber ich habe es so allgemein,
weil Dinge, die mich interessieren, die sind dann einfach irgendwo gespeichert.
Ich bin da sehr breit gefächert, was mich irgendwie interessiert.
Aber dafür lerne ich nichts auswendig. Das hasse ich.
Ja, heutzutage mit Chat, GPT.
Das ist ja, ich komme doch nach einer anderen Zeit. Da gab es kein Google.
Wo du das Wissen zu jeder Zeit zugänglich hast und dir das schnell aneignen
kannst, ist das schon eine Frage, wie Lernen heutzutage gestaltet werden kann.
Ja, natürlich, das kommt ja noch dazu.
Ja.
Aber ja, daher, ich bin ein hin und her gerissener Mensch, aber das habt ihr
sicherlich schon in einer der vorherigen Folgen mitbekommen.
Ja, ich denke, das war's für heute. Vielleicht kommen wir nochmal irgendwann zu dem Thema zurück.
Es gilt ja für jedes Thema, wir schließen sie ja nicht ab, sondern wir es ist
immer so der aktuelle Stand, wie wir uns gerade denken und fühlen.
Ja.
Und ihr wisst, wenn ihr selbst mal ein Thema habt, meldet euch gerne,
wenn ihr Fragen habt meldet euch gerne, wenn ihr mal hier ein Teil der Aufnahme
sein wollt oder was zu erzählen habt,
meldet euch gerne einfach mail im Affekt Bipolar oder auf Instagram,
da kündigt die Folge immer oder auf Mastodon da sind wir auch Vertreter, wenn jemand da ist oder,
ja das war's eigentlich, das sind so die Hauptdinger, daher ich wünsche euch
noch eine schöne Woche wünsche.
Ich euch auch, drückt mir die Daumen bei den Bewerbungsgesprächen.
Wissen wir gar nicht. Das war eine Stelle, die dich interessiert hat, ne?
Ja, die Mitarbeiter, die Stelle als Personalentwicklung, Teamentwicklung,
das war schon. Dann drücken wir dir die Daumen.
Wir wollen ja auch nicht, dass du eine Stelle landest, die du nur machst, dass du arbeitest.
Hat mein Mann letztens auch gesagt.
Ne, dein Mann? So habe ich auch zu meiner Frau immer gesagt.
Wir können davon leben, von dem, was ich verdiene im Notfall.
Ja, es würde uns...
Such dir lieber was, was dir Spaß macht.
Ja, es würde uns aber finanziell deutlich besser gehen.
Natürlich. Also, wenn meine Frau arbeitet, geht es uns auch immer besser,
als wenn sie nicht arbeiten würde.
Weil meine Frau ja nur nicht gearbeitet hat, wenn es in der Elternzeit war das
so. Schon hatte ich immer gearbeitet.
Aber seit wir Kinder haben, arbeitest halt 25 Stunden Arbeit.
Im Moment weiß ich das nicht.
Ich habe es immer gefragt.
Wie viele Stunden arbeitest du überhaupt? Dann ist es halt, ja,
daher, das ist natürlich den Vorteil, den du dann hast, wenn einer von beiden
genug verdient, dass man im Notfall auch überleben kann.
Weil wenn du jetzt Panik jede Stelle annehmen müsstest, damit ihr nichts Haus
verliert oder so, wäre dann eine ganz andere Situation.
Also ich merke den finanziellen Druck schon. Ja, natürlich.
Aber ihr müsst nichts Haus oder so, wenn du den nächsten Monat arbeitest, oder?
Nee, das jetzt nicht.
Das ist ja ganz wichtig, ich meine, klar.
Oh Gott, ich will mich da gar nicht reindenken.
Es gibt ja genug Menschen, wo du so eng sitzt, dann bist du direkt wirklich
am Ende, wenn jemand seinen Job verliert würde.
Ja, auf jeden Fall.
Dann bleibt ja nichts anderes übrig als jeden Scheißjob. Und davon gibt es ja
genug, die da nur darauf warten, dir so einen Job zu geben.
Ja.
So einen Scheißjob. Die leben ja nur davon, dass sie Leute ausbeuten können.
Ja, aber jetzt sind wir schon wieder nochmal 10 Minuten rangehängt.
Daher, ich wünsche euch was. Wir hören uns in der nächsten Folge.
Macht's gut.
Bis dann.
Ciao, ciao, ciao.
Kai
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