Was erwartet dich als Gast bei uns?
Was erwartet euch als Gast in unserem Podcast?
08.12.2025 118 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wir stellen euch unseren Fragenkatalog vor, welcher Gästen den Einstieg ins Gespräch vereinfachen soll und nutzen natürlich die Chance und auch besser vorzustellen.
Heute stellen wir euch unseren Fragenkatalog vor, welchen Josie erstellt hat um zukünftigen Gästen den Einstieg ins Gespräch zu vereinfachen und damit ihr wisst mit wem ihr es zu tun habt beantworten wir diese auch gleich selbst.
Im Gespräch kommt auch das Thema Suizid vor. Solltet ihr damit ein Problem haben überspringt diese abschnitte bitte. Hilfe findet 24/7 per Telefon bei der Telefon Seelsorge unter 0800/1110111
Für die Episoden des "Im Affekt BiPolar" liegen vollständige Transkripte mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor. Bitte beachten: dieses Transkript wurde jeweils automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegen gelesen oder korrigiert. Das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Hosts
- Josie (Instagram)
- Kai "Dany" Preston (Mastodon | Amazon | Instagram | Bluesky | Website)
Im Gespräch kommt auch das Thema Suizid vor. Solltet ihr damit ein Problem haben überspringt diese abschnitte bitte. Hilfe findet 24/7 per Telefon bei der Telefon Seelsorge unter 0800/1110111
Für die Episoden des "Im Affekt BiPolar" liegen vollständige Transkripte mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor. Bitte beachten: dieses Transkript wurde jeweils automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegen gelesen oder korrigiert. Das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Hosts
- Josie (Instagram)
- Kai "Dany" Preston (Mastodon | Amazon | Instagram | Bluesky | Website)
Kontaktadresse
mail@im-affekt-bipolar.de
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Shownotes
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- Pfalzklinikum Klingenmünster (Website)
- Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störung e.V. (Website)
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Musik im Podcast
- Intro: "Bad Ideas" (Clean) von Kevin MacLeod (incomptech.com)
- Outro: "Cheery Monday" von Kevin MacLeod (incomptech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 4.0 License
http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Transkript
Herzlich Willkommen zum Podcast im Affekt Bipolar. Gegenüber von mir sitzt Danny.
Hallo. Hallo, halli, hallö.
Und mir gegenüber sitzt die Josy.
Hey, genau. Wie geht es dir gerade? Wie bist du so? Wie sitzt du gerade?
Ich sitze schon strahlend hier. Vielleicht soll ich mal meine Arme locker.
Ich sitze immer so verkrampft. Aber eigentlich, mir geht es gut.
Ja.
Mir geht es...
Wie war deine Woche? Was Ereignisreiches erlebt? Halloween war ja.
Halloween war, weil ich dieses Jahr nur der Süßigkeitverteiler zu Hause war,
weil ich Frühschicht hatte. Sprich, ich bin um acht ins Bett.
Meine Kinder waren mit meiner Frau und Freunden, keine Ahnung,
die waren knapp dreieinhalb Stunden weg. Die haben die ganze Umgebung geplündert.
Die kamen alle schwer beladen nach Hause. Ich habe nur Bilder bekommen.
Ja, cool. Und du wolltest nicht mit?
Nee, weil ich ja dann, wenn ich Frühschicht habe, dann muss ich um drei raus.
Das heißt, ich gehe um acht ins Bett und um acht wollten die noch nicht zu Hause sein.
Ah, okay.
Auch die kleinste war wild. Die war ja schon tagelang, die hatte einen Abkreuz-Kalender
in der Küche hängen, wann endlich Halloween ist. Die war ready.
Ja, ich liebe Halloween auch. Ich liebe das Gruseln, das sich verkleiden,
die Dekorationen, die man hier in den felsischen Dörfern ab und zu mal sieht,
ist schon richtig geil, wie viel Mühe sich da Leute halt auch geben.
Genau, aber gefeiert haben wir es groß nicht, denn wir bauen ja ein Haus.
Ja, Gott sei Dank. Ihr hattet andere Dinge zu tun.
Genau, wir haben viel, also Parkett verlegen. Ah, was für eine Party.
Voll die Party, ja, total geil.
Geht voll gut in die Knie ja auch.
Ja, na, wir hatten gleich zwei Halloween-Partys. Also wir hatten eine zwei Tage
vorher, also unsere mittlere Tochter ist ja Chili-Darin.
Und dann haben wir die alle eingeladen, gesagt, komm vorbei,
wir machen eine kleine drei Stunde Party.
Da waren neun, zehn kleine Mädchen bei uns im Haus. Wir haben ja dann auch entsprechenden Platz.
Volles Leben.
Kommt zu uns. Da gab es dann abends Hotdogs und die Kinder haben vorher schon
Snacks, also Süßigkeiten mitgebracht und haben hier Party gemacht.
Ich hatte noch Getränke, nur ungesunde Getränke. Nein, eigentlich waren dann...
Sei es Kai, kauf Fanta, kauf Apfelsaftschorne und dann gab es da schwarze Fanta, noch so Halloween.
Schwarze Fanta?
Für Halloween, den habe ich auch noch gekauft. Also ich hatte dann drei Sixer
mit Getränke, plus natürlich normale Sprudel.
Und dann hat sich herausgestellt, dass die alle zuckerfrei waren. War gar nicht gefühlt.
Okay.
War das extra? Nee, sind die wirklich standard, wirklich drauf,
aber halt nur ganz klein.
Und dann abends gab es dann noch Hot Dogs zum Abschied und dann hatte ich mir
so viel übrig, weil die natürlich alle so viel Popcorn gegessen haben den ganzen
Tag, dass die gar keinen Hunger hatten.
Okay.
Also haben wir dann kurzfristig noch freitags von allen dreien noch so die beste
Freunde, Freundinnen eingeladen.
Keine Ahnung, sechs, acht Kinder freitags da und haben dann nochmal,
wurden auch alles satt am Ende.
Schön.
Jetzt haben wir immer noch ganz viel Fun da zu Hause.
Ja, kannst du mal herbringen.
Ich habe da immer Angst, dass ich zu wenig habe. Also kaufe ich immer viel zu viel.
Das Schlimmste ist, dass mir die Getränke ausgehen. Alles andere ist egal,
aber Getränke müssen da sein.
Jetzt haben wir hier, haben wir es erstmal weggeschlossen Kinder hier weg sucht,
das muss ja auch nicht sein.
Das stimmt.
Da haben wir Halloween gut mitgenommen.
Auf jeden Fall. Ja, wir haben ein Parkett verlegt. Gestern waren wir auch am
Haus und haben die Duschkabinen, nicht die Kabinen, sondern nur die Sanitäreinrichtung.
Ich dachte schon, du riechst heute so gut hier.
Echt, ja? Ich dusche. Montag und Donnerstag ist ja immer Training und da wird auch immer geduscht.
Stimmt, du spielst ja Badminton.
Passt das ganz gut. Aber ansonsten war meine Woche halt echt durchwachsen.
Also ich schlafe unglaublich viel.
Ich bin ja noch aktuell nicht in Arbeit, sagen wir es mal so,
und habe sehr stark mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen zu kämpfen.
Und sehr starke Aufschieberitis ist gerade, ich nenne es immer liebevoll Aufschieberitis
bei mir, aber ich glaube, es ist was Krankhaftes.
Was?
Auch wenn mir mein Gehirn was anderes sagen will, dass ich dumm,
faul und egoistisch bin und meinen Mann alles machen lasse, ist dem aber, glaube ich, nicht so.
Dann hätte er sich doch beschwert, oder? Wenn alles machen, das jetzt aber nicht.
Beschweren tut er sich, nur wenn ich malig bin.
Ach so.
Oder generell, ja doch, beschweren tut er sich auch schon ab und zu mal.
Ja, das gehört ja dazu.
Das ist normal, gehört dazu, zu einer Beziehung.
Er hat sich gerade letztes Mal, solange 51 Prozent positiv ist, dann ist er doch okay.
Ja, genau.
Natürlich ist es besser, wenn mehr, aber.
Ja, nee, doch, es läuft aber ziemlich gut zwischen uns. Für das,
dass wir sehr viel Stress mit dem Haus haben und sehr viel zu tun haben.
Ja, das ist ja so ein Beziehungskiller-Hausbau, ne?
Ja, Kinderkriege habe ich gehört, das ist auch so ein Beziehungskiller.
Das ist eine andere große Beziehungskiller.
Aber ihr habt ja, ihr habt Haus renoviert, ne?
Ja, wir haben es gekauft. Nee, wir arbeiten auch nicht gut miteinander bei so Dingen.
Nicht?
Gar nicht. Meine Frau und ich können nicht zusammen, also so handwerklich Dinge,
also das fängt ja schon an, dass ich handwerklich völlig unbegabt bin und auch
gar keine Geduld dafür habe.
Okay.
Das ist der Grund, warum ich am Computer arbeite. Da habe ich super Geduld.
Sehr viel Hass, weil es nicht funktioniert, aber Geduld.
Weil ich denke, ja, das liegt wahrscheinlich an mir. Und bei Handwerk,
ich habe zwei linke Hände und ich raste sofort aus, wenn es nicht funktioniert.
Und meine Frau ist die Handwerkerin bei uns. Also die bastelt auch ganz viel.
Und alle Schränke, die wir haben, hat eigentlich sie zusammengebaut.
Und ich habe vielleicht mal was gehoben.
Oder dann, wenn Kraft benötigt wurde, dann wurde ich gerufen.
Ja.
Also die hat jetzt gerade das Wohnzimmer so. Also ich habe ja gesagt,
die Küche hat sie renoviert. Und dann wurde plötzlich noch das Wohnzimmer mitgenommen.
Deswegen haben wir die Aufnahmen nicht bei mir zu Hause machen können.
Ja, ja.
Dann komme ich dann rein. Ich war ja dabei. Die Schränke hat sie alle rausgeschmissen.
Die waren sehr hässlich.
So Sideboard-Schränke, wie auch immer das Zeug heißt. Jetzt hast du die gleiche,
aber eine andere Farbe gekauft.
Also wir sind von weiß zu dunkelgrün gewechselt.
Oh, schön.
Also wir haben unseren Style geändert scheinbar. Also wir, sage ich so schön.
Also meine Frau hat den Style für uns geändert.
Und dann gehe ich arbeiten, komme zurück und unser ganzes Wohnzimmer ist umgebaut.
Also die haben die Schränke, hat sie dann mit unserer kleinsten,
ich habe Bilder gesehen, mit der kleinsten zusammengebaut.
Ja.
Die kleinste hier schön mit Maurerkimme hin, hat sie auf dem Boden gekniet und hat geschraubt.
Couch und alles ist umgestellt. Ich wundere mich immer wie meine Frau.
Das ist krass. Das hört sich an, als wäre es eine Powerfrau.
Ja, wenn sowas angeht, dann legt sie los. Jetzt haben wir halt ein komplett
umgestelltes Wohnzimmer.
Und die Schränke stehen, also ich musste da gar nichts machen, wieder Glück gehabt.
Zum Glück musste ich arbeiten. Also genau, weil wir dann da gar nicht harmonieren beim Arbeiten.
Ich denke immer, das muss man doch wissen, was man da macht.
Und meine Frau arbeitet halt anders als ich.
Daher haben wir früh gewusst, wir werden kein Haus bauen. Das wird unsere Ehe
vielleicht nicht überleben. Man weiß es nicht.
Ja, vielleicht wird ihr auch dran gewachsen. Also wir wachsen da auch dran.
Wir haben ja den Hausvertrag unterschrieben mit der mündlichen Zusage,
dass wir nichts machen müssen außer streichen.
Ah.
Und dann kam dann doch heraus, oh, wir müssen den Innenausbau komplett alleine machen.
Ach so. Ah, ja, so.
Also das war…
Ah, das sind immer die Überraschungen.
Die ja gar nicht hab ich, ne?
Aber für das, was wir jetzt alles geleistet haben oder auch vor allem mein Mann
gemacht hat, also ich bin da mega stolz auf ihn, der hat gefließt,
der verlegt Parkett, der bohrt, der sägt, der macht alles und kauft sich cooles neues Werkzeug.
Ja, natürlich.
Also der geht da schon drauf, also ja, das macht ihm Spaß.
Der Neues ist von sich kennengelernt.
Ja, schon so ein bisschen.
Der ist Hausmeister Bob oder Handwerker Bob. Handwerker Bob. Baumeister Bob.
Baumeister Willi oder wie mein Neffe immer sagt, Onkel Nice. Baumeister Nice.
Ja, schön.
Gut, wir haben heute was Besonderes vor, habe ich gehört.
Ja, was Besonderes. Wir wollen ja mal, also wir haben ja gesagt,
wir werden einen Fragenkatalog erstellen aus zehn Fragen. Das sind jetzt zehn plus zwei Fragen.
Zehn plus zwei geworden.
Genau. Einfach damit Leute, die in Zukunft zu uns kommen, wissen,
welche Fragen werden kommen.
Wobei wir auch ganz klar sagen, wenn Gäste kommen, wenn Fragen dabei sind,
die ihr nicht beantworten wollt, lassen wir die direkt weg. Dann werden wir gar nicht diskutieren.
Das geht darum, dass ihr euch bei uns wohl fühlt.
Wir werden hier niemanden Druck aufbauen, also daher keine Angst.
Du musst jetzt hier beantworten die Frage. Wir fesseln dich und knebeln dich.
Und wenn dann jemand einfach irgendwo abschweifen möchte und sagt,
ich muss da jetzt ganz dringend was erzählen und loswerden, go for it.
Dann ist es so.
Wir legen nur was vor, dass wir uns gemeinsam dran langhangeln können und dass
ihr nicht überrascht werdet, aber wir sind grundsätzlich flexibel.
Aber wir haben ja gesagt, jetzt werden wir natürlich auch selbst mal die Fragen beantworten.
Genau. Wir hatten uns so entschieden jetzt gemeinsam, und dachten wir,
das ist eine gute Idee, dass nicht einer so viel am Stück babbelt und labert,
dass wir das so machen, dass wir einfach die Fragen für uns beide durchgehen und beantworten.
Nicht in zwei Folgen, sondern wir beantworten sie beide.
Und jeder, wie lange es wird, kann es sein, dass wir irgendwo zwischen sich
drin einen Schnitt machen, dann teilen wir es auf zwei Folgen auf.
Wir wollen ja gucken, dass wir so bei einer Stunde ungefähr bleiben.
Ja, wann haben wir gestartet und wie viel Uhr?
Alles noch gut.
Du hast die Uhr im Blick?
Gar nicht. Also zehn Minuten haben wir jetzt, glaube ich.
Okay, alles klar.
Also das kriegt ihr ja dann im Nachhinein mit, wenn es irgendwo endet.
Dann sagen wir. Und den Fragenkatalog, den könnten wir vielleicht auch auf unserer
Homepage hochladen oder veröffentlichen. Ich würde den dann nochmal überarbeiten.
Wäre das möglich für die Gäste?
Irgendwie kriegt man es schon hin. Das findet ihr, ja, wir kriegen es hin.
Oder wir schicken den euch dann zu.
Das bestimmt auch auf jeden Fall. Und wir haben ja gesagt, wir haben auch eine E-Mail-Adresse.
Jetzt habe ich auch mir sie extra aufgeschrieben. Wenn ihr Fragen habt,
wenn ihr dabei sein wollt, wenn ihr Geschichten habt, schreibt ihr einfach an
mail at im-affekt-podcast.de imaffekt.
Minus bipolar.
Minus bipolar. Im Affekt bipolar, sei es unser Podcast, sei es aus unserer Domain,
einfach mit Minusstrich die Worte geteilt.
Da schreibt alles hin, was ihr loswerden wolltet. Wir sind für alles bereit.
Ja, für wirklich alle Themen sind wir offen. Also wir freuen uns auf Gäste,
Leute, die mit uns zusammen hier quatschen wollen über psychische Gesundheit.
Herzliche Einladung dazu. Der Fragekatalog, du hast es schon gesagt,
hat eigentlich zehn Fragen plus zwei.
Die ersten, also die Frage 0 und die Frage 00, die werden wir jetzt nicht beantworten.
Also die Frage 0 ist, was ist deine Erwartung an den Podcast?
Das wäre halt für die Gäste halt ganz interessant und ganz am Ende von dem Fragekatalog.
Und wie war es? Wie ging es dir?
Haben sich deine Erwartungen erfüllt oder hat sich...
wie ging es dir halt einfach, wie war es beim Podcast?
Und unsere Erwartungen kennt ihr ja schon, wir wollen die Welt verbessern oder die Welt retten.
Die Welt retten.
Die Welt retten haben wir so definiert.
Genau, die Welt retten mit dem Podcast. Dann starten wir einfach mal,
oder? Ja, die erste Frage ist, wer bist du?
Das wissen wir ja schon so ein bisschen, aber vielleicht können wir es noch
mal kurz wiederholen. Warum bist du hier? Magst du anfangen?
Mein Name Kai oder Danny. Alter 50, Beziehungsstatus weiterhin verheiratet.
Kinder drei Stunden. Ah, Beruf ist immer so schwer.
Ich arbeite an einem Weltkonzern und darf da gar nicht so viel dazu sagen.
Daher druckst du immer rum.
Achso, dann darfst du rumdrucksen.
Ja, weiß ich nie genau, was ich sage soll, aber ich arbeite zumindest.
Du arbeitest.
Im Schichtbetrieb auch, ja.
Im Schichtbetrieb, im Dreischichtbetrieb.
Rund um die Uhr, aber nicht körperlich, sondern nur geistig.
Ja. Ich bin die Josy, bin 38, auch verheiratet, hat sich nichts verändert,
Kinder noch keine. Wobei da ein großes, dickes, fettes Fragezeichen ist,
also mit 38 Mutter zu werden, ist sowieso schon schwierig.
Da müssen wir irgendwann mal eine Entscheidung treffen.
Ob wir da noch wählen. Genau, aber Projekt Hausbau wird zu Ende gemacht,
dann ziehen wir um in eineinhalb Wochen und dann gucken wir uns manchmal wieder ein bisschen ankommen.
Und dann geht's los.
Genau, Beruf, also beruflich habe ich an verschiedenen Stationen schon gearbeitet,
als wissenschaftliche Mitarbeiterin, als Medienpädagogin und gegenwärtig als
ambulante Jugend- und Familienhelferin.
Aber ich wurde ja gekündigt aus der Krankheit.
Ich bin nicht berufstätig, werde meinen Resturlaub noch nehmen und dann bin
ich fleißig mich am Bewerben.
Ach, du bist also noch da, du bist noch in deiner Kündigungszeit.
Genau, ich habe zwei Kündigungen erhalten. Ich wurde zum 31.12.
gekündigt und dann zwei Wochen später kam die zweite Kündigung zum 31.01. nächsten Jahres.
Ah, haben sie gemerkt, dass sie Mist gebaut haben?
Keine Ahnung. Das Integrationsamt hat sich jetzt noch eingemischt,
weil ich eine Internetpräsenz habe.
Das wäre ein Fehlverhalten von mir, weil ich eine Internetpräsenz habe.
Ja.
Aber da habe ich jetzt echt keinen Bock. 20, 25.
Du hast ein Internet.
Darauf näher einzugehen.
Das werden wir vielleicht irgendwann in Zukunft, wenn wir dann über deine aktuelle
Firma loswettern wollen. Nein, natürlich nicht.
Gewettert wird nicht. Wir sind loyale Mitarbeiter.
Noch.
Noch. Wenn nicht, dann suchen wir uns was Neues. Die zweite Frage,
da haben wir so ein kleines Intro.
Also ihr kennt das mit Stimmungsschwankungen. Leute oder Personen,
Menschen mit einer bipolaren Störung sind davon extremer betroffen,
man spricht auch von einer manisch-depressiven Erkrankung und diese Stimmungsschwankungen
sind aber bei uns Menschen mit dieser Störung schon anders,
sie sind nicht mehr im Normbereich und häufig kann eine manische,
hypomanische oder eine depressive Phase auch ohne nachvollziehbare Gründe entstehen.
Also man schwenkt dann von einem Extrem in das andere Extrem.
Und je nach Ausbringung der Störung gehen manische und depressiven Episoden
manchmal auch direkt ineinander über,
manchmal liegen aber auch einige Jahre oder Monate symptomfreier Zeit dazwischen,
wo wir ein ganz einfaches, normales Leben führen können, so wie ihr da draußen auch.
Normal in Anführungszeichen.
Normal, ja.
Was ist normal?
Was ist normal? Also deswegen spreche ich auch immer vom Normbereich.
In der Normbereich bezieht sich dann statistisch gesehen zwischen 60 bis 80 Prozent der Leute.
Wie geht es dir gerade so? Wie bist du gerade aufgestellt, Kai?
Und welche Krankheitsphase überwiegt gerade zur Zeit? Auf einer Skala von minus
10, wobei minus 10 hochgradig depressiv ist.
Also wirklich im letzten Loch pfeifend noch atmend. Null wäre neutral und bis
10 wäre hochgradig, manig, schon gemeingefährlich.
Also neutral wäre dann die Normphase?
Ja, also neutral wäre, also Null wäre dann relativ ausgeglichen.
Also im Moment, ich habe, muss ich sagen, die letzte...
Boah, bestimmt ein paar Wochen würde ich mich wirklich so bei 0, 0, plus 1, minus 1.
Also so denke ich, ja, das kann jetzt was sein. Es kann aber auch einfach nur schlechte Laune sein.
So würde ich sagen, bewege ich mich im Moment. Also es gibt schon mal einen
Tag, wo dann schon weiter runterrutscht.
Das ist aber minus 3. Aber es ist alles noch so, wo du sagst,
ja, es kann auch einfach nur schlechte Laune sein.
Man weiß es nicht. Weil es ja auch nicht bleibt dann, sondern Tag drauf bin
ich wieder ganz normal oder da machen deine Kinder was Witziges und du schwankst
direkt von minus drei auf plus drei.
Daher würde ich sagen, im Moment würde ich mich wirklich um die Null rum bewegen.
Zwischen minus drei, plus drei und null rum?
Ja, seit schon ein paar Wochen sogar, glaube ich. Also da war sicher nicht mal
ein Tag zwischendrin, wo dann eher so eine kleine depressive Phase war.
Also es war keine Phase, sondern es war einfach nur so ein depressiver Tag.
Also richtiger depressiver Schub spricht man ja dann manchmal davon, von einem Schub.
Mhm. Genau, aber das ist dann wirklich nur so ein Tag, vielleicht auch mal zwei
Tage, aber nichts, wo du dann danach gesagt hast, boah, das war jetzt wieder
so eine Phase, die wollte nicht zu Ende gehen, die kennt man ja auch.
Und gab es da so einen Auslöser, weil du diesen depressiven Schub hattest oder
kam das einfach total unvermittelt, unbedarft?
Sowohl als auch. Also es gibt einfach Tage, da ist das so.
Es gibt auch, da kann ich klar definieren, da ist irgendwas passiert und dann
hat es dir leider einen Kick verpasst und hat sich über den Rand gestoßen, sage ich.
Dann stürzt du halt ab und bist dann vielleicht auch mal bei minus fünf.
Okay, das hört sich so ein bisschen an, als würdest du gut unterscheiden können,
wann du jetzt wirklich in einem depressiven Loch hängst und wann es doch vielleicht
eher den Umständen entsprechend schlägt.
ein im Normbereich.
Ja, ich glaube eher im Nachhinein immer, weil ich glaube so richtig depressive
Phase, wenn dann irgendwie tagelang wirklich drin hängst und auch gar nicht weißt,
warum und du hängst dann auch einfach und es wird gefühlt einfach immer nur
schlimmer und du kennst ja dann diese Energielosphase und was da alles mit dran hängt.
Oder halt einfach nur, du schwenkst so ein bisschen hin und her.
Aber das ist eher im Nachhinein.
In dem Moment denke ich nur, ist alles scheiße und dann wahrscheinlich denke
ich auch gar nicht drüber nach, ist es eine Phase, ist es nur mal kurz reingedippt oder so.
Da ist man einfach zu sehr in dem Gefühl drin, in der Stimmung drin.
Da fällt es schwer zu reflektieren.
Und ich will dann morgens aufstehen und denke, was war denn das gestern?
Und dann denke ich, okay, es war zumindest kein Glück gehabt,
wieder davon gekommen. Es war nur ein schlechter Tag.
Okay.
Wie sieht es bei dir aus?
Ja, also ich bin ja im Mai diesen Jahres in eine Manie wieder reingerutscht.
Das war meine zweite Manie mit, ich hatte im Mai ein Paargespräch gehabt mit
meinem Mann und mit meiner Psychotherapeutin und Und die haben beide entschieden,
wir müssen jetzt die Reißleine ziehen, Frau ***.
Die sind eindeutig manisch. Mein Neurologe hat zwei Wochen vorher auch mir die,
als er mir die Diagnose mit der Schlafapnoe verabreicht hat oder mir mitgeteilt
hat, dann hat er auch eindeutig festgehalten, dass ich gerade manisch bin.
Und ich habe mit meinem Neurologe noch darüber diskutiert, dass ich ja nicht
manisch bin, sondern nur hypomanisch bin.
Und darauf lege ich ganz besonders Wert. Du hast die Nuancen hier gebracht. Ja, genau.
Und dass es eigentlich doch gerade geil ist, weil ich war depressiv.
Die Energie der Hypomanie ist schon geil.
Auf jeden Fall.
Und das Gefühl der Manie ist schon ziemlich geil. Man leistet so viel,
man schafft so viel, man hat tausend Projekte im Kopf, man will alles Mögliche umsetzen.
Und man ist mega selbstbewusst und selbstsicher, tritt man auf,
diskutiert mit Fachärzten darüber, dass man ja jetzt gar nicht krank ist.
Dafür geht es aber viel zu gut.
Man kann gar nicht krank sein.
Ich weiß.
Genau.
So ein Thema Krankheitseinsicht ist bei mir ein großes Thema und gibt es einfach
dann gar nicht. Wieso soll es mir denn scheiße gehen?
Weil auch als ich dann stationär in der Klinik war, dann wo Leute mir gute Besserungen
gewünscht haben, wo ich sage, was willst du von mir?
Mir geht es super. Also ich habe es gedacht, aber ich habe es nicht gesagt.
Wir haben die Notbremse reingezogen, sodass ich nicht noch heftiger reingerutscht
bin in die Depression, in die Manie.
Aber auch da bin ich dann in der stationär nochmal durchgeknallt,
wo ich die ganze Station aufgerüttelt habe und dann musste ich auch auf die geschlossene wieder.
Oh, okay.
Ich weiß, glaube ich, gar nicht. Ich war da nur ein paar Tage oder eine Woche,
nicht einen ganzen Monat wie beim allerersten Mal.
Aber dazu kann ich vielleicht später mehr erzählen.
Und wir hatten ja, du warst ja auch, also Selbsthilfegruppe sind wir ja beide.
Ja.
Da warst du ja, warst du da. Also wir hatten ja den einen Tag,
wo jeder gesagt hat, okay, die Josie ist,
in der Manie drin, das ist jedem aufgefallen.
Echt, ja.
Aber war das vorher oder war das danach?
Da war ich noch stationär und da wurde ich gerade entlastet.
Also ich wurde noch manisch entlastet.
Ja, genau. Also wir hatten dich dann und jedem war klar, es war so,
also es war jetzt noch so, sie war
extrem witzig drauf, sag ich mal in Anführungszeichen, hatte Redebedarf.
Echt, ja.
Hattest mehrfach deinen Namen genannt an dem Tag.
Echt?
Ja, ja. Aber das ist ja das Schöne in dieser Selbstständigen Gruppe,
jeder weiß sofort Bescheid.
Okay, wir kennen die Josy jetzt schon von ein paar Terminen, so war sie noch nicht.
Interessant.
Aber da kam es ja genau, stimmt, da kam es gerade an dem Tag,
glaube ich, sogar aus der Klinik.
Genau, ja. Ich wurde direkt von Klingmünster kam, ich, die haben mich mitgenommen.
Ach, direkt von dort sogar.
Ja, genau.
Ach, du hast deine Taschen dabei, jetzt muss ich sagst, ja.
Ich erinnere mich, ja, ich war ziemlich gut drauf.
Ja, das war so.
Ich wusste noch, also, wenn ich mich jetzt so erinnere, dass mich die Leute
da schon ein bisschen komisch angeschaut haben oder so witzig angeschaut haben,
aber ich habe es nicht sonst weiter realisiert.
Verstehe, okay. Ja, passt ja dann zur Marii.
Und ich dachte einfach, ja, ich war einfach gut drauf.
An dem Tag hatte doch der...
Sie hat dieses Blatt mitgebracht, der macht ja immer diese Achtsamkeitsübungen
und die Josie hat dann wild dieses Blatt angemalt.
Das habe ich noch zu Hause.
Ja, ne? War schön. War voll im Rausch.
Ja, sehr. Also ja, ich wollte beschäftigt werden. Also jeder Arbeitgeber hätte
sich gefreut in der Zeit, weil da hätte ich wahrscheinlich sehr viel geleistet.
Genau, das ist ja dann auch.
Genau. Und jetzt bin ich aus der Manie, Hypermanie so weit raus, relativ stabil.
Ich musste auch sagen, dass ich mit Psychosen zu kämpfen hatte.
Und auch da hatte ich wieder psychotische Schübe. Und dann war ich nach der
Klinik einen Monat zu Hause.
Das war gar nicht so gut, im manischen Zustand zu Hause zu sein.
Wir haben uns viel gestritten, mein Mann und ich, weil ich sehr nervig sein kann dann.
Also so ist die Rückmeldung von meinem Mann. Und anstrengend.
Also so ist die Rückmeldung mein ganzes Leben lang.
Von meinem Elternhaus oder auch Lehrkräften und so.
Die Josy ist einfach anstrengend. Und ich bin total überfordert mit ihr.
Ich weiß nicht, was ich zu tun habe.
Also das ist nur so nebenbei.
Das haben wir ja später nochmal als Thema.
Dann war ich jetzt sieben Wochen in der Tagesklinik.
Ach sieben Wochen, okay.
Genau, das hat mich nochmal stabilisiert und jetzt bin ich relativ stabil.
Aber du hast ja die depressive Phase nachher erspart bisher.
Ja, also die Woche war schon so einen luftleeren Raum zu hängen,
nicht zu wissen, was du als nächstes machst und dass ich für mich selber eine
Struktur schaffe, das geht gar nicht.
Also ich bin unglaublich disziplinlos und lebe so in den Tag hinein wie so ein
Ball, der im Meer schwimmt und jede Schwingung und jede Welle,
die mich mitnimmt, da gehe ich mit rein.
Okay, da kommen ja schon die äußeren Einflüsse dann natürlich alle mit rein,
das ist dich nicht fördernd, ja.
Ja, und die Kündigung halt noch dazu ist halt auch, das Hausbau ist mittlerweile
auch ein Stressfaktor, aber...
Ja, mein Mann wollte hauptsächlich ein Haus haben und ich struggle noch sehr
mit dem Gedanken, ein Haus und ein Grundstück zu besitzen, weil ich weiß, dass es verpflichtet.
Ich verstehe, was du meinst.
Genau.
Das war der Grund, warum wir es so spät gekauft haben. Also ich muss ja sagen,
ich bin ja ein Zugvogel, nenne ich das mal schön.
Ja.
Ich will ja immer weiterziehen und ein Haus ist halt so, da bleibst du jetzt.
Und das verlässt du das nächste Mal mit den Füßen voraus, wenn es vorbei ist.
Gefühlt, und das hat mich schon extrem belastet. Aber gleichzeitig natürlich
mit Kindern alles, du willst ja auch ein...
Ort schaffe, wo die Kinder wissen, da können sie immer hinkommen.
Ein Zuhause halt, wo Platz da ist für jeden.
Genau, und halt auch, wir haben ja einen schönen Garten und alles.
Das war so mit der Gedanke, wo wir vorher gewohnt haben.
Wir sind ja aus Mannheim gekommen und in Mannheim hast du halt keinen Garten.
Du kannst ja auch kein Haus leisten mit Garten.
Dann sind wir zurückgefallen, weil wir kommen ja dann beide auch von hier.
Unsere Eltern wohnen alle in dem gleichen Ort und daher haben wir dann halt
gesagt, okay, was Miete hier kostet so viel, wir kaufen hier.
Ja, dann kaufen wir halt.
Das war dann auch so diese Vernunftentscheidung und dann bleiben wir da halt
auch bis, wahrscheinlich bis zum Ende.
Oder auch nicht, vielleicht ziehen wir dann weiter, wenn die Kinder ausgezogen
sind, aber die sind alle noch weit weg, die.
Schauen wir. Ja, wird spannend mit dir auf jeden Fall.
Also ich war noch nie so ein Mensch, den es irgendwie weit hinaus getrieben
hat. Ich habe Menschen immer sehr bewundert, die durch die ganze Welt tingeln
und so viel sehen und erleben.
Ich war immer so ein kleiner Hosenschisser und wollte zu Hause bleiben und in
Deutschland und Ausland immer
so ein großes Mysterium. Gut, dann kommen wir mal zur nächsten Frage.
Es gibt ja die bipolare Störung in unterschiedlichen Ausprägungen oder Formen oder Arten.
Je nach Krankheitsepisode oder Ausprägung spricht man dann entweder von einer
Bipolarstörung 1 oder von einer Bipolarstörung 2 oder von Zyklothymenstörungen.
Kurz zur Erklärung, also wir haben diese Definition von der Deutschen Gesellschaft
für bipolare Störungen, die haben da so eine Handreichung, eine Information
zur Erkrankung, die ist allerdings schon ein bisschen alt, fast 10 Jahre von
2016, aber dennoch weiterhin gültig.
Die Bipolarstörung 1, da würde ich mich dazu ansiedeln, das sind Betroffene,
die mindestens über 14 Tage eine andauernde manische Episode haben und mindestens
eine depressive Episode hatten.
Also ich hatte, angefangen hat es bei mir mit einer depressiven Phase,
die sehr schwierig und schlimm war, das war 2020, zu Corona-Zeiten und dann
hatte ich zwei manische Episoden gehabt, also bin ich ganz klar bei Bipolarstörung 1 anzusiedeln.
Und die Bipolarstörung 2, das ist gerade andersherum, das sind die Betroffenen,
eher mindestens über 14 Tage eine Andauerung, haben eine Störung.
andauernde depressive Episode und mindestens eine hypomanische Episode,
also eine leichtere Form der Manie.
Und da hatten wir glaube ich schon im Vorfeld gesprochen, da würdest du dich
eher ansiedeln. Ja, auf jeden Fall.
Also ich kämpfe eher mit den Depressionen. Also ich bin ja eher hypomanisch statt manisch, ja.
Genau. Da können wir vielleicht später auch nochmal genau drauf zugreifen.
Und die Zyklotypenstörung, das ist, da spricht man davon, wenn der Betroffene
mindestens im Zeitraum von zwei Jahren ständig leichte manische und depressive,
Stimmungsschwankungen hat.
Also so Mischformen und nicht ganz stark ausgeprägt zwischen Depression und
Manie, so wie das bei mir voll der Fall ist.
Seit wann hast du, Kai, die Diagnose?
Es ist immer, ich glaube, ich, das ist ja auch die Frage, die wir immer wieder
stellen bei der Selbsthilfegruppe.
Ich glaube, es sind jetzt zwei Jahre, wo ich die Diagnose habe.
Das könnte hinkommen, weil also ich dachte ja immer, ich bin depressiv,
weil haben wir in der Familie depressiv auch mit Diagnose.
Und da ja die depressiven Phasen bei mir eigentlich eher das Thema sind,
dachte ich, ja ganz klar, dann hast du es halt wohl auch.
Und habe ja dann, keine Ahnung, 48, 47 Jahre gebraucht, bis ich mal zum Arzt
gegangen bin und gesagt habe, und eigentlich meine Frau gesagt hat,
jetzt geh halt auch mal und kümmere dich mal um das Thema. Ja, aber brauche ich nicht.
Wenn du alleine leben würdest, würdest du es wahrscheinlich nicht machen.
Würde ich es wahrscheinlich gar nicht machen. Also es zeigt sich auch jetzt,
also ich war dann beim Hausarzt, der hat dann eben diesen Fragenkatalog abgearbeitet,
den ich vorher auch schon online, den gibt es ja auch online.
Also überhaupt, dass ich zum Arzt gegangen bin, dann A, meine Frau und B,
dann den Fragkatalog, dann klickst du den an, der sagt, gehen Sie zum Arzt jetzt.
Und zwar sofort, gehen Sie nicht immer los, rennen Sie los, so ungefähr.
Und ich dachte, ja.
Okay, wahrscheinlich sollte ich dann doch mal hingehen, wenn ich mal Zeit habe.
Und dann, ich gehe auch nicht gern zu Ärzten, es kommt halt alles zusammen,
alles spricht dagegen, dass ich da hingehe.
Und der hat mich dann direkt zum Psychologen geschickt,
Und der hat dann auch seinen Test gemacht und hat dann direkt gesagt,
ja, Bipolar. Also man muss ja erstmal einen Psychologe finden,
da fängt das Problem erstmal an.
Und ich habe dann einer, der hat gesagt, ja, kommst du direkt vorbei?
Hätte mich vielleicht stutzig machen sollen.
Also ich war ja bei einem dann, der hat dann einen Test gemacht,
der ist aber auch spezialist für Bipolar, sagt er, oder steht in seiner Webseite.
Und der hat gesagt, hey, sie sind nicht depressiv, sie sind Bipolar.
Und ich hatte mich ja auch bis dahin gar nicht mit befasst, ich wusste ja auch nicht, was das ist.
Und okay, ja, dann hat er ein bisschen was erklärt, ja, okay,
das macht auch Sinn. weil diese Hypoman-Phase, also man sagt,
es gibt ja Hypoman und Manisch und Hypoman ist ja immer die leichte Form,
was mich immer verwirrt hat.
Und für mich war die Hypoman-Phase einfach, ja, da bist du halt voller Energie
und dann wird die To-Do-Liste abgearbeitet und Leute kennen mich auf Partys.
Wenn ich da Hypoman bin, dann bin ich halt extrem gut drauf.
Die Leute denken immer, ich bin betrunken, aber ich trinke eigentlich kein Alkohol.
Aber das war halt für mich, das war halt schon immer so. Da dachte ich,
ja, Energie-Phase, dann geht es hier ab, dann Party on.
und dann so, deswegen da tue ich mir dann auch immer so schwer mit,
weil eigentlich genieße ich ja meine Hypomanphase, weil es sind ja nicht so
oft und meist auch nicht so lange wie Depressive Phasen, weil da hänge ich ja
dann auch mal, keine Ahnung,
Anfang des Jahres war ich ja da monatelang drin gehangen, es hat einfach nicht
aufgehört, daher, aber das war eigentlich die Frage, die Diagnose, seit wann?
Seit wann hast du die Diagnose?
Genau, also Anfang, was haben wir jetzt, 25, 23,
22, das könnte sogar schon drei Jahre sein, Dann Psychologe und dann eben zur
Selbsthilfegruppe relativ schnell gegangen, weil, was ich auch dann bei der
Selbsthilfegruppe gelernt habe, der Psychologe gibt dir ja nur Medikamente und der Therapeut
oder so war das doch?
Also ja, der Psychologe ist ein Mensch, der Psychologie studiert hat.
Der darf aber noch keine Medikamente verabreichen. Nur Ärzte dürfen Medikamente
verabreichen. Der Psychiater.
Der Psychiater, Entschuldigung. Also beim Psychiater war ich,
weil der hat mir dann einfach nur einen Test gemacht, hat mir Medikamente verschrieben
und jeder Besuch war, keine Ahnung, gefühlt 10 Minuten.
Dann kam es rein und sagte immer, brauchen Sie was? Und ich wusste gar nicht,
was der vor mir wählt ist.
Nein, was soll ich denn brauchen? Und er hatte immer Lithium,
das ist ja so ein Standardding.
Man spricht vom Goldstandard.
Ja, den hatte er mir dann einfach, weil irgendein Blutwert dann halt bei mir sehr niedrig ist.
Und das habe ich dann wochenlang in immer steigende Dossierung genommen.
Du hattest Lithium genommen?
Ja, die ganze Zeit. Also das war das Einzige, was ich je genommen habe,
weil auch dieser Wert nicht hochging.
Also ich habe ja dann, keine Ahnung, jedes Mal vor einem Besuch beim Psychiater
Bluttest gemacht und der Wert ging nicht hoch. Dann haben wir die Lithiumzufuhr noch erhöht.
Aber ich habe nie irgendwie ein Gespräch stattgefunden. Es war immer nur,
brauchen Sie sowas? Und ich wusste einfach nie, was der von mir erwähnt hat.
Nein, was soll ich denn brauchen?
Also ich wusste gar nicht, weil wir haben ja nicht über die Krankheit gesprochen und nichts.
Sondern einfach nur… Also er hat dich gar nicht aufgeklärt.
Gar nichts. Und ich bin ja dann gesagt, alles, was ich weiß,
kam dann von der Selbsthilfegruppe.
Und ich habe nur gemerkt, dieses Lithium, also das war der einzige Unterschied
zu vorher, das hat mich einfach ausgenockt.
Also ich war komplett… Also sowas habe ich… Okay.
Also auch so, ich war nicht mehr in der Lage, irgendwie gerade auszudenken und alles.
Das war wirklich... Und ich habe es dann einfach auch selbstständig,
muss ich ja auch gar nicht gestehe, abgesetzt und bin dann nicht mehr zu dem hingegangen.
Weil, um zu fragen, brauchen sie was? Und dann sage ich,
Nein, was denn? Brauche ich da nicht hinzugehen? Dafür ist mir das zu doof.
Verstehe.
Und seitdem, das dann natürlich wieder genau passend zu mir,
wie ich zu Ärzten stimme und so weiter, habe ich es natürlich auch nicht geschafft,
weil habe ich ja dann in der Selbsthilfegruppe gelernt, es gibt ja dann auch Therapeuten und alles.
Und eigentlich sollte ich mir so jemanden mal suchen und ich habe es auch immer
vor und habe es dann aber auch nie gemacht, weil es nervt mich schon,
dass man die Leute suchen muss und dann warte auf Termine.
Da bin ich nicht gut drin. Wenn ich ein Problem angehe, dann will ich es auch
angehen und nicht ein halbes Jahr warte, bis der Mann Zeit hat,
es mit mir anzugehen vielleicht oder auch nicht. Und da scheitert es gerade.
Ja, verstehe. Aber das ist eine Haltung, die dich halt nicht weiterbringt.
Ja, gut, die hält mich halt auf dem Status, den ich jetzt bin.
Ich weiß, also dann zur Diagnose, für mich war das ja auch, oder das ist eine
Frage, die nachkommt, wie ging es mir damit?
Also für mich war das ja vorher, ja, du bist halt depressiv wahrscheinlich,
da lebe ich ja schon immer mit oder schon lang damit.
Es hat mich aber nur eingeschränkt in Phasen, wo ich halt auch nichts,
wo ich dann halt depressiv war.
Aber es hat mich jetzt nicht im Leben eingeschränkt wirklich.
Also ich habe ja früher viel Sport gemacht und alles und Sport hilft ja auch
gegen Depressionen, sprich ich habe eigentlich nur Depressionen gehabt,
wenn keine Saison war oder Trainingspause und dann hat es mich direkt,
oder auch früher schon die Schule, es war in Ferien, dann bin ich depressiv
geworden, weil du warst ja plötzlich, hast ja dann abgeschaltet und dann bin ich direkt abgestört.
Aber es war jetzt nichts, es war halt einfach so und da denke ich,
ja ist halt so, mache ich ja keinen Kopf drüber und deswegen, wie gesagt.
Du hast es bagatellisiert.
Ja, wahrscheinlich.
Ja, nicht wahrscheinlich, das hört sich so danach an.
Aber ich sage ja, ich bin jetzt 50, bin bisher gut durchgekommen.
Deswegen habe ich auch gesagt, Medikamente, es gibt ja dann auch nicht nur Lithium,
was ja auch Nebenwirkungen hat.
Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht. Er sagt, nimm Lithium,
habe ich Lithium genommen. Klingt ja wie Vitamin C und nimm Eisen oder sowas.
Ich habe dann erst eine Selbsthilfegruppe, wirklich haben es,
Geht's halt darüber und dann habe ich gesagt, boah, nee, gar nicht.
Also ich finde es bemerkenswert, dass du es schaffst, ohne Medikamente durchs Leben zu gehen.
Aber es ist dann gerade auch so der Unterschied zwischen den Erkrankungen oder
in der individuellen Ausprägung der Erkrankung.
Weil ich hatte letztens ein Therapiegespräch mit meiner Therapeutin gehabt,
die macht übrigens Tiefenpsychologie und die hat ganz eindeutig gesagt, Frau ***,
spielen sie nicht an den Medikamenten rum. Sie haben eine chronische Erkrankung.
Es ist eine Stoffwechselerkrankung des Gehirns.
Da läuft etwas nicht so ganz, wie es laufen soll.
Und wenn sie weiter an den Medikamenten rumspielen und da reduzieren und hier
reduzieren und dann wieder in eine Krankheitsphase kommen, das wird gefährlich
werden. Und damit schaden sie sich.
Und alles, was sie sich, also so hat sie es jetzt nicht, ich überspitze es jetzt
vielleicht mal ein bisschen, aber so im O-Ton kam es schon rüber,
jede manische oder depressive Phase verändert dich.
und macht was mit deinem Leben und in einer manischen Phase oder auch in einer
depressiven Phase macht man Dinge, die für das Umfeld, für die Angehörigen,
für die Familie oder für den Partner einfach nicht schön sind.
Da kann man sich auch Dinge, die man sich aufbaut, im Leben zerstören.
Ich würde am liebsten auch keine Medikamente nehmen müssen.
Ich nehme ja das Quiterpin 400 Retard, das knockt einen gut aus.
Das höre ich öfters.
Ja, man schläft als Schlafhaber einfach auch sehr gut halt damit.
Und je nach Phase schlafe ich halt dann mal mehr oder weniger,
muss ich halt dann gut aufpassen.
Also heute Morgen aufstehen war schon sehr schwer, sehr früh.
Man muss sagen, wir nehmen heute relativ früh auf.
Ja, genau.
Also zur normalen Arbeitszeit nehmen wir auf.
Ja, zur normalen Arbeitszeit. Ich habe meine Diagnose bekommen, da war es 2022.
2020 war ja mein erster Klinikaufenthalt mit einer sehr heftigen Depression.
Kann man später mal gleich konkreter erzählen, was da für Indikatoren dafür
sind, um zu sagen, okay, das ist eine depressive Phase.
Und ich dachte, in der Depression, das sind die äußeren Umstände.
Also ich wurde, ich bin 2016 wegen der Arbeit nach Landau gezogen und habe dann
gearbeitet und mir ging es immer schlechter, immer schlechter,
immer schlechter, ohne zu wissen, was passiert.
Ich dachte, es liegt an der Fernbeziehung zu meinem damaligen Freund,
jetzt Mann, Verlust des Elternhauses, Verlust der Freunde im Saarland und dann
auch das schwierige universitäre Umfeld.
Wo man halt einfach wirklich viel sehr kritisiert wird und eigentlich ausschließlich
kritisiert wird und das tat mir halt nicht gut.
und dann hat mich irgendwann mal mein Hausarzt die Diagnose gestellt,
Anna Kasmin, also hohes Leistungsdenken und Leistungsansprüche und mich dann
auch zu einem Neurologen geschickt.
Dann bin ich zu einem Neurologen hingegangen, der hat dann diagnostiziert,
soziale Phobie und depressive Verstimmungen.
Mit sozialer Phobie, das ist jetzt nochmal was anderes, als eine bipolare Störung
zu leben und dann in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ständig bewertet und kritisiert
wird, tut einem überhaupt nicht gut.
Dann habe ich auch noch Mobbing-Erfahrungen erleben dürfen im Arbeitskontext,
die einfach nicht schön waren.
Dann habe ich auch Tabletten bekommen, also Medikamente bekommen.
Ich bin ja jeden Morgen aufgewacht mit Gedanken, du bist scheiße,
du bist wertlos, du bist nichts, du kannst nichts, du bist der unfähigste Mensch auf der Welt.
Also richtig heftig. Und als ich dann die Medikamente genommen habe,
ich glaube, das war sehr Tralin, was ich genommen habe, wo es langsam eingeschlichen
wird, dann habe ich auch gemerkt, wie es dumpfer wird in meinem Gehirn und dass
diese Gedanken tatsächlich langsam auch verschwinden.
Also ich konnte die nicht steuern. Scheiß auf positive Psychologie und Affirmationen
und Glaubenssätze, ich konnte sie einfach nicht steuern.
Ich bin aufgewacht jeden Morgen, sehr schlecht geschlafen und die Gedanken waren
einfach schon da. Und das war ein...
Ein bemerkenswerter Augenblick, dass ich gemerkt habe, krass,
dass die Gedanken aufgrund von Medikamenten, die im Gehirn wirken,
einfach langsam verschwinden.
Das fand ich schön und das hat mich in diesem universitären Kontext,
in diesem Arbeitsalltag überleben lassen. Dann haben wir geheiratet.
Also mein Mann ist dann zu mir gezogen. Dann haben wir ein halbes Jahr zusammen
gelebt. Das war total schön, dann auch wieder ihn da zu haben.
Und die Freunde aus dem Saarland hat man immer mal wieder auch gesehen und getroffen.
Das heißt, die Verbindung ist zu jedem.
Das muss man sagen, Saarland ist ja jetzt keine Weltreise von uns.
Ja, ist keine Weltreise.
Aber wie es dann ist, natürlich.
Natürlich sieht man sich nicht jede Woche.
Ja, natürlich.
Und zum Spieleabend und kickert und er babbelt dumm und so.
Vor allem kann ich das mit den Saarländischen Jungs immer sehr gut.
Liebe geht raus an die Jungs, wenn sie das hier hören. Mädels gibt es da,
glaube ich, gar keine mehr.
Im Saarland gibt es keine Mädels, die sind alle schon hier.
Ja, es sind hauptsächlich männliche Freunde. Und deswegen dachte ich bei der
Depression, okay, es sind die äußeren Umstände, weswegen ich krank geworden bin.
Wir hatten geheiratet, da hatte ich so ein echtes Hoch gehabt,
da habe ich viel gearbeitet, da würde ich nachträglich, also im Nachhinein sagen,
da war ich wieder hypomanisch, weil ich sehr viel gearbeitet habe und Hochzeit
gestemmt habe. zu organisieren.
Ja, man ist ja in der Hyppomanie einfach extrem leistungsfähig.
Das ist ja ohne auszuflippen dabei dann.
Nee, es ist einfach geil. Du bist einfach so stark. Dieses Gefühl dieser inneren
Stärke, du packst alles, du setzt die Welt aus den Hebeln.
Das ist so ein geiles Gefühl und
Das würde ich niemals missen wollen.
Das ist ja, was ich in der Selbstziel für Gruppe lernen musste,
weil für mich war das ja immer die gute Phase und ich dachte immer,
was ist denn euer Problem?
Weil natürlich Leute mit manischer Phase nur ein ganz anderes Thema ist,
aber ich wusste ja gar nicht, dass da einen Unterschied gibt zu dem Zeitpunkt auch.
Sondern dachte ich immer, also eigentlich geht es mir um die Depression, die dürfen total.
Und eigentlich wollen sie aber die Hypomanie verhindern, weil die dann auch
irgendwie am Schluss dann immer in die Depressionen führen oder so.
Und für mich war halt immer Hypomanie so, jetzt geht's los.
Jetzt, hier, ich führe ja eine To-Do-Liste immer und wenn es dir nicht gut geht,
wird die einfach nur voll und drückt dich auch noch in die Stimmung.
Und dann kommt die Hypomanie und dann habe ich in einem Tag die Liste abgearbeitet
und dann so, gebt mir mehr. Hat noch jemand eine To-Do-Liste,
soll ich das gleich mitarbeiten?
Daher ist es echt schwer zu verstehen dann, dass das aber eigentlich auch ein
Problem ist, diese Hypomanie dann schon.
Ja, ich erinnere mich immer noch an den, der in der Selbsthilfegruppe gesagt
hat und das fand ich so beeindruckend.
Das fand ich auch so als Vorbild so ein bisschen, wo er gesagt hat,
er merkt, er muss ein Haus renovieren und er hat über in einem Wochenende ein
ganzes Haus gestrichen und er hat gemerkt, dass er voll hypomanisch ist und
er hatte sich aber so im Griff, dass er gesagt hat,
wirklich sehr achtsam, wie er jeden Pinselstrich sehr genau beobachtet,
um nicht durchzuknallen,
um komplett in die Manie reinzuschlittern.
diese Selbstbeherrschung oder diese Selbstdisziplin oder ich weiß nicht,
wie er das geschafft hat, da aufzubringen und wie er davon erzählt hat jedes
Mal, fand ich total beeindruckend.
Passt doch dann der Spider-Man-Spruch oder das Superman mit großer Kraft und
großer Verantwortung oder so.
Ja, genau. Große Verantwortung.
In Anführungszeichen eine Superkraft, weil man ja so extrem viel Energie hat.
Total, total. Es fühlt sich auch, also ich liebe ja auch die Marvel-Filme und
Star Wars und so Kräfte zu haben, Kräfte zu besitzen, die einen so stark machen.
Also ich habe in der Klinik schon mal gehört, ah Frau...
fühlen sich gerade wieder wie der Hulk. Und ich so, hä, was will der von mir?
Und ich hatte halt meinen Hulk-Pulli an und ich habe mich halt...
Hast du doch der passende Pulli an?
Ah jo! Und der Hulk mit der Brille und sehr intelligent und aber auch sehr muskulös.
Das ist so meine Traumvorstellung für mein Leben.
Also sehr intelligent zu sein. Die Brille habe ich schon, Muskeln habe ich,
aber ich habe auch eine Fettschicht, die bin ich fleißig am Abarbeiten.
Deswegen nochmal zurück zur Frage, seit wann hast du die Diagnose?
2020 halt dann die erste heftige Depression und zwei Jahre später 2022,
total überraschend, bin ich voll reingeschlittert in eine Manie.
Ich war eineinhalb Jahre hypomanisch, habe gearbeitet als Medienpädagogin,
war extremst leistungswillig und bereit.
Eineinhalb Jahre sogar dann? Ja. Wow, dann hast du den Akku richtig strapaziert.
Richtig, ich hatte gearbeitet zehn Stunden am Tag, ich habe parallel die systemische
Beraterausbildung gemacht und auch abgeschlossen und habe noch in dieser Zeit
als Trauzeugin für meine Schwester sehr viel organisiert und auf die Beine gestimmt.
Also es war viel los und ich habe viel gearbeitet. Es war ein geiles Gefühl,
aber ich habe natürlich null auf meine Ressourcen geachtet.
Ich konnte mein Gehirn auch gar nicht abschalten. Ich war immer irgendwie beschäftigt mit dem Handy.
Man schreit ja nach dem Absturz dann.
Ja, also es war heftig und dann habe ich die systemische Beraterausbildung abgeschlossen.
War da so glücklich, weil die ging zwei Jahre etwas abzuschließen,
was ich mir schon immer erträumt habe und dann hat es mein Gehirn einfach total,
durchgeknallt, dass ich nicht mehr schlafen wollte und konnte.
Und ich wollte noch das machen, das machen, das machen und
Dann habe ich auch Filmrisse und ich war dann in der Nachbarschaft stiften und
ich hatte dann auch mit Wänden gesprochen, weil ich dachte, ich spreche mit
meinen Leuten, die aus der systemischen Beraterausbildung mit dabei waren.
Da war dann auch Polizeieinsatz da, weil ich nachts in der Nachbarschaft so laut war.
Ich habe mich unter ein Auto gelegt, habe mit dem Nummernschild diskutiert,
mit dem Autokennzeichen diskutiert.
Also ihr seht gerade auch die negative Seite, wenn man in der Manie dann rein rauscht.
Ja, es war Manie plus Psychose, ganz eindeutig, weil ich Wahnvorstellungen hatte
und akustische und visuelle Halluzinationen hatte.
Und das Geilste war, ich habe mich immer in meinem Leben gefragt,
was ist der Sinn vom Leben?
War immer so in Kindheit, Jugend, nach außen hin natürlich sehr freudig und
sehr motiviert und sehr lustig.
Ich habe natürlich auch viel Alkohol gesoffen, wie das halt so ist.
Wir hatten ja auch öfters dann, ja.
Ja, also es war kein guter Umgang mit Alkoholkonsum, das war schon sehr kritisch auf jeden Fall.
Jetzt trinke ich gar keinen Alkohol mehr, genauso wie du, da können wir uns die Hand geben.
Ja, ich war nicht mehr ansprechbar.
Also ich habe Filmrisse, ich weiß nicht mehr, wie ich in die Klinik gekommen bin.
Meine Eltern waren dann plötzlich irgendwie da, dann waren aber auch Leute von
einem Krankenhaus da und dann wurde ich per Notruf halt dann einfach mit einem
Krankenwagen in die Klinik gefahren.
So richtig mit allem drum und dran. Dann stand ich dann vor dem Empfang und habe dann rumgeflucht.
Habe jeden Menschen, den ich kannte, mit Namen genannt, beleidigt.
Und also wirklich, darf ich hier Schimpfwörter benutzen?
Natürlich.
Also Fotze, Hurensohn, Wichser, also wirklich alles. Habe geschrien.
Mein Mann, ich weiß gar nicht, was mein Mann da gedacht hatte,
was da mit mir losgeht. Und ich habe immer gedacht, bin ich schwanger, bin ich schwanger.
Habe auch immer die Frage gestellt, bin ich schwanger? Keine Ahnung,
weil das Thema Schwangerschaft ein so großes Thema war.
War es da schon dein Mann oder noch dein Freund?
Da war es.
Ah, okay. Da hat er dich schon am Haar.
Ja, leider. Leider, ja, Pech gehabt. Ist halt so.
Also es war richtig heftig. Und dann bin ich auf die Station gekommen für die
Depressiven, weil da war ich ja schon mal auf Station.
Und ich habe keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin. Ich habe keine Ahnung,
wie meine erste Nacht war. Ich weiß gar nicht, ob ich im Einzelzimmer war oder so.
Also auch bis heute noch absolute Filmrisse.
Und dann war ich dann dort drei Wochen auf Stationen.
Gehen mir ganz gut, haben mich stabilisiert, aber zack, kurz vor der Entlassung
Ostern war das dann wieder in eine Manie gerutscht.
Also direkt wieder rein?
Direkt wieder rein.
Ach, super, ja.
Also, ja, weil ich halt einfach so weitergemacht habe.
Ach so, okay.
Mir wurde gesagt, ich habe eine bipolare Störung, ich habe mich gar nicht damit auseinandergesetzt.
Ich dachte, okay, also ich wusste noch nicht mal, wer das mir wann wie gesagt
hat, aber es wurde gesagt, ja, das ist eine Manie und Psychose und keine Ahnung.
Wir waren total baff einfach.
Es hat mich aus dem Leben gerissen.
Ja, da wirst du aber auch ein bisschen allein gelassen, oder?
Das ist ja auch mein Gefühl. Ohne die Selbsthilfegruppe wäre ich genauso dumm
wie vor zwei oder drei Jahren.
Zumindest was das angeht.
Ja, man kriegt so einen Stempel drauf und das war's.
Höre ich von vielen Leuten, die in die Klinik gehen, man kriegt halt den Stempel oder von Ärzten auch.
Man hat den Stempel Depression oder diesen Stempel oder jenen Stempel und dann
wird vieles nur noch darauf reduziert. Und das ist halt schon kritisch.
Es ist halt einfach, so das System. Ja, natürlich.
Wenn du was machst, heißt das, ja klar, die ist ja verrückt.
Und das andere, ja.
Blöd gesagt, ja.
Genau.
Aber dann hattest du, du hast es seit 2022.
Seit 2022 war die Diät.
Hattest du vorher noch gar nichts in diese Richtung?
Nee, davor, 2020 war dann die depressive Phase.
Also depressive 2020.
Wo wir uns aus der Familie und ich vor allem sehr stark, als sind die äußeren
Umstände, die mich so krank gemacht haben. und ich habe die Tabletten abgesetzt,
weil ich schwanger werden wollte.
Ah, okay.
Und dann bin ich tiefer reingerutscht.
Das war ja auch schon 30 plus dann, ne? 33, wenn es 38 ist.
Ja, genau. Und das hat uns total überrascht, auch dass ich dann so lange krank
war und dann auch über einen Monat auf der geschlossenen war und auch ans Bett gefesselt wurde.
Das hast du schon das Zehnmal, ja.
Ja, das war schon für meinen Kopf irritiert.
Es gibt immer mal wieder lichte Momente, wo ich ganz klar bin oder ganz klar
war in der Vani, aber das ist selten. Also da hätte man mich nicht rauslassen.
Ich wüsste nicht, was ich draußen noch gemacht hätte, wenn ich nicht in der Geschlossenen wäre.
Es war eine traumatische Erfahrung, auf der Geschlossenen zu sein,
weil da kommen wirklich nur die allerhärtesten Fälle rein, die wirklich nicht
ansprechbar sind, die keinen Realitätsbezug haben,
die aber auch durch Drogenkonsum in eine Psychose reingerutscht sind, dann dort,
bis es dann ausgeschlichen sind, bis sie wieder ansprechbar sind und gesunden
Menschenverstand haben, die dann auch wieder rauskommen.
Aber es ist eine sehr dunkle Station, nicht gerade sehr freundlich und die Pflegekräfte
sind zumindest, wie ich mich erinnern kann, meistens immer sehr genervt.
Ja gut, die haben natürlich dann, wenn lauter Leute psychisch
Psychos und so weiter. Die sind doch wahrscheinlich auch immer angespannt,
weil jetzt auf nachher könnte irgendwas...
Das ist ein harter Job. Also ich habe da echt Respekt davor,
was die da sehen müssen von Zuständen, von Menschen.
Und ich wollte überall Freunde finden. Also auch auf der geschlossenen...
Das gehört ja aber auch dazu.
Ich bin stiften gegangen weiter in den Zimmern von anderen Patienten,
bin umgezogen, habe meinen ganzen Kram in ein anderes Einzelzimmer geholt.
Also ich bin jetzt bei dir und wir gucken, dass es dir wieder gut geht.
So, keine Ahnung, also meine Fürsorge für andere Menschen, meine Hilfsbereitschaft,
habe ich mir erhalten bleiben können in der Manie.
Das geht ja da fließend zu Frage 4, ABCD, das sind ja genau die Zustände.
Die es da gibt. Ja, genau.
Weil jetzt sind wir gerade bei der hypomanischen oder manischen Phase,
also wie du sagst, man verliert ja dann so ein bisschen die Kontrolle.
Ja, den totalen Realitätsbezug halt auch.
Dann auch Umgang mit Menschen, Distanzlosigkeit, Rededranken hast du ja auch drinstehen.
Ja, also.
Kann man alles abhaken, ja.
Also wir haben so eine Liste erstellt mit Indikatoren, was so eine hypomanische
oder manische Phase ausmacht.
Und da kann ich fast überall ein Häkchen dran machen.
Also ein intensives Hochgefühl hatte ich da, gesteigerte Leistungsfähigkeit und Kreativität schon.
Aber in der Manie war halt keine Leistungsfähigkeit mehr da.
Es war zu sprunghaft, zu schnelles Umschlagen von der Hochstimmung in Gereiztheit.
ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis.
Also die Energie war schon da. Du konntest nur irgendwie irgendwo hinrichten.
Ja, genau. Also jeder Impuls, den ich hatte, also als wenn mein Frontallappen
im Gehirn ausgeschaltet wäre.
Also wenn ich jetzt den Impuls habe, ich ziehe mir die Hose runter und kacke
auf den Tisch, dann mache ich das auch. In der Manie. Und dann muss man sich mal vorstellen,
Also so Scham oder Schuldgefühle, wie man es in der Depression kennt, hatte ich gar nicht.
Ich war die geilste, ich war die beste, ich kann die ganzen Laden schmeißen, ich bin hier.
Ich kann die Klinik hier übernehmen.
Ich kann die Klinik halt übernehmen, ich mit meiner systemischen Beraterausbildung
und beim Studium Einzelabschnitt abgeschlossen und so.
Ich bin hier zu allem fähig in der Lage, besser als alle anderen Menschen in
der Welt da draußen und warum erhebt ihr mich nicht zu einem Gott oder zu einer Göttin?
Sie hört, wir lachen jetzt dabei, aber das ist schon extreme Phasen,
weil du verlierst halt einfach komplett den Kontakt zum Boden.
Vor allem das Sprunghafte ist bei mir in meinem Handeln extrem drin.
Also das merke ich auch jetzt so. Also ich schwange ja zwischen Depressionen
oder depressiver Verstimmung und hypomanischen Phasen, wo ich dann merke,
oh, ich habe hier fünf Sachen gleichzeitig angefangen und keine beendet.
Das findet mein Mann immer ganz furchtbar und schrecklich.
Das macht mich selbst wahnsinnig, wenn ich nicht Hyppomat bin,
weil ich habe ganz viele Dinge, beginne ich dann.
Ich habe auch ganz viele, also ich mache ja Podcasts und ich habe in Hyppomane-Phase geheißen.
Also ich habe immer viele Ideen, aber in der hypomane Phase wird es halt ganz extrem.
Und dann habe ich drei Domains schon nachts gesichert, weil ich dachte,
das ist der Podcast, der Podcast, der Podcast.
Und wenn du dann in die Depression reinrauschst oder einfach nur normal wirst,
denkst du, gar nicht, ich fühle es gar nicht. Ich weiß auch gar nicht,
was du damit machen soll.
Das war so in der Hypoman, weil es die geilste Idee und die nächste große Podcast-Idee.
Und schick mir Geld, jetzt werde ich ein großer Podcaster.
Reich und berühmt werden.
Und dann habe ich hier drei Domains, die laufen dann im Jahr,
weil die muss ich ja dann bezahlen.
Das ist zum Glück alles noch im Rahmen. Wir haben ja auch schon ganz andere
Geschichten gehört, wenn jemand malig ist, was dann das Geld ist.
Dann habe ich halt eine Domain gekauft für 20 Euro oder was auch immer, was er gekostet hat.
Und dann kommt dann die nächste Phase und dann habe ich gedacht,
gar nicht. Ich habe auch gar keine Idee.
Und dann schalt sich auch dein Gehirn, also depressiv ist ja dann wirklich so,
du hast keine Energie, dein Gehirn schalt sich gefühlt aus.
Und dann ist einfach so, nee, gar nicht.
Wie ist es mit dir mit diesem gesteigerten Gefühl der Traurigkeit in der depressiven
Phase, ist das bei dir so, dass du einfach, also ich kenne einige,
die schwerpunktmäßig nur Depressionen haben, die halt dann einfach viel weinen
am Tag oder auch weinen, grundlos weinen.
Also ich muss sagen, es ist Traurigkeit,
Das weiß ich gar nicht. Also ich bin auf jeden Fall antriebslos, interesselos.
Ja, das kann ich alles abhaken. Ich bin schlecht gelaunt, aber ich könnte es
gar nicht erklären, ob ich jetzt traurig bin. Also weinen tue ich nicht.
Aber es geht ja dann auch weiter mit hier dann immer Triggerwarnung,
so Suizidgedanke und alles.
Schuldgefühle, also Schuldgefühle ist ein ganz großes Ding.
Suizidgedanke ist ein extremes Thema in der Phase für mich.
Da muss ich dann immer sagen, ich bin froh, dass ich eine Frau und ein Kind
habe, weil das ist ja auch das, was ich immer gespiegelt bekomme,
wir wissen, weil ganz viele die bei uns sind, die können ja dann auch,
arbeiten gehen oder sind dann und ich arbeite halt Vollzeit und auch im Schicht,
also es spricht alles gegen meine Krankheit, was ich mache.
Und ich habe dann einfach nur dieses, du hast drei Kinder, dafür hast du dich entschieden.
Und ich finde ja nichts schlimmer, wenn Kinder plötzlich ohne ein Elternteil
oder beide Elternteile, das,
Dann wäre ich schon traurig, wenn ich da dran denke. Und das ist dann mein,
dieses, egal wie scheiße es dir geht, du kommst morgen eigentlich nicht raus
und trotzdem schleppe ich mich aus dem Bett und schleppe mich zur Arbeit und mache meinen Job.
Also bestimmt schlechter, als wenn ich malisch oder in einer normalen Phase
bin, einer Normphase, aber irgendwie geht es weiter.
Und das ist dann wirklich so dieses, nee, du hast es entschieden,
die Kinder können da gar nichts dafür, du und deine Frau haben dich entschieden,
also muss es da weitergehen.
Du hast ein Haus gekauft, das muss bezahlt werden, du willst ja nicht,
dass deine Kinder ausziehen müssen. Und ich glaube, das schiebt mich so ein
bisschen durch diese depressive Phase.
Ich komme so dann heim und lege mich auf die Couch und dann ist auch Energie,
der Energiepegel ist bei null, wenn ich aufstehe, wenn ich heimgehe,
ist er unter null und alles geht weiter.
Ja, und dann eben dieser Suizidgedanke, das ist dann, ich fahre ja viel Auto
auch und da hast du dann auch noch mal Zeit zum Denken und dann kommt halt alles
zusammen und da ist der schon immer im Hintergrund.
Okay, krass.
Aber irgendwie machst du dann halt, denk ich, nee, gerade Auto ist ja,
schreit ja danach, Auto auf der Autobahn.
Geht sehr schnell.
Da schreit ja jeder dumme Gedanke und jetzt scheiß drauf, da ist eine Brücke,
da und der Idiot nervt dich, den nimmst du gerade noch mit oder so, gefühlt.
Okay.
Aber irgendwie denke ich dann, also ich bin dann immer noch so viel,
irgendwo ist dann noch so ein kleiner Vernunfttyp, der dann sagt,
hallo, das sind drei Kinder, die warten zu Hause auf dich.
Die werden dich wahnsinnig machen, wenn du nach Hause kommst,
aber die warten auf dich.
Da ist ein Haus, das muss bezahlt werden. Du kannst deine Frau allein lassen
mit den Kindern und dann geht es dann irgendwie weiter. Aber traurig,
glaube ich, weiß es nicht.
Kann ich jetzt gar nicht so, vielleicht müsste ich Traurigkeit definieren für mich mal.
Natürlich gibt es Dinge, die mich traurig machen. tatsächlich mal machen,
dass wir uns so, ich habe ja so ein paar Bücher über Gefühle,
uns genau die Definition von bestimmten Gefühlen anschauen und deren Funktion,
fände ich ganz spannend, glaube ich, auch für draußen,
um da zu hören, was ist eigentlich die Funktion von diesem Gefühl der Traurigkeit,
weil meistens die Menschen so unangenehme Gefühle wie Trauer, Traurigkeit,
Verlust, Ängste, Wut, Ärger nicht haben möchten, so, aber die haben ihre Funktion
und das wäre vielleicht ganz spannend, dass wir uns da mal näher damit beschäftigen und
Im Hintergrund dazu, wie das sich auswirkt, noch mal verstärkt intensiver auf
unsere bipolare Erkrankung.
Aber diese Suizidgedanken, also mangelndes Selbstbewusstsein hast du auch?
Gefühl von Wertlosigkeit dann auch?
In der Phase auf jeden Fall.
Fällt es dir dann leicht, Entscheidungen zu treffen oder würdest du sagen,
diese Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wäre auch etwas,
was dich ausmacht dann in der Phase?
Aber also Entscheidungen treffe an sich, finde ich mir nicht leicht.
Also Entscheidungen, die getroffen werden müssen, dann werden die getroffen, das schon.
Aber so Dinge, die du halt durchdenken kannst, das ist ja was,
da bin ich einfach, ich suche dann immer nach der perfekten Lösung und die gibt es ja natürlich nicht.
Also bist du wochenlang mit einem Thema beschäftigt und durchforstest,
da bietet sich immer die Nachtschichte an.
Ich sage immer, Dinge kläre ich für mich in der Nachtschichte,
da kann ich die Internetrecherche betreiben.
Und deine Entscheidung zu treffen, ist am Schluss wirklich so,
jetzt weißt du alles und es macht keinen Unterschied, weil du musst ja trotzdem
die Entscheidung treffen und es ist ja meistens nicht ja oder nein,
sondern das kann passieren, wenn du eine Entscheidung triffst.
Also da bin ich extrem, fällt mir Dinge schwer oder auch so wieder,
ich hatte es ja vorhin erzählt, wie ich, das ist ja eine Entscheidung,
die völlig egal ist, Notizen oder To-Do-Listen, die schmerken bei mir zwischen,
ich schreibe sie auf Papier, ich habe dann ein Notizbuch oder ich schreibe sie,
weil ich ja eigentlich den ganzen Tag am Computer, das ist digital und diese
Entscheidung ist völlig egal. Es ist beides gleich gut, gleich schlecht.
Hat seine Vor- und Nachteile, ja.
Aber ich tue diese Entscheidung alle halbe Jahre wieder über Bord werfen und mach's andersrum.
Okay.
Und dann habe ich ja auch gerade vor der Zähne, also dann schreibe ich alles
wie eine Strafarbeit in mein Notizbuch handschriftlich rein.
Dann bin ich zwei Tage am Schreiben, mir tun die Hände weh, weil ich ja nicht viel schreibe normal.
Nach einem halben Jahr denke ich, das ist total dumm, warum machst du nicht
digital? Dann hast du es auf dem Handy, dann hast du es auf dem Computer, egal wo du bist.
Dann tippe ich wieder alles, übertrage dann tippe ich wieder ein,
also ich tue das auch nicht einscannen oder so.
Und da, das sind dann Und alles, was nicht wichtig ist und sofort entschieden
werden muss, ist genau das. Da kann ich mich
gar nicht entscheide, sondern ich wechsle hin und her.
Das kenne ich, ja.
Und Dinge, die halt entschieden werden müssen, dann entscheide ich halt.
Beide Entscheidungen sind gut oder schlecht, das weißt du ja gar nicht,
wo es hingeht. Da kann ich das dann schon.
Okay, ja krass.
Das ist wahrscheinlich wieder dieses, dann muss es halt funktionieren.
Könnte man sagen, je nach Stimmung, je nach Phase entscheidest du dich anders?
Das spielt bestimmt auch eine Rolle. Ob es bei manchen Dinge, ja.
Da habe ich ja auch in der Selbsthilfe Gruppe erzählt, meine Betriebssystementscheidung
zwischen Linux und Windows.
Die ist extrem stimmungsabhängig, habe ich irgendwann festgestellt.
Gut, aber Windows ist auch ein Betriebssystem, da regen sich sehr viele drüber auf.
Ja, ja, aber ich habe ja, wie halt alle am Computer arbeiten, viel mit Windows zu tun.
Aber wie du sagst, das regt mich auf. Aber je nach Stimmung bin ich der Rebell,
der dann sagt, hängt mir am Arsch, alles raus, ich mache nur noch freie Software.
Und dann fliegt man durch meinen Laptop, den ich ja hier immer für alles nutze,
kriegt ein Linux drauf gebügelt.
Und dann könnte man das Dualboot machen, aber das ist ja nicht meine Welt,
sondern entweder oder. und dann das nächste Mal, wenn ich jetzt arbeite und
dann andere Stimmungen, das sind die zwei Stimmungen, dann tue ich am gleichen
Tag wieder Windows drauf spielen.
Was ja schon mega aufwendig ist.
Auf jeden Fall, jedes Mal.
Das würde mich ja so nerven.
Aber ich habe auch nichts vorbereitet. Ich setze immer wieder komplett von Null auf.
Also man könnte natürlich auch Dinge, dass einfach ein Image drüber ziehst.
Nee, ich fange dann wieder.
Ich spiele komplett das Betriebssystem drauf. Du alle Programme einrichtest.
Du mein Outlook einrichtest, beziehungsweise mein E-Mail-Programm.
Ich benutze kein Outlook.
Du alles einrichtest. Also ich habe nichts vorbereitet.
Nur Ich habe zwei USB-Sticks in meiner Tasche. Einer ist Windows 11 drauf und
auf dem anderen ist Linux drauf.
Hast du dich jedes Mal wieder… Also ich sollte auch diese Stickse dabei haben,
weil die Sachen natürlich nachts.
Du hast doch deinen Stick da. Du hast Zeit. Zack, Stick rein.
Macht es dir vielleicht auch einfach Spaß? Ist es dein Hobby vielleicht?
Nee, eigentlich nervt es mich.
Ein nerviges Hobby.
Weil da bist du ja wieder, keine Ahnung, x Stunden beschäftigt,
bis alles wieder schön ist.
Ja, das stimmt. Bis man wieder alles eingerichtet hat.
Aber wie gesagt, es ist völlig egal, was ich, das ist ja so eine Entscheidung,
es ist völlig egal, beides hat sein Pro und Contra und dann kann ich das nicht
entscheiden, sondern es ist eine tagesabhängige Entscheidung.
Aber das Ding ist, sowas ist natürlich eine witzige Geschichte.
Dann hat er schon wieder das Betriebssystem gewechselt. Meine Frau amüsiert sich drüber.
Das gehört dazu dir, ja.
Moment, hast du schon wieder was anderes? Ja, frag, nett.
Ja, so ein Running Gag dann einfach.
Ja, so ungefähr.
Wie sieht es denn aus mit ständigen Grübeln und pessimistischen Zukunftsperspektiven in depressiven Phasen?
Auf jeden Fall.
Ja, wie äußert sich das?
Indem ich grübel.
Über was grübelt man denn so?
Oh nein, also mein Ding ist ja, also ich, auch was grübeln angeht,
ich sage ja für mich, ich habe ganz viele Entscheidungen in meinem Leben falsch getroffen.
Echt?
Also durch die Bank durch, aber gleichzeitig wäre ich wahrscheinlich nicht da,
was Frau und Kinder angeht.
Also mit dieser Frau, mit diesen Kindern, wo ich bin, hätte ich eben die Entscheidung
anders getroffen. Daher gleich, das heißt, ich grübel und was ja Quatsch ist,
du kannst es ja eh nicht mehr ändern, aber ich grübel, warum hast du das so
gemacht, warum hast du das so gemacht und Du hinterfragst dich selbst.
Ganz, ganz also durchgehend eigentlich, also glaube also viele Entscheidungen,
die ich halt getroffen habe, würde ich heute so vielleicht im Nachhinein nie
mehr treffen oder doch eben, weil ich ja auch meine Frau dann wahrscheinlich
nie kennengelernt habe, weil ich würde auch nicht hier leben,
wenn ich Entscheidungen anders getroffen hätte.
Das stimmt und wir hätten uns
nie gekannt. Und wir hätten niemals diesen Podcast hier aufnehmen können.
Es ist ja immer so diese, würdest du was ändern, was du früher gemacht hast. Ja, aber nein.
Also ich bin extrem viel am Gründen. Also auch da, wo ich jetzt beruflich bin,
zum Beispiel, also mein Job
ist super langweilig inzwischen.
Okay.
Und ich weiß auch, ich stecke da eine Sackgasse, aber gleichzeitig,
also ich bin, habe früher viel den Job gewechselt, weil das hat ja meine Frau
immer wahnsinnig gemacht.
Ich habe irgendwo angefangen, dann habe ich ganz, dann ist ja alles neu und
du bist am Tun und neue Dinge auch noch mit einführen.
Das macht Spaß, ja.
Das macht mir, mir macht super Spaß. Prozesse erschaffe und in das totale Chaos
reingehe und daraus Prozesse erschaffe. Da, da blühe ich auf.
Nach einem Jahr ist dann aber alles durchgetaktet. Meine Frau merkt,
dann wird es langweilig. Ja, erzähle ich ganz viel und heute war das und dann
war das und dann irgendwann hört es auf.
Und dann wusste meine Frau schon, als nächstes fängt er an, nach einem neuen Job zu gucken.
Und du weißt ja, woanders sind die Wiesen immer viel grüner als bei dir,
auf der anderen Seite vom Fluss.
Also, und dann habe ich, da muss ich halt immer sagen, meine Frau hat halt ganz
lang, also die hat ja bei einer Firma gelernt, war da Betriebsrat und alles
und war jetzt bis vor vier Jahren bei dieser Firma.
Also meine Frau war immer die Rückendeckung, sodass ich verrückte Sachen machen konnte.
Okay.
Bis wir dann irgendwann anfangen haben, Kinder zu bekommen. Das ist jetzt vor
elf, die Große ist elf Jahre. Dann hat sich das halt auch gedreht.
Also weil dann war klar, meine Frau arbeitet nur noch Teilzeit oder bleibt dann
erst mal ein Jahr zu Hause.
Und dann war plötzlich ich der, der halt dann die Rückendeckung,
sag ich mal, geben musste. Und da war klar, da wirst du bleiben.
Dazu muss man sagen, die bezahlen mich halt auch sehr gut.
Das ist ja halt auch noch, ich fahre viel, ich langweile mich zu Tod.
Ich bin ein bisschen leidig.
Und das Ding ist wirklich, also gehirntechnisch fordert es, zu mich fordert
es zum Beispiel Null. Es gibt Leute, ich weiß, die sind ja teilweise überfordert, aber es ist halt
ganz viel Schema-F und ich hasse Schema-F-Arbeit.
Okay, ja, das verstehe ich.
Und gleichzeitig weiß ich aber auch, aber die bezahlen mich so gut und du hast
drei Kinder und deine Frau arbeitet Teilzeit, weil halt drei Kinder und also hat sie entschieden,
das ist nett hier, das ist keine, ich habe nicht das sage zu Hause,
bei so vielen Frauen sowieso nicht.
Also du hast nur Mädels?
Ich habe drei Mädels und eine Frau, also vier Mädels zu Hause und es war sehr
früh klar von meiner Frau auch, dass sie dann eigentlich ihre Zeit reduzieren
möchte, dass sie eben da ist für Mittagswünsche,
Hausaufgaben oder wenn, wir wollten keine Schlüsselkinder, sagen wir so,
die haben eine Stunde, also meine Frau hat ja auch den Arbeitgeber gewechselt,
die hat ja auch früher in Mannheim gearbeitet und arbeitet jetzt in Incom,
da wo wir auch wohnen, sprich die Frau braucht fünf Minuten,
kann auch jederzeit Homeoffice machen, sprich wenn Kinder krank sind,
dann bleibt sie einfach zu Hause und arbeitet von dort aus.
Daher bin ich jetzt der halt, der das alles abdecken muss und wenn irgendwas
schief läuft, die hat sich dann mal die Firma gewechselt, weil alles doof war,
dann gehst du halt, ist völlig egal, weil es, du kannst auch drei Monate zu
Hause bleiben, das können wir abdecken.
Also das ist halt dann die Sicherheit, die dann mit meinem Job kommt.
Aber auf jeden Fall bin ich dauerhaft am Grüble. Aber mein Chef weiß es auch, also.
Okay, du hast ihm von der Erkrankung erzählt?
Auch das, also mein direkter Team-Abteilungschef, der sitzt ja auch bei mir
im Büro noch, der weiß von meiner Krankheit, aber einfach nur,
weil wir einfach, weil ich es erzählt habe, ich bin ja da sehr straight.
Ja.
Was das angeht, war ja für mich auch nie ein Thema. Ich weiß,
Scham und so ist für viele ein Thema. war für mich jetzt nie ein Thema,
aber daher weiß er halt auch, wie ich zu meinem Job stehe und dass ich nur komme,
weil sie mich viel zu gut bezahlen.
Sagst du ihm das so ehrlich gesagt?
Habe ich ihm genau so gesagt, weiß er auch.
Wie hat er darauf reagiert?
Meine Worte, die ich gewählt habe, waren ein bisschen grober.
Ich habe gesagt, ihr bezahlt mich wie eine Hure, also könnt ihr mich auch erken, wie ihr wollt. Nein.
Weißer Bescheid. Also ihr seht, da bin ich, aber wir haben also,
was das angeht, eine gute Beziehung.
Also da war auch nicht immer mein Chef, sondern da war einfach nur Kollege und
dann ist er irgendwann halt aufgestiegen. Das macht es nicht auch einfacher.
Das ist schon eine schöne Position.
Ja, das ist Fluch und Segen dann.
Das verstehe ich. Und ja, wir sind ja Ü30, da muss man schon erwachsen sein.
Ja, irgendwann muss man erwachsen werden. Vernünftige Entscheidungen treffen. Leider ja.
Und gerade mit der bipolaren Erkrankung, ich finde, man hört so ein bisschen
raus bei dir, diese Unbeständigkeit, wo ich mich total in deinen Erzählungen wiederfinden kann.
Wo ich dann auch, also ich weiß bis heute nicht, was ich beruflich machen will.
Ich kann mir vieles vorstellen.
Ich bin auch allzeit bereit, mich in neue Sachen neu einzuarbeiten und das liebe ich ja total.
Ja, total.
Also als Sozialwissenschaftlerin sowieso, sich einzulesen in neue Themenbereiche
und dann Konzepte zu erstellen, Prozesse zu erstellen, Strukturen aufzubauen, das macht mega Bock.
Wenn nicht Strukturen, dann stehen die Prozesse laufen und am Anfang gibt es
ein paar Stolperschwierigkeiten, dann reflektiert man das mit dem Team nochmal
gemeinsam und macht Anpassungen, aber irgendwann läuft es halt dann und dann
wird es langweilig für mich. Komplett.
Und dann suche ich nach neuen Projekten und Herausforderungen.
Und das ist halt, wo ich denke, ah krass, das ist so vielleicht etwas,
was unsere, diese Kreativität, die wir vielleicht haben. Ja, stimmt.
Ich sage eigentlich immer, ich bin ganz so kreativ, aber vielleicht doch,
nur ich male halt nicht oder sowas.
Ja, Kreativität.
Aber in eine andere Richtung geht es dann halt vielleicht, ja.
Könnten wir mal machen über den Begriff der Kreativität. Was ist das überhaupt?
Ist das nur basteln und werkeln? Sondern ich denke, das könnte ich mir auch
vorstellen, ein paar Definitionen rauszusuchen und dass wir dann darüber sprechen,
in welchen Bereichen sind wir denn kreativer als andere. Sehe ich dann als Problemlöser.
Ja, ich sehe es auch als etwas, was Energie gibt, was Kraft gibt, was Dinge voranbringt.
Und dann kommen wir wieder zu unserem Punkt, wir wollen die Welt verbessern.
Ich glaube, mit Kreativität geht es am besten.
Auf jeden Fall.
Dann kommen wir, also ...
Ich denke, ja, über die Depression und über die Manien haben wir schon,
glaube ich, ein bisschen gut ausführlich gesprochen.
Ja, wir haben jetzt nicht über das
Thema Sexualität gesprochen in der Depression, sowie auch in der Manie.
Willst du darüber noch sprechen oder sollen wir eine Sonderfolge dazu machen?
Über Sex?
Ja.
Ich weiß gerade, ob ich da ein ganzes Thema habe. Also, es heißt ja, also…,
Lustlosigkeit bei Depressionen. Ich glaube, das ist eher Situation.
Manchmal ja, manchmal nein. Also es ist nicht so, dass ich, wenn Depressionen
habe, keine Lust mehr auf Sex habe. Also manchmal schon, aber es ist kein Dauerzustand.
Okay.
Daher weiß ich nicht, was ich habe. Meine Frau merkt immer, wenn ich dann hypomanisch
werde, aber ich werde dann, ich sage mal, übergriffig.
Also ich bin dann sehr schmusebedürftig.
Meine Frau wird dann ständig gedrückt und gekniffen.
Ja.
Gekniffen und gezwickt.
Gezwickt, okay.
Wenn es in die Küche geht, dann komme ich schon rein und direkt so,
oh, da bin ich sehr, also ich sage mal übergriffig.
Nee, also übergriffig ist.
Glaube ich, schon negativ.
So weit geht es gar nicht. Übergriffig ist schon sehr.
Aber ich habe sehr Kontaktbedürfnisse.
Kontaktfreudig.
Und dann stelle ich in den Puppes gekniffen. Und dann bin ich so,
oh, das ist immer wieder.
Das schon, aber ich glaube auch nicht, ob ich dann gesteigerte,
boah, kann ich gar nicht sagen.
Ja, also bei mir ist das schon so. Ich glaube, ich bin ein sexueller Mensch.
Egal in welcher Phase, daher bin ich grundsätzlich vielleicht über.
Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht vergleichen wie andere,
ob das normal ist oder nicht.
Das ist schwierig, das mit dem Vergleich.
Ich muss mal eine Statistik rausholen, wie oft Lust zu haben oder so.
Ja, wir machen immer so ein bisschen scherzhaft zwischen mir und meinem Mann
so, dass ich eher mehr der männliche Part bin.
Ach so.
Und er eher mehr so der weibliche Part ist, der so umgaren werden möchte und
ich bin dann genervt, weil ich dann so halt.
Aber das wissen auch Freunde und Familie von uns.
Ja, aber ist das abhängig von Phasen?
Also in der 2020, wo ich in dem Loch drin gesteckt habe, auch mit Suizidgedanken
und Versuchen auch tatsächlich. wo ich mir das schärfste Messer in der Küche
geholt habe und nachts dann versucht habe, die Pulsa dann aufzuschneiden.
Ah, okay, so weit warst du sogar schon.
Ja, so weit war ich sogar schon. Oder konkrete Vorstellungen,
wie ich mich umbringe, damit ich auch wirklich tot bleibe.
Ja, das verstehe ich, ja.
Und da hat mich auch, das, was du erzählt hast, es war ganz hinten im Kopf noch
so eine Stimme der Vernunft, die gesagt hat,
Du kannst deine Familie nicht alleine lassen. Ich habe jetzt zwar keine Kinder
und so, ich denke, dass wenn man Kinder hat, dieses Gefühl nochmal deutlich
stärker ist und dieses Verantwortungsbewusstsein nochmal deutlich stärker ist.
Aber ich hätte mir nie, vor allem meiner Schwester, meinen Eltern,
meinem Mann, dieses Gefühl nicht mehr da zu sein und es bewusst getan zu haben,
um sie im Stich zu lassen.
Da war immer noch ein letzter Funke da, der gesagt hat, dass ich es nicht durchziehe.
Was ja gut ist, ne?
Was wirklich sehr gut ist, was einem hält. Und da könnten wir vielleicht auch
gerade zu der nächsten Frage übergehen, im Kreis der Vertrauten.
Wer weiß denn, wie gut über deine Erkrankung Bescheid? Du hast gesagt,
dein Chef weiß auf jeden Fall Bescheid.
Familie, Schwiegerfamilie, Nachbarschaft, Mitbewohner, Freunde, Kollegen.
Also das Ding ist, es ist kein Geheimnis für mich. Also ich weiß,
manche sind ja da schambehaftet. Die sagen es gar kein.
Also ich trage es auch nicht vor mir her, sondern wenn es im Gespräch, also meine,
Elternwissens, aber es war auch nicht so keine Infos, sondern es war mehr so,
mein Bruder ist depressiv, das ist schon länger auch in Behandlung und alles
und dann ging es halt darum, da hatten wir es mit meinem Bruder und dann hat
er gesagt, ja, kenne ich, aber ich habe dann halt das und es war mir so nebenbei,
aber da ich ja, ich sage mal, weiterhin funktioniere, das ist das richtige Wort, funktioniere,
hochfunktionale, war das nicht so ein Thema bei meinem Bruder,
der ist dann halt wochenlang krankgeschrieben gewesen und da ist es ein ganz
anderes Thema, also auch das dann die ganze Familie beschäftigt,
weil man ja auch dann sieht, wie er dann drin hängt und so weiter und dann auch Kinder und so.
Da ist es irgendwie dann eher, und meins war so, ah ja, habe ich auch und also
ich habe bipolar und dann, ja, was ist denn das? Ja, ich habe auch die Depression,
aber halt auch die andere Seite.
Ich schüpfe hin und her, aber es war kein Thema dann, weil ich halt einfach
weiter funktioniere in dem Moment oder funktionieren muss, was ich mir dann
immer selbst sage. Und schon Freundeskreis.
Also es fällt wahrscheinlich eher so im Gespräch, also wenn man in diese Richtung
irgendwas geht und dann, also es ist kein Geheimnis, aber es ist auch kein,
ich trage es vor mir her Seht her, ich bin bipolar.
Nehmt mich in den Arm oder passt auf mich auf.
Behandelt mich besonders.
Behandelt mich besonders, doof übertrieben. Daher, also wie gesagt,
ich bin mit allem, was mich betrifft, ich habe nicht viele Geheimnisse. Ich reise hinaus.
Daher bin ich sehr, vielleicht auch teilweise, vielleicht zu viel.
Aber Nachbarn, die wissen es nicht, obwohl wir sehr viel quatschen.
Aber das war nie ein Thema, sondern es geht dann immer halt ums Haus,
um die Gegend, ums Dorf, keine Ahnung.
Arbeitgeber selbst, ja, ich arbeite ja in der Riesing, also mein Chef,
mein Abteilungschef weiß es, mein Arbeitgeber ist ja ein Weltkonzern.
Wüsste ich gar nicht, wer ist da.
Irgendwelche Leute irgendwo, ich weiß gar nicht, mein nächster Chef ist,
glaube ich, in Frankreich, dann stehen ja nicht einmal.
Also du hast da nicht so viel Kontakt.
Dafür ist immer zu groß. Ich habe jetzt bei uns, mein Chef, ich glaube auch
nur mein Chef weiß es wirklich, wenn er es noch weiß, weil wir darüber geredet haben.
Mitbewohner habe ich keine, meine Frau weiß es, sie ist wohl dann meine Mitbewohnerin,
schon ein Kollege Freunde.
Wie ist das mit deinen Kids? Wie viel wissen die davon? Ich meine,
die sind jetzt in einem Alter, wo man vielleicht langsam auch was...
Also ich glaube, die wissen...
Ich glaube schon, dass meine Frau mal gesagt hat, gerade wenn ich so eine Phase
habe, wo ich dann halt viel auf der Couch liege, wo ich ja dann da bin,
aber doch nicht da bin, vielleicht auch ein bisschen gereizter bin als mal.
Also ich bin ja in der depressiven Phase eher gereizt mit einer kurzen Leitung,
aber ich selbst habe, glaube ich, noch gar nicht mit meinen Kindern.
Ich muss auch sagen, die kleinste ist vier, die größte ist elf,
die ist gerade eine angehende Teenager, die will eh nichts wissen von uns.
Das stimmt, ja.
Es war kein Thema, aber ich glaube schon, dass meine Frau schon mal gesagt hat,
ja, der Papa hat schon Probleme allzu mal.
Ja.
Eher so, damit die wissen, dass wenn ich was sage, es nicht unbedingt immer
persönlich ist, dass es dann damit zusammenhängt, aber sie sind jetzt noch nicht
in dem Alter, wo das ein Thema wäre.
Es ist eher so die Befürchtung, dass dann meine Kinder das dann irgendwie auch
geerbt haben oder sowas.
Ja.
Das ist ja dann, wenn wir mal das Thema Schwangerschaften so angehen.
Sicherlich auch interessant. Auch die genetische Komponente ist bei der bipolaren
Erkrankung, haben Zwillingsstudien gezeigt, deutlich erhöht als im Vergleich
zu anderen psychischen Erkrankungen.
Du hast ja auch Depressionen, die durch unsere Familie schon schwappen.
Ja, ich könnte mir gut vorstellen, mal so ein Genogramm mit dir zu erstellen.
Hast du mich schon angedroht. Ich weiß nicht mal, was es ist,
aber es gibt immer so eine Art Stammbaum.
Wo man so ein bisschen seine Herkunftsgeschichte oder seine Herkunftsfamilie genauer anschaut.
Also ich mache das immer bis zu
den Großeltern und dann die Kinder kommen natürlich auch noch mit dabei.
Finde ich eigentlich immer ganz spannend. Was erlebst du denn?
Moment, wer weiß es bei dir denn?
Ach so.
Wir meinen ja bei dir die Antwort.
Ja, ich wollte, was erlebst du als unterstützend und was erlebst du als weniger
hilfreich von im Vergleich, also zu den Leuten, zu deinen Vertrauten jetzt, sage ich mal.
Ich weiß gar nicht, unterstützend.
Also gut, meine Frau deckt mir ja den Rücken. Wenn ich eben keine Energie auf
der Couch-Lick-Fase habe, natürlich, dann bleibt es bei meiner Frau hängen.
Viel, als dann auch Wäsche waschen. Also normal gucke ich, also ich mache oft
die Wäsche, meine Frau macht eher das Kochen, weil sie kocht,
ich weiß nicht, ob sie es gern kocht, aber ich hasse es zu kochen.
Bei mir gäbe es immer Brot.
Ich sehe der Energieaufwand für Essen zu viel. Also ich esse gern,
aber Kochen ist so komisch.
Es geht nur um Energiezuführung. Hier Brot. Ich schiebe nicht mal eine Pizza
in den Backofen, schiebe.
So schlimm, oh mein Gott.
Ganz schon immer, ich verstehe das nicht. Leute, die gerne kochen,
ich esse gerne. Ich koche auch gerne.
Ich sage, ich esse gerne, aber die Zeit vorher. Allein wenn meine Frau vier
Stunden in der Küche verschwindet, denke ich mir, oh, jetzt verschwindet die
wieder in die Küche zum Kochen. Ich bin genervt.
Okay, krass.
Aber da ist schon unterstützend von meiner Frau, weil das Familienleben muss
ja weitergehen und die Kinder müssen ja weiter. Und da ist es schon meine Frau, die zum Glück da ist.
Ein guter Anker ist einfach.
Ein guter Anker ist ein sehr gutes Wort. Aber sonst habe ich eigentlich niemanden.
Also ich habe jetzt auch keinen großen Freundeskreis.
Echt nicht?
Nein, gar nicht. Also es liegt vielleicht auch an meiner Wankelmüdigkeit.
Dann bin ich ja froh, dass wir den Podcast mit 100 Folgen angepriesen haben.
Mit 100 Folgen, natürlich. Nach Folge 20 werden wir keine Freunde mehr sein vielleicht.
Ja, mal schauen. Aber wir sind ein bisschen professionell.
Ein bisschen professionell. Ich habe es schon. Aber so Schulfreunde, sowas habe ich
gar keinen Kontakt mehr.
Ja, ich auch nicht.
Und ich habe auch gar kein Interesse. Also ich war so raus und weg und keine Ahnung.
Also ich habe schon Freunde, die kommen dann aber eher aus dem Podcast-Bereich
wirklich oder aus dem Chaos-Computer-Club-Bereich.
Die dann aber halt alle nicht in der Nähe wohnen. Also da wohnen zwei in Frankfurt.
Einer in Frankfurt, einer hinter Frankfurt. Das sind noch die Nächsten.
Mit denen mache ich aber dann auch alle Podcasts. Also wenn der Tegenschnack
kommt, das ist so ungefähr mein Freundeskreis.
Den ich dann habe. Ja, das sind doch ganz coole Leute.
In Deutschland weit sitzen die dann halt.
Das ist ja das Schöne an der heutigen Gesellschaft.
Ja.
Dass man sich einfach Egal, wo jemand auf der Welt sitzt, man kann weiter in
Kontakt bleiben. Das war vor ein paar hundert Jahren noch anders.
Im Kreis der Vertrauten, wie sieht das bei mir aus?
Wer weiß Bescheid? Ich habe das immer sehr versucht zu verstecken und klein zu halten.
Generell, weil ich mich als Person auch immer verstecken wollte.
Meine Überlebensstrategie in der Schule war, wo auch ich Mobbing-Erfahrungen
erlebt habe, meine Schwester auch und sogar noch viel heftiger.
Meine Schwester hat auch Handgreiflichkeiten erleben dürfen im Gymnasium.
Das war echt nicht, was für eine innere Stärke die hat, bewundere ich bis heute.
Aber mal zu dem Thema Mobbing, das ist gerade unser Thema. Aber ihr seid ja
zugezogen, ne? Ihr seid ja….
Wir haben schlesische Wurzeln.
Aber warst du als Kind schon hier oder warst du… Ich.
War zwei Jahre alt. Also ich kann auch kein schlesisch oder polnisch.
Aber ihr seid in Saarland, ihr habt im Saarland gewohnt.
Genau, ja.
Saarland ist ja schon sehr… Klein. Die Saarländer haben es gerne mit Saarländern zu tun, sage ich mal.
Mit Leuten von außen hat man es da schon schwer.
Denkst du, das hat da was mit zu tun gehabt vielleicht?
Ach so, gute Frage.
Aber du hast doch gar nicht so weit gedacht.
Nee, ich hatte nie gedacht, dass ich irgendwie, meine, Rassismus-Erfahrung.
Nein, Rassismus weiß nicht, aber ihr seid halt keine Saarländer.
Das ist vielleicht schon Rassismus, Saarland-Rassismus.
Saarland-Rassismus. Saarismus, ja.
Also ich kenne auch viele Saarländer und das war schon immer so.
Also es gibt, also eine Freundin aus der Schulzeit hat, die auch dann irgendwann
Richtung Norden oder Mitteldeutschland gezogen ist, wo meine Schwester auf der
Hochzeit war, die hatte auch gesagt,
die Saarländer sind schon ein sehr gehässiges Völkchen und ich glaube, da ist was dran.
Ja, ich weiß nicht, wie ich, also ich war ja auch viel ehrenamtlich in der katholischen
jungen Gemeinde tätig in der KTG, das war schon ziemlich cool und es war ja bis zum Speyer,
war ja so ein bisschen auch übergreifend mit der Pfalz zusammen und wir hatten
auch Kulabys, also Gruppenleiterschulungen gehabt, die ich mitgemacht habe und
die ich dann auch irgendwann als Teamerin selber durchgeführt habe,
das war schon ziemlich cool.
da war eine Vermischung von den Saarländern und den Pfälzern.
Es waren hauptsächlich mehr Pfälzer als Saarländer, also Saarländer waren eher
weniger. Und ich fand die immer schon cool, die Pfälzer.
Man muss ja sagen, für Leute, die nicht aus der Gegend sind,
also Feinde ist ein zu starkes Wort, aber die Pfälzer, die Saarländer mögen sich ja gar nicht.
Ich wollte gerade sagen, wie stark kann ich das? Der Saarländer ist ja von Feinden
umgeben, weil auf der anderen Seite ist Frankreich, die kann man ja auch nicht leiten.
Stimmt, die mag ich auch nicht.
Ich kenne viele Saarländer, ich weiß wie. Und das sind alles klare Leute,
also man wollen nicht alle Saarländer, wenn man grundsätzlich vom Saarland redet,
ist schon so, man hat so sein kleines Bundesland und da hat man sich eingeigelt,
die virtuelle Mauer hochgezogen, weil das sind die Pfälzer auf der einen Seite,
die Franzosen auf der anderen Seite.
Ja, müsste ich mal vielleicht, also wir hatten mal einen Familienausflug gemacht
nach Hamburg und Hamburg war so eine coole Stadt.
Die Stadt in Deutschland.
Und so freundlich und so eine ganz andere Atmosphäre wie halt im Saarland.
Nicht so klein, also Saarland ist halt auch, da gibt es Saarbrücke und dann
gibt es lauter Dörfer, das ist ja auch so ein Ding.
Das stimmt, ja, das stimmt. Wobei Fals hat auch viele Dörfer,
aber viele schöne Dörfer. Das ist richtig, aber wir haben noch ein paar.
Wir haben noch Kaiserslautern und Koblenz und wir haben noch ein, zwei Städte mehr als.
Also ja, genau. Also ich wollte mich immer irgendwie, mich und meine Person
verstecken. Ich habe nie selber zu mir gestanden.
Groß, das lerne ich jetzt gerade oder versuche das immer mehr verstärkt zu lernen,
mich so zu akzeptieren, wie ich halt bin. Und wahrscheinlich ist deswegen auch
das Thema Krankheitseinsicht bei mir ein größeres Thema als vielleicht bei dir
oder auch das Thema, wem erzähle ich etwas?
Dürfen nur, wenn Menschen wissen, wo ich zu 1000% weiß,
dass sie es gut mit mir meinen, weil ich in meinem Leben so viele Menschen getroffen habe,
die es einfach nicht gut mit mir gemeint haben, auch im Badminton-Bereich nicht,
die mich gemobbt haben, die echt scheiß Dinge gemacht haben,
die mir wehgetan haben, wo ich denke, ihr Wichser, ihr Arschlöcher,
nur weil ihr, keine Ahnung, auf irgendwas, ich will nicht sagen, nein,
das haben meine Eltern immer wieder so gesagt, Aber ein Freund oder ein Bekannter
aus der Tagesklinik hat auch gesagt, das hat mehr mit dem anderen zu tun,
wenn du gemobbt wirst, als mit einem selbst.
Außer die Mobber merken, dass du eine schwache Persönlichkeit bist.
Ich würde sagen, so Mobben können
immer zwei. Ein jemand, der sich mobbel lässt und jemand, der mobbt.
Genau, und meine Schwester konnte sich echt hart wehren.
Aber es ist auch so schön und so klugscheiß, das hast du dir hergesagt.
Total.
In dem Fall, wenn es dich trifft dann, ja.
Ja, fachlich habe ich mich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt.
Also ich habe kein einziges Buch darüber gelesen, ganz anders wie bei der bipolaren Störung.
Da habe ich einige Bücher schon dazu gelesen.
Können wir auch mal vielleicht so eine Folge machen über Fachbücher oder über Autobiografien.
Ihr nimmst mir die 100-Folge-Fülle, ne?
Es gibt auch wunderschöne Bilderbücher, wo man auch mit Kindern durchgehen kann.
Der schwarze Hund zum Beispiel fällt mir da ein.
Oder Warum ist Papa ständig traurig oder so.
Die habe ich bei mir auch zu Hause. Die könnten wir vielleicht mal durchgehen irgendwann mal.
Genau, deswegen achte ich immer sehr genau darauf, wem ich was erzähle und wem
nicht. Und ich will es partout nicht im beruflichen Kontext erzählen.
Gut, das Wäsche bist du ja auch hier, haben wir ja gesagt, ein bisschen anonym
unterwegs mit Spitzennamen.
Ja, wobei...
Also, ja.
Weil dein Spitzname ja dein oft verwendeter Name ist.
Susi, ja.
Es ist jetzt nicht nur ein, den wir hier ausgedacht haben, aber zumindest stehst
du halt nur mit deinem Spitzname drin und bis irgendwann, wenn wir davon leben
können, dann wird es euch ihren ganzen Namen verraten, weil dann ist es ja ein Job.
Dann ist es vielleicht, aber bis dahin dauert es noch ein bisschen.
Also in einem halben Jahr dann.
Also ich habe auch, in der Manie habe ich auch an meinen Laptop Skripte geschrieben.
Und das ist so verrückt, wenn du dann ein halbes Jahr später dir das durchliest,
was ich da geschrieben habe,
wo ich denke, ah, interessant, super Material, um das mal irgendjemandem zu
schicken, der das mal analysieren kann, so um zu gucken.
oder irgendwann könnte ich das Teile davon vielleicht auch veröffentlichen oder
so und dann könnte man mal zeigen, okay, so denkt einer in der Psychose und
ich kann es ja nachträglich auch erklären und begründen,
warum ich wie was argumentiert oder gedacht habe, woher was wie kommt und das ist halt deswegen,
so Psychosen und Manien sind so individuell, weil unsere Erfahrungen,
unsere Lebenserfahrungen ja auch so individuell sind und im Gehirn vermischt
sich das dann alles und dann kommt irgendein Gewürz raus und dann denkt man
sich, ah, das schmeckt ja nach Josie.
Also ich koche gerne. Wir werden dann irgendwann in unserem Merchshop.
Wenn es nicht gibt bisher, ein Gewürz namens Josie finden.
Da würden sich die Saarländische Jungs freuen. Oder auch nicht,
ich weiß es nicht, keine Ahnung. Gepaart mit noch ein bisschen Schweiß vom Badminton spielen.
Damit wird man bestimmt reich.
Auf jeden Fall.
Also im Kreis der Vertrauten gehört auf jeden Fall, klar, Kollegen,
das sage ich einfach nicht. Ich habe die systemische Therapeutin,
Heute eine Ausbildung gemacht, da habe ich zwei Freundinnen kennengelernt,
die wissen das, aber sonst wissen die anderen das nicht.
Und jedes Mal, wenn ich das erzähle oder als ich das allererste Mal meinen saarländischen
Jungs gesagt habe, was ich habe, das war online, das war das Schwierigste in
meinem Leben, was ich jemals getan habe.
Weil ich war immer die Josse, die Starke, die sich nichts sagen lässt,
die Fahrleiterin war, die Bezirksleiterin war,
die auf Diözesanebene im Diözesanausschuss gearbeitet hat, die einfach immer
engagiert und hilfsbereit war, um dann so eine Schwäche,
so eine schwere Erkrankung, sagt meine Mama, ich sehe es als Erkrankung schwerer
als weniger, möchte ich dieses Adjektiv nicht dazu haben.
Mich dazu zu outen, wirklich, boah, das war das Allerschwierigste in meinem
Leben, was ich bisher getan habe.
Und wie haben sie es aufgenommen?
Super.
Super.
Also eigentlich hast du viel mehr Gedanken gemacht um etwas,
das dann am Schluss gar keine Gedanken wert war.
Ich weiß auch gar nicht mehr, was ich genau gesagt habe.
Ich weiß nur, dass die alle sehr drauf, cool drauf, also es waren vier Leute,
cool drauf reagiert haben und ich das sehr als wertschätzend empfunden habe.
Aber ich weiß auch nicht, inwiefern sie die Erkrankung verstehen,
weil sie haben mich nicht im Bett
liegen gesehen und ich kann nicht mehr aufstehen und es geht nichts mehr.
Sie haben mich immer als die coole Party Maus erlebt, die oft drüber war,
die vielleicht ein Problem mit dem Alkohol hatte. Ja, so.
Und ansonsten, ja, meine Familie weiß es,
also meine Eltern und meine Schwester und mein Schwager, die sind da sehr intensiv
mit dabei und ich habe an der Uni zwei Mädels kennengelernt,
die langjährige Freunde jetzt geworden sind, die wissen das auch und die sind
auch so ein bisschen mein Sicherheitsnetz.
Also die geben auch konkret Rückmeldungen.
Eine von denen ist Ergotherapeutin oder hat eine Ausbildung gemacht als Ergotherapeutin,
hat dann anschließend studiert.
Gesundheit und Soziales, glaube ich. Ich weiß es nicht genau.
Und die kennt dieses Krankheitsbild halt natürlich auch aus ihrer Bildungswerdegang, könnte man so sagen.
Nachbarschaft weiß es keiner. Da möchte ich das sein, also bis ich auf das mal
stiften gewesen war, aber was die darüber denken, ja, ich ziehe um.
Ja, also ich möchte, deswegen, ich habe in der Manie Dinge getan.
Die, wofür ich nicht gerade sehr dankbar bin, die mich belasten,
die meinen Mann auch belasten und da weiß ich nicht, wie es zukünftig aussehen wird.
Also ich hoffe, dass ich mich so unter Kontrolle habe oder mich so regulieren
kann oder dass ich nicht nochmal so heftig durchknalle.
Kommen wir ja direkt zur Frage 6. Was ist dein Sicherheitsnetz und was ist deine Frühwarnzeiche?
Genau, mein Sicherheitsnetz ist auf jeden Fall meine Psychotherapeutin,
bei der ich tiefenpsychologisch behandelt werde.
Jetzt in der Langzeittherapie habe ich da jetzt gemacht, ich bin da jetzt schon seit zwei Jahren.
Das hat einiges geholfen, um Dinge aus Kindheit, Jugend gut zu verarbeiten,
alte Verletzungen heilen zu lassen oder sich dem bewusst zu werden und auch darauf zu achten.
Aber ich bin noch lange nicht so weit, dass ich sagen könnte,
ich schaffe ein Leben alleine ohne Therapie.
Also so fühlt es sich gerade an. Ich bin auf einem guten Weg.
Ich würde sagen, ich bin so bei 50, 60 Prozent.
Das ist schon einiges, würde ich sagen. Aber gerade wenn ich so durchhänge oder
in einen depressiven Schub komme oder meine Angst, Panikattacken hatte ich auch
schon ein paar, dann hochkommen und ich dann sehr abhängig bin von meinem Mann,
dann möchte ich das auch irgendwie lernen, alleine zu schaffen,
dass er nicht mehr so belastet ist.
Und dann habe ich noch einen Psychiater, einen Neurologen, der mich gesehen
hat, direkt gesagt hat, dass ich mal nicht bin. Genauso wie meine Psychotherapeuten,
die kennen mich sehr gut.
Und da fahre ich jetzt gleich später nochmal hin, um auch das mit den Medikamenten
nochmal zu besprechen, weil das Quetapinretart in ganz Deutschland ja schwer zu bekommen ist.
Ich hoffe, da muss ich dann noch Apotheken abklappern und fragen, ob das möglich ist.
Ich wollte eigentlich, so war es ein bisschen auf Anraten meiner Therapeutin,
das zum Lithium wechseln.
Aber ich habe diesen Podcast Crazy Turn mir mal, jetzt höre ich mir gerade rein.
Hast du dir das doch angehört, trotz österreichischer Akzent?
Jetzt geht es mittlerweile, ich bin nicht mehr so genervt davon.
Aber als ich das letzte Mal gehört habe, dachte ich so, das geht mir gerade,
also der Dialekt, es lag nicht an der Person, sondern am Dialekt.
Ja, das hast du ja gesagt.
Einfach. Und die hat auch davon erzählt, dass sie das Lithium genommen hatte
und deswegen Schilddrüsenprobleme bekommen hat, dass die Schilddrüse auch rausoperiert
werden musste. Also richtig heftig.
Und bei uns in der Selbsthilfegruppe haben wir ja auch einer,
der mit Nieren Probleme hat, das nicht mehr nehmen kann.
Also die Nebenwirkungen sind im Vergleich zum Quediapin echt drastisch und darauf
habe ich echt satt. Keine Lust.
Und wenn ich jetzt bei diesen 400 Rettat bleibe, Minimum 300 Rettat,
man merkt schon, ich will wieder reduzieren.
Aber ich denke, ich sollte ich gut damit fahren, wenn ich halt weiteres,
auch verhaltenstherapeutischer Weise, Rüstwerkzeug mir anlege,
dass ich nicht noch mal hypomanisch-manisch oder depressiv werde.
Also eher neige ich dazu, hypomanisch-manisch zu werden als depressiv.
Was kommt immer auf das Umfeld an, wenn ich wahrscheinlich wieder im universitären
Kontext arbeiten würde, wo ich so viel negative Energie bekommen würde?
Weiß ich nicht, ob es mich wieder kaputt machen würde oder nicht.
So ein Pusher, so ein Trigger dann vielleicht.
Ja, also ich habe meinen Neurologen, ich habe meinen Therapeuten,
ich habe meinen Ehemann, der sehr eng, also eine große Stütze ist,
der unglaublich empathisch und fürsorglich sein kann, der mich in allen Dingen unterstützt,
die einfach unterstützen wert sind. Aber er ist natürlich auch genervt von meiner Wankelmütigkeit.
Aber das war jetzt gerade eine Liebeserklärung, falls du es hörst.
Ich weiß gerade, ob wir deinen Namen hier genannt haben, deswegen sage ich ihn jetzt nicht.
Ja.
Aber falls du den hörst.
Er meint dich.
Sie meint dich.
Das dürfen die auch wissen. Und ich freue mich schon sehr darauf,
wenn ihr euch mal kennenlernt oder wenn er mal dabei ist und berichtet von seiner
Erfahrung, wie es war, vor allem mit der Klinik.
Ja, ich glaube, das ist natürlich sehr spannend. Also der Partner von Betroffenen
ist natürlich ein ganz anderes Thema, glaube ich.
Ja, auf jeden Fall. Da wird es der Teil sein, wo wir viele Fragen stellen und viel zuhören werden.
Woran erkenne ich, dass ich in eine Phase schlittere oder was tue ich rechtzeitig,
um nicht in eine Phase zu schlittern?
Also bei einer Manie weiß ich es ganz genau, dass er Tabletten hochsetzen und
schlafen und Schlaf nachholen, um nochmal runterzufahren.
Schlaf, dem ist das Geheimmittel.
Ja, also und wenn es dann 12 bis 14 Stunden Schlaf sind, dann nimm sie dir.
Tu dich für zwei Wochen krank schreiben zum Beispiel und Reize reduzieren auf
jeden Fall, keine Freunde treffen, vielleicht nur ein
Buch lesen, Handy weg, also wirklich Reize reduzieren, das schaffe ich ganz gut.
Also ich schaffe es immer mal wieder auch digital Detox zu betreiben,
mein Handy halt also für ein paar Wochen wegzulegen und Handy loszuleben,
das geht tatsächlich ganz gut.
Das weiß ich auch, ob ich dann keine Antwort kriege hier, ne?
Ja, genau, dann liegt es da dran. Aber meistens tue ich mein Umfeld vorher informieren,
dass die Leute sich keine Sorgen machen.
Das ist gut.
Problematisch ist eher das Depressive oder die depressiven Phasen,
weil ich lasse mich gerne hängen. Ich bemitleide mich gerne so selbst.
Das macht so viel Spaß.
Verstehe.
In der Jugend oder in der Kindheit war ich auch schon so ein Fan von Melancholie
und die Welt ist scheiße, so der Weltschmerz einfach.
Die Welt schreit ja auch im Moment danach nach Weltschmerz. Ja, total. Hilft nicht.
Also ich gucke auch gerade keine Nachrichten mehr, weil es mir einfach zu viel
ist. Wie ist es bei dir mit deinem Sicherheitsnetz und deinen Frühwarnzeichen?
Ich habe gar keins, also was heißt?
Sicherheitsnetz, Frühwarnzeichen.
Deine Frau hast du.
Ja, eigentlich meine Frau, aber das ist ja eher so, da sind wir wieder.
Also ich mache ja auch gar nichts aktiv wirklich dagegen.
Also ich nehme ja keine Medikamente oder sowas.
Ja.
Das heißt, aber ich habe ja auch nicht, ich habe ja dann in Anführungszeichen
nur hypomanische Phasen.
Das heißt, da bin ich ja eigentlich eher froh, wenn ich da mal drin bin,
weil sie jetzt auch nicht so oft sind.
Und Depressionen, boah, ich habe da kein...
Damit hast du mehr zu kämpfen.
Da habe ich viel mehr zu kämpfen, aber ich habe auch doch kein Frühwarnzeichen,
weil die kommen oft Gefühlt aus dem Nichts heraus.
So plötzlich?
Ja, und dann sind sie da und dann hoffst du, das ist nur eine kurze Phase und
dann hängst du dann mit Pech erst monatelang drin. Hatte ich ja Anfang des Jahres.
Und was tust du konkret selbst, damit du aus dieser Phase rauskommst?
Also wie hilfst du dir selbst?
Oder lässt du es auch so wie ich einfach laufen?
Also es ist eher meine Frau, die dann sagt, jetzt komm, wir gehen mal spazieren.
Also ganz doofe Sache, wir gehen mal spazieren.
Geh mal trainieren. Weil eigentlich will ich ja trainieren gehen.
und das Schlimme ist, das hilft ja schon, wirklich, aber wie du sagst,
dann versinke ich im Weltschmerz, also ich bin dann auch super empfänglich und
so, weil die ganze Welt ist gefühlt scheiße.
Ja, alles, was scheiße läuft.
Also es geht ja auch schon seit Jahren. Ich bin ja dann aber auch voll,
also ich bin ja auch politisch sehr interessiert und die ganze Welt versucht
dich hier ins Unglück zu stürzen.
Also gerade sowas, das ist zu viele Impulse.
Das sind natürlich meine Kinder, das ist ja ein Dauerimpuls,
die drei. Die sind halt auch sehr energiegeladen, streiten sich sehr gern.
Das ist eher was, wo ich sage, ich lege mich ins Bett Und dann bin ich eine
Stunde weg oder so, einfach um dann irgendwo wieder,
weil dann zu viel Input gleichzeitig von, also das ist dann eher,
wenn meine Kinder dann, keine Ahnung, es gibt ja so Tage, dann haben die keine
Schule, keinen Kindergarten und streiten gefühlt 24 Stunden.
Weil sie auch zu viel Energie haben oder so und sich nicht einigen können, wo es hingeht.
Aber das merkte dann auch meine Frau, wo ich merke, okay, da ist jetzt gerade ein Punkt erreicht.
Und der nächste Punkt wäre dann wahrscheinlich, schreist die Kinder an oder
sowas, was dann auch scheiße ist natürlich.
Total, ja.
Und dann heißt es, okay, ich lege mich jetzt eine Stunde hin oder so.
Das ist das Einzige, was ich mache. Ich versinke dann also in meinem Selbstmitleid
oder in meinem Weltenschmerz.
Aber ich schlafe dann eine Stunde.
Du schläfst eine Stunde und dann geht es dir besser?
Dann habe ich wieder Energie für den Rest, bis ich wieder ins Bett müssen.
Aber sonst mache ich da gar nicht viel. Also ich habe da auch keine Frühwarnzeichen.
Also außer halt, ich bin ein bisschen übergegangen. Aber dann ist es eigentlich
kein Frühwarnzeichen, sondern dann bin ich ja schon drin in dem Loch.
Es ist eher ein Bestätigungszeichen. ja, du bist gerade hypoman,
du bist gerade depressiv.
Und hilft dir die Einordnung, wenn du sagst, okay, es ist jetzt eine depressive
Phase, es geht auch wieder vorbei?
Oder die Einordnung?
Also ich
Denk halt, ja, es geht irgendwann vorbei, aber im Moment hilft es mir gar nicht.
Das wäre dann schon wieder ein klarer Gedanke.
Das stimmt, ja.
Es geht ja wieder vorbei, das heißt, soweit denke ich ja gar nicht,
sondern ich bin einfach nur im Welteschmerz.
Also das Wissen ist schon da, es geht vorbei, so ist die Erfahrung.
Aber in dem Moment ist dieser Gedanke gar nicht da.
Gar nicht greifbar kann ich.
Da ist die ganze Welt schlecht.
Ja, wenn die Welt so schlecht ist und so, reden wir mal über Stigmatisierung.
Also hast du aufgrund der Erkrankung, privat oder beruflich,
lass mich noch die Frage zu Ende. Ja, Entschuldigung.
Hast du aufgrund deiner Erkrankung privat oder beruflich Benachteiligung erfahren?
Falls ja, wie bist du damit umgegangen oder wie konntest du dich davor abgrenzen
und schützen? Was hat das mit dir gemacht?
Also ich habe gar keine Erfahrungen, weder negativ noch positiv gemacht.
Aber wie gesagt, ich habe es ja auch eigentlich offiziell, ist es mir erst bekannt,
seit zwei oder drei Jahren.
Ja.
Und es hat sich ja für mich dann auch nichts geändert, weil ich war vorher schon so.
Aber ich habe halt auch, also wie gesagt, wenn ich depressiv bin,
dann funktioniere ich halt einfach nur noch.
Und dann mache ich vielleicht zwei Witzeweniger. Aber das ist jetzt auch nichts,
was jetzt irgendjemand Thema mit hat.
Und wenn ich mal nicht bin, bin ich halt dann, also im Geschäft ändert sich
dann auch nichts, weil es ist jetzt nicht so viel Arbeit da,
dass ich jetzt plötzlich völlig ausflippse, sondern ich mache halt dann privat viele Dinge.
Du verlagerst es da aufs Private dann?
Ja, ja, die Energie. Also ich habe ja dann immer meinen Laptop dabei,
da mache ich halt, wenn gerade nichts zu tun ist, dann mache ich halt ganz viele
private Dinge, aber das kriegen die Leute sogar nicht mit, daher...
Aber das ist ja auch eine gute Strategie. Also ich habe meine Energie immer
sehr stark ins Berufliche reingesteckt und mich sehr, sehr, sehr engagiert.
Ich zitiere eine Studentin, die mal gesagt hat, ja, die Frau ...
ist immer zu engagiert in ihren Seminaren.
Das ist mir im Gedächtnis geblieben auf jeden Fall.
Ja, aber du hast ja dann auch Berufe oder Ziele gehabt, die du dort verwirklichen möchtest.
Das ist richtig, ja. Ich wollte in Doktorarbeit sein. In meiner Phase, wo ich ja bin.
Habe ich das ja,
Gar nicht eigentlich, daher, wenn du jetzt in anderen Jobs, wenn du da geweckt
bist, dann war es ja gut, dass du dann gerade in dieser Phase warst,
weil du warst ja eh gehypt, alles neu, alles toll.
Das stimmt, ja.
Das ist halt so fließend dann und dann hast du natürlich entsprechend Energie
auch mitgebracht, da bist du ja auch nicht in der Depressionenverfalle eigentlich,
weil es war ja alles super gerade.
Das stimmt, ja, bis halt auf die Zeit an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin,
das war schon, da kamen aber auch viele private Umbrüche halt mit hinzu,
Dinge, die ich nicht verarbeitet habe, der Verlust des Elternhauses.
das erste Mal, dass ich ausgezogen bin.
Also ihre Eltern leben noch.
Ja, genau, meine Eltern leben noch.
Sie ist noch ausgezogen.
Ja, meine Eltern, mein Papa wurde so schwer krank, dass er einen neuen Job gebraucht hat.
Dann ist er nach Frankfurt gezogen, ist dort Lokführer. Sehr glücklich.
Und die mussten halt das Haus verkaufen.
Und das heißt, ich habe auch kein Kinderzimmer mehr.
Ach so, okay.
Aber ich fahre halt regelmäßig ins Saarland, um meine Schwiegerfamilie zu sehen.
Und wir wohnen 400 Meter entfernt von dem Haus ursprünglich.
Und das ist schon etwas, wo ein Verlust da ist von der Familie,
wo auch meine Mutter hat und die Entscheidung hat letztlich mein Papa alleine getroffen.
Er bereut es mittlerweile, ist auch ein Streitthema zwischen den beiden,
aber ja, jetzt ist es halt so.
Aber so generell nochmal auf die Frage zurückzukommen, Stigmatisierung,
ich habe Angst vor Stigmatisierung, sehr große Angst vor Stigmatisierung.
Ich habe auch sehr große Angst, wieder gemobbt zu werden oder deswegen möchte
ich es auch nicht so offenlegen bei vielen Leuten oder Menschen.
Nur bei ausgewählten Freunden und nicht bei anderen Freunden vielleicht,
weil ich weiß, ah, der redet, der lästert halt viel über andere oder die Art
und Weise, wie er über andere Menschen spricht.
So möchte ich nicht, dass er über mich spricht und erst gar nicht,
wenn er weiß, dass ich diese Erkrankung habe.
Ja, also es ist ja ein Dauerthema bei dir.
Ja, da bin ich sehr, sehr, sehr vorsichtig einfach.
Ja, jetzt wurde ich gekündigt, aufgrund, weil ich so lange krank war.
Und da steht wirklich in dem Anwaltschreiben drin, dass sie befürchten,
aufgrund dieser nervlichen Arbeit, dass ich meinen Zustand, mein Gesundheitszustand
sich wieder verschlechtern würde.
Dabei war, aber ich kann mich gut abgrenzen von den Themen von den Familien.
Du bist jetzt auch nicht erst seit gestern da gewesen.
Oder? Ja, also ich war da jetzt zweieinhalb Jahre dort und war eine gute Mitarbeiter,
wurde viel gelobt, Ich habe neue Mitarbeiter eingearbeitet,
sie mitgezogen, ihnen gezeigt, wie man welche Fragetechniken und professionelle
Distanz, Neutralität und so weiter und so fort, aber auch wie man welche Fragetechnik
mit anwenden kann und ist halt eine Kränkung, eine Verletzung,
an der ich gerade zu knabbern habe.
Ich finde, ich habe meinen Kapitalismus-Hass wieder losstoßen direkt,
aber machen wir jetzt nicht.
Halten wir uns kurz. Deswegen auch, wir wollten ja schon ein bisschen früher
aufnehmen und den Podcast machen, schon ein bisschen früher und da habe ich
gesagt, ich hadere sehr damit.
das zu tun, aber es tut mir gut. Es tut mir gut, mit dir zu babbeln und wenn
es am Ende zehn Leute hören, hören es zehn Leute und dann haben wir unseren
Wirkungskreis erreicht, dann ist es so.
Aber es macht mir mega viel Spaß hier mit dir.
Natürlich an die zehn Leute gibt es weiter. Ihr wisst, wir wollen die Welt verbessern.
Die Welt, wir brauchen eine große, ja, wir brauchen Gefolgschaft.
Gefolgschaft. Wir würden gern angebetet werden. Wir geben dann auch entsprechende T-Shirts raus.
Und jetzt schon so in meinem Hintergedanken habe ich so, ja,
wie sieht es aus wenn wir den Podcast ein paar Jahre machen und dann schreibe
ich noch ein Buch darüber und dann werde ich Bestseller-Autorin und dann verändere
ich die Welt von Grund auf, aber da
Es sind wahrscheinlich wieder hypomane Gedanken. Also meine Ziele sind immer sehr hochgesteckt.
Das kommt so ein bisschen aus dem Elternhaus heraus, aber auch durch mein Krankheitsbild
mit den anderen Kasmen, dass ich einen sehr hohen Leistungsanspruch einfach an mich habe.
Jeder Podcast, der ich starte, ist auch ausgelegt. Da werde ich jetzt Geld verdienen.
Ja, mal gucken. Aus Mitleid tun uns so die vereinzelten Freunde und Familie
ein bisschen was zukommen lassen.
Auf jeden Fall. Gut, ein Blick über den Tellerrand hinaus, gesellschaftliche Einblicke.
Was glaubst du, Kai, wie die bipolare Erkrankung in der Gesellschaft im Vergleich
zu anderen psychischen Erkrankungen, zum Beispiel der Depression,
gesehen wird? Woran machst du das fest?
Boah, ich glaube, dass das gar nicht so ein Thema ist.
Dein Name hast du bestimmt, also ich schon mal gehört, bevor ich selbst als
solcher gebranntmarkt wurde, nee, als bevor es halt festgestellt wurde.
Also ich kann eher das manische Depressiv.
Das war schon eher ein Begriff.
Aber selbst da hätte ich jetzt nichts mit verbunden. Und ich glaube,
das geht auch den meisten so. Also auch wenn dann, wie gesagt,
wenn ich meinen Eltern erzähle, was ist denn das?
Ja, man hat schon die Depressionen, man hat aber halt auch die Gegenseite,
wo es halt dann völlig explodiert und man voller Energie ist und vielleicht
auch zu viel Energie. Aber ich weiß, ich glaube, in der Gesellschaft ist das gar nicht so ein Thema.
Also Depressionen kennt jeder. Depressionen sind, glaube ich, auch anerkannt.
Angststörungen kennen auch viele, ja.
Gibt es ja auch genug Filme dann und so, aber ich glaube, bipolar.
Eher selten, ne? Also ich habe auch den Eindruck, dass es in der Gesellschaft gibt.
gar nicht so groß. Also ich würde nicht sagen, dass es ein Tabuthema ist,
aber ich glaube, es ist einfach nicht bekannt.
Und wenn, dann kriegt man eher die manische Phasen. Also Depressionen kennt
man ja, wenn jemand depressiv ist.
Man hat halt Depressionen.
Wenn, dann kriegen die Leute aus dieser Bipolar eher die manische Phasen mit,
die dann halt was anderes sind. Und dann sind es halt, das sind halt die Verrückten da.
Das sind halt da die Verrückten. Das ist das, was man dann in der Zeitung liest.
Genau.
Liest zum Beispiel, ja, wo das eine, ich weiß glaube ich gar nicht mehr,
wo tatsächlich einer in einem schweren psychischen Zustand ein Kind auch ermordet hat oder so.
Und dann haben Menschen halt einfach Angst, wenn man dann hört,
ja gut, aufgrund eines Gutachtens war er nicht zurechnungsfähig und das kann ja viele Gründe haben.
Ja, daher glaube ich auch. Und dann war er depressiv. Ja, einer mit Depressionen dann, Punkt.
Dass das beide Seiten ja gibt, dass es halt dann schon, weil sie halt so extrem
unterschiedlich sind dann auch die zwei Phasen.
Ja, die sind genau das Gegensatz. Also schon ziemlich gegensätzlich,
diese zwei Gefühlszustände.
Willst du was Spannendes hören über Statistik, wie viele Leute es gibt in Deutschland?
Ich kann es kaum erwarten.
Also man sagt, die Erkrankung betrifft Männer sowie Frauen in etwa gleichen
Teilen, wobei bei Männern die Erkrankung meistens oder eher mit einer manischen
Episode beginnt und bei Frauen eher einer depressiven Episode beginnt.
Das heißt nicht, dass bei allen Frauen das so ist und bei allen Männern so ist,
Aber es gibt schon statistisch signifikante Hinweise dazu, dass es bei Frauen
eher in die depressive Richtung geht und bei Männern der Beginn der Erkrankung
eher in der manischen Richtung.
Aber es ist gleichmäßig gestreut. Sie sind gleichberechtigt arm dran.
Gleichberechtigt arm dran.
Nur in die unterschiedliche Richtung. Genau.
In Deutschland sind ca. 1,5 bis 3 Prozent der Bevölkerung in der bipolaren Störung
betroffen. Das sind in etwa 2 Millionen Menschen.
Woher nehme ich die Zahlen aus der Diplomation?
Deutschen Gesellschaft der Pipularen Störung, Information zur Erkrankung, Stand 2016.
Jetzt den aktuellen Stand habe ich nicht rausgesucht, aber könnten wir mal irgendwann
mal, wenn wir uns statistische Zahlen uns genauer anschauen wollen.
Das war eine richtig interessante Folge.
Wie der reinige Statistik. Aber 1,5 bis 3 Prozent, das sind ja schon circa 2 Millionen.
1,5 bis 3 klingt jetzt nicht so viel, aber 2 Millionen ist ja schon mal eine Zahl.
2 Millionen, das sind schon einige. Und da ist die Dunkelziffer wahrscheinlich
ich auch noch höre, weil die Erkrankung, das werden wir vielleicht auch in einer
anderen Folge vielleicht mal besprechen, sehr schwer zu diagnostizieren ist.
Viele, das kriegen wir eine Selbsthilfegruppe mit, die schon lange in Behandlung
sind und dann irgendwann hieß, da bin ich vielleicht einfach bipolar.
Weil halt dann Depressionen, klar, das ist ja, was ich immer sage,
ich klinge immer von aus, ich bin depressiv.
Ja.
Bis dann halt mal zum Arzt gegangen bist und dann, weil Depressionen haben wir
ja gerade auch gesagt, das kennt man halt und dann ist man halt nicht gut drauf.
Wenn man jetzt nur, immer in Anführungszeichen, das klingt immer so abwertend,
man ist ja nur, aber ich glaube auch da drunter leiden Menschen.
Sehr stark sogar.
Nur Hippoman ist, dann ist es halt so, da habe ich halt eine gute Phase.
Also es ist ja nicht so, das bin ich vielleicht. Und manchmal bin ich depressiv
oder so. So fühlt es sich dann halt an. Also man hofft vielleicht, keine Ahnung.
Daher glaube ich schon, dass die dunkle Phase, die dunkle Ziffer,
die dunkle Phase, was labert ich.
Die dunkle Phase.
Die dunkle Phase, die dunkle Ziffer, dann doch schon höher ist.
Also gerade, weil wir ja, also wir sind jetzt beide so ungefähr fast gleich
lang bei der Selbsthilfegruppe.
Ja.
Und am Anfang waren das keine Ahnung, fünf, sechs, sieben, acht Leute und gefühlt
kommt da jeder, also wir sind alle
zwei Wochen, alle drei Wochen treffen wir uns, ist da mindestens eine neue Person.
Und seit ich da bin, ich weiß gar nicht, wie viele neue da waren.
Der ist ja auch da zu dem Zeitpunkt ungefähr kurz vorher entstanden,
wie wir dazugekommen sind.
Und das Ding ist ja extrem gewachsen in der Zeit.
Es spricht ja schon für dieses, dass das doch ganz viele Leute haben und auch
die Dunkelziffer entsprechend noch höher ist.
Kommen wir zu den letzten zwei Fragen. Nutzen, Gewinn, Schaden der Erkrankung
und Krankheitseinsicht. Über Krankheitseinsicht haben wir schon so ein bisschen
immer wieder gesprochen.
Was hat dir die Erkrankung geschenkt, was du heute nicht mehr missen würdest?
Oder was hat sie dir aber auch genommen, was du heute noch bedauerst?
Auf einer Skala von 0 bis 10, wie sehr haderst du mit deiner Erkrankung damals, heute und morgen?
Also was hat es mir gegeben?
Kreativität?
Ja, aber hängt das mit der Krankheit zusammen?
Es gibt tatsächlich signifikante Zusammenhänge zwischen kreativen Menschen und
der bipolaren Erkrankung.
Also wir können auch mal eine Folge machen über Berühmtheiten.
Ihr seht schon, wir haben noch ein paar Folgen.
Persönlichkeiten, die man wirklich so kennt, aber wo man nicht weiß,
dass sie an einer bipolaren Erkrankung erkrankt sind.
Okay, dann sagen wir mal, das hat es mir gegeben. Gleichzeitig nimmt es mir
sie dann in der depressiven Phase. Bipolar ist ein Arschloch, ne?
Es lockt dich immer mit, guck mal, da könnte man doch keine Sachen machen.
Oh, Zucker, Zucker, Zucker.
Und dann lass das bleiben, damit ich gar nichts mehr mache.
Und was hat es mir, was ich nicht mehr missen will, kann ich jetzt gar nicht so beantworte.
Also wie gesagt, das kreative Dämpfmoment, wenn es da ist, ist es toll,
das möchte ich auch gar nicht missen.
Bei mir hat es sich dann eben in Richtung Podcast ausgelebt.
Ja.
Und...
die Freunde, die ich habe, die dann auch daherkommen. Und was bedauere ich?
Also ich bedauere jede depressive Phase und jedes Mal, wenn meine Kinder darunter
leiden müssen, weil ich dann halt nicht mit denen spielen oder nicht weggehen
kann. Das bedauere ich auf jeden Fall.
Im Nachhinein macht es dann auch nicht leichter die Phase. Nicht leichter die
Phase zu überstehen, weil wenn du dann klarer Kopf hast, denkst du,
Alter, du hast jetzt den ganzen Tag vergräutet.
Und deine Kinder wollten mit dir spielen.
Lebenszeit, die verloren gegangen ist.
Verlorene Lebenszeit, das bedauere ich schon. Aber schon von einer Skate,
Gala, von 0 bis 10, wie sehr haderst du mit der Erkrankung? Also damals wäre
ja dann vor zwei Jahren, da wäre es 0.
Ich glaube, ich hadere bis heute nicht. Also weil, wenn ich depressiv bin,
dann hadere ich wahrscheinlich genau in dem Moment mit 8, weil ich mich selbst
nicht leiden kann, wenn ich depressiv bin.
Aber ansonsten hadere ich dann nicht. Wie gesagt, für mich war das einfach so,
du hast das. Ah, jetzt habe ich welches Name dafür.
Ich kann es ja zu meiner Frau sagen als Ausrede, aber die nimmt es nicht an.
Also lass mich doch mal, ich bin bipolar. Hier meine Diagnosezettel,
hier mein Stempel, hier, akzeptiere mich, akzeptiere das so, bitte.
Also ich persönlich würde sagen, ich tendiere dann schon zu null,
ich hadere mit ganz, ist einfach so.
Und jetzt, wie sieht es bei dir aus, wenn du haderst ein bisschen mehr?
Also wenn ich hadere, dann bin ich die volle Zehn. Aber in der Vergangenheit,
da habe ich dann auch oft geweint und auch, ich war so wütend und aggressiv.
Ich finde es so ungerecht, weil viele meiner Ziele, die ich in der Vergangenheit
hatte beruflich, ich wollte mal ein Buch schreiben, Dissertation machen,
ich wollte meinen Doktortitel machen, ich wollte dann vielleicht auch Professorin
werden, Weiterforschung betreiben,
Netzwerke knüpfen und so. Ich will immer irgendwie hoch hinaus halt.
Und nee, dann sagt die Kerkranken einfach, nö. Jetzt legst du dich mal auf die
Couch für zwei Wochen. Also ich entziehe dir jegliche Energie.
Du bist, alles fühlt sich sackisch schwer an.
Du bist zwar auch übergewichtig, aber es fühlt sich so schwer an,
als würdest du einen ganzen Kran hinter dich herziehen.
Und du hast gar keine Energie mehr und ich quäle dich jetzt mit Selbstzweifeln.
Bist ins Unendliche und dass du, allein dass ich atme, ist die höchste Peinlichkeit in deinem Leben.
Also das geht richtig tief runter und in der Manie genau richtig heftig hoch.
und dieses Wechselspiel auszuhören, also das Nutzen und Gewinnen.
Also ich bin froh, dass ich nicht nur depressiv bin.
Das wäre ja schrecklich.
Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Stell dir mal vor, du hättest diese kleinen Phasen.
Wo es dir gut geht und du völlig ausflippen könntest. Also so hypomane Phase,
dafür lebe ich ja gefühlt.
Ja, und gleichzeitig bin ich auch froh, dass ich diese heftigen manischen Episoden hatte,
weil ich dachte, das, was ich erlebt habe, das könnte mir kein Buch,
kein Film, kein Podcast der Welt näher bringen, was eine psychische Erkrankung mit dir macht.
Auf jeden Fall. Also dann doch das Buch da.
Ja. Und das ist schon das zu erleben.
Also es gibt ja auch, manche beschreiben die manische Phase auch als eine Phase
mit Drogenkonsum von Ecstasy.
Mhm.
Oder...
Genau, das hat die eine da geschrieben gehabt, ich weiß ihren Namen leider nicht
mehr, aber das Buch kann ich sehr empfehlen, das werden wir bestimmt nochmal
irgendwann mal besprechen, auch so im Detail, was sie so geschrieben hatte,
was sie gemacht hat, wo sie sehr,
also sie hat eine Biografie geschrieben und ist selber Ärztin,
also Neurologin, Psychiaterin und sehr spannendes Buch, auf jeden Fall habe
ich sehr durchgesuchtet.
Ich weiß, wovon du redest, aber ich habe keine Ahnung mehr, wie es hieß.
Werden wir aber in der Bücherfolge, dann werden wir in der Literaturfolge.
Können wir das gerne nachreichen. So dass ich schon, wenn ich hadere,
dann die volle 10 oder auch eine 8, mittlerweile 7 bis 8 ist es,
man arrangiert sich mit der, also ich arrangiere mich mit der Erkrankung.
Und dass wir hier den Podcast machen, freut mich einfach. Ich glaube,
das hilft da einfach nochmal tiefer in die Reflexion zu gehen, darüber nachzudenken.
Ich werde mich inhaltlich auch immer gut vorbereiten und Themen mitbringen,
sodass wir darüber auch ein paar Facts immer mit dabei haben mit Literaturnachweisen
und dann auch zu unseren eigenen Erfahrungen berichten können,
sodass ich denke, dass die intensive Auseinandersetzung mit der Erkrankung uns
zu Experten machen wird.
Oh nein!
Ja, ich hoffe es doch.
Oder?
Sodass wir anderen Menschen da auch helfen können.
Als nächstes beraten wir selbst Leute dann, ja. Die Wunderfrage,
hast du schön formuliert?
Die Wunderfrage. Die Wunderfrage ist eine typische systemische Frage.
Also jeder Systemiker, jeder Systemiker kennt die Wunderfrage.
Und ich hatte halt überlegt, welche Frage soll ich denn nehmen?
Und dann denke ich mir, ah, wir nehmen was ganz Klassisches,
einfach die Wunderfrage.
Ist es dann, um positiv hier noch rauszugehen oder mit einem?
Was meinst du?
Ist es dann, dass man mit hier noch positiv rausgeht, weil du hast jetzt.
Ja, so ein bisschen.
Und ich selbst, ja, okay, leg los.
Also stell dir vor, über Nacht würde deine bipolare Erkrankung wie ein Wunder verschwinden.
Allerdings ist eine andere Person ganz neu von der Erkrankung betroffen.
Was würdest du der betroffenen Person mit deinem Wissen raten?
Und wie würdest du ohne diese Erkrankung leben? Was würdest du ändern?
Puh, also mein erster Tipp für alle, auch für jeden, der hier zuhört.
Holt euch Hilfe.
Sucht euch eine Selbsthilfegruppe. Weil ich weiß, jeder denkt erstmal,
Alter, was ein Scheiß, ich bin da völlig allein. Das hat doch kein anderer außer mir.
Weil man, wie gesagt, die Gesellschaft, man kennt das nicht.
Und ihr werdet, wenn ihr eine Selbsthilfegruppe gebt, werdet ihr ganz schnell
merken, die kennen alle, wovon ihr redet. Das ist immer ein, ja, ja, ja.
Egal, was du beziehst, irgendjemand nickt und sagt, ja, kennen wir,
kennen wir. Und das ist so toll. Also wir beide haben uns ja da auch kennengelernt.
Und geht dahin, Arzt, Psychologe, Psycho, Psychiater,
Psychotherapeut, alles gut, aber ruft euch, holt euch noch eine Selbsthilfegruppe als Bonus,
weil da werdet ihr einfach Leute kennen, die euch verstehen,
die euch auch Wissen geben, weil es sind ja auch Leute dabei,
die haben das seit 50, 60, ja, wir haben ja auch bei uns, die haben das seit immer,
da war ich noch, die haben das schon gehabt, da war ich noch nicht mal geboren und ich bin schon 50,
ne, also ihr seht, und die können da Dinge erzählen und haben ein Wisser auch
angesammelt, weil ich bin ja da so ein bisschen Gott ergeben,
so, ich hab mich jetzt entschieden, was ich mach, was ich nicht mach,
so, und ich lebe vor mich hin,
aber die haben einfach Wisser angesammelt, weil sie sich halt auch mit beschäftigen
oder du, der sich ja auch dann einliest und so weiter.
Daher, das wäre so mein Haupttipp. Geht dahin, sucht euch eine Selbsthilfegruppe.
Oder wenn ihr keine in der Nähe habt, gründet vielleicht eine.
Oder gründet eine. Genau.
Also wenn ihr da Interesse habt, da könnten wir bestimmt auch unsere Gründerinnen
und Gründer fragen, ob sie mal kommen und erzählen, wie waren denn die Anfänge
der Selbsthilfegruppe?
Und wie kann man sowas aufbauen? Wie kriegt man Kontakte, Räume und so weiter und so fort?
Und dann, wie würde ich unter die Erkrankung lebe? Die Frage ist ja,
dann fallen ja auch meine Hypomanen-Phase weg.
Ja, und deine depressiven Phase.
Und meine Depressive, eigentlich wäre das ziemlich langweilig.
Oder?
Also in der depressive Phase könnte ich gerne darauf verzichten.
Aber die Hypomanen-Phase, ich meine, die habe ich ja gern.
Die Frage ist natürlich, wie wären dann meine normalen Phasen? Wären die so wie jetzt?
Oder hätte ich dann grundsätzlich mehr Energie, weil ich nicht so viel Energie
in meine Depressionsverblase?
Wahrscheinlich, ja. hätte mehr Schaffenskraft. Ja, die Arbeitsleistung.
Die Phasen, wo einfach gar nichts geht, ja dann weg sind.
Sprich, wahrscheinlich würde ich Projekte, die ich im Kopf habe,
auch dann eher verwirklichen.
Das glaube ich schon, weil mich bremsen. Die depressiven Phasen bremsen sich
halt einfach immer wieder aus.
Du fängst dann immer wieder gefühlt bei Null an, weil du hast dann drei Wochen
auf der Couch gelegen und das Leben gehast und dann jetzt geht es wieder los
und dann hast du eine gute Phase und dann wie schnell ist aber die depressive Phase wieder da.
Ich glaube, das wäre das Einzigste, aber sonst, am Allgemeinen würde ich wahrscheinlich nichts ändern.
Doch, vielleicht würde ich mir doch nochmal einen anderen Job suchen,
aber ich weiß es nicht, weil da hängen ja auch andere Faktore mit dran.
Könntest du dir vorstellen, dass du zufriedener wärst mit deinem Leben ohne die Erkrankung?
Vielleicht, weil ich weniger grübeln würde.
Hm.
Also gar nicht, ob sich was jetzt geändert hätte oder nicht,
weiß ich nicht, aber ich wäre vielleicht, du wärst halt weniger am Grübeln über
Entscheidungen, die du getroffen hast.
Ja.
Und das würde mich bestimmt zufriedener machen, wenn ich nicht alles hinterfragen würde.
Aber ich weiß halt nicht, wie weit es
dann mit meiner bipolaren Erkrankung zusammenhängt, das ist halt schwer.
Abzugrenzen.
Aber wie gesagt, wenn das Grübeln weg wäre, weil ich sage ja immer,
Leute, dich nicht zu grübeln, ich glaube, denen geht es einfach viel besser.
wenn man nicht ständig in der Vergangenheit lebt.
Die haben den Kopf frei für die Zukunft und für das Hier und Jetzt.
Das wäre dann schon was Positives, glaube ich.
Ich würde der Person auch raten, hol dir Hilfe.
Ich kenne Leute in meinem Umfeld, die haben psychische Erkrankungen.
Sie sagen partout, sie wollen das alleine schaffen.
Ohne Tabletten und ohne Hilfe. Ganz alleine mit sich selbst.
Guckt sie mich dabei an. Ich meine nicht dich. Ich meine nicht dich.
Obwohl ich da schon Respekt habe, dass du das ohne Medikamente machst,
aber da sind einfach die Ausprägungen unserer Erkrankungswege sehr unterschiedlich,
dass man das einfach schwer vergleichen kann. Genau, wo war ich?
Hilfe holen, weil man denkt, man ist so allein in der Welt,
wenn man mit seinen fürchterlichen Gedanken und auch wunderschönen Gedanken
sich auseinandersetzt und dann, wenn man ins Gespräch geht in Kontakt mit Fachexperten,
also mit Neurologen, Psychiatern, Psychologen, Psychotherapeuten und dann erklärt bekommt,
ja das ist weil oder das ist auch ein Symptom von und dann denkt man so, aha,
okay, interessant, das ist ja mal sehr spannend.
Also es gibt sehr viele Erkenntnisse in der Selbstreflexion auch einfach,
wenn man ins Gespräch geht und man muss es nicht alleine hinkriegen.
Das Leben ist eh schon schwer genug.
Warum sich nicht auch in manchen Dingen leichter machen?
Das habe ich so aus meiner tagstinischen… Zwei Mal den gleichen Tipp bekommen.
Also du musst was dran sein.
Ja, warum? Wir sind Menschen, wir sind keine Einsiedler, wir sind soziale Wesen, wir brauchen einander.
Soziale Kontakte tun uns gut, gerade auch in der Depression und in der Manie erst recht.
Das hatte ein korrektives Element einfach auch dabei, wenn man sagt,
du solltest vielleicht doch eine Unterhose anziehen und nicht nackig durch die
Gesellschaft rumlaufen. Ja, also es hat schon alles seinen Grund,
warum Hilfe holen oder sich Gleichgesinnte holen wichtig wäre.
Was würde ich ändern ohne die Erkrankung? Ich glaube, ich wäre eine so karrieregeile Frau.
Also ich würde die Ziele, die ich mir gesetzt habe, auch durchziehen können.
Und die Erkrankung hat mir oder macht mir vieles in Strich durch die Rechnung.
Und ich glaube, deswegen hadere ich auch so sehr damit.
Das hat man schon öfters als Thema so im Grunde.
Gespräch, ja, so nicht hier.
Aber also was würde ich ändern?
Aber deswegen wirst du jetzt ja ein erfolgreicher Podcast darin.
Ja, da muss ich einfach nur dumm babbeln und ein bisschen was lesen, vorbereiten.
Wirst du noch mit, gemischt mit ein bisschen witzig?
Vielleicht ist das einfach der Weg, den ich hätte gehen sollen.
Dies ist der Weg, wenn ich die Serie Mandalorian mal zitieren darf.
Dies ist der Weg und so soll es sein, ja.
Und da würde ich vielleicht noch eine Brücke schlagen zum Thema Dankbarkeit am Ende,
weil ich bin einfach auch, auch wenn man aggressiv ist in der Hypomanie oder
in den manischen Phasen oder in den depressiven Phasen, ich bin einfach sehr dankbar für das,
was ich bisher erlebt habe und ich bin sehr dankbar, dass ich es nicht geschafft habe,
mich selber nicht mehr da leben zu lassen,
weil ich so vieles in meinem Leben verpasst hätte.
Ich hätte verpasst, wie ich einen Neffen bekomme. Ich hätte verpasst, den Kai zu treffen.
Ich hätte verpasst, ein Haus zu bauen. Das Leben kann so viele schöne Momente bieten im Kleinen.
Ich hätte jetzt hier, ich werde mir gleich einen Schokokuss reinziehen,
den den Kai mitgebracht hat. Das ist der letzte.
Ja, das war. Den haben wir nicht mitgebracht.
Nicht? Aber du hast...
Nein, den hat jemand anderes gestern gespendet.
Achso. Der ist noch übrig. Achso, der ist noch... Der Karton war voll.
Der Karton war voll. Ich habe den letzten mit Kokos, den werde ich gleich genießen
und dann mache ich mich auf den Weg zu meinem Neurologen, um das mit den Medikamenten
zu besprechen und ihn auch zu fragen, woran hat er denn innerhalb von wenigen
Sekunden festgestellt, dass ich mahnisch bin.
Das wird eine spannende Sitzung werden bei ihm dann gleich.
Und wie gesagt, wenn ihr, weil wir hören es auch öfters über Suizid oder sowas,
ihr wisst, holt euch der Hilfe.
Wollte ich noch gesagt haben, es ist ja immer genau die Einblendung,
holt euch Hilfe, ihr seid nicht allein.
Wir schreiben auch gern die Selbsthilfe,
Telefonnummer nochmal in die Shownotes.
Die 0800, noch irgendwas.
Sie steht in den Shownotes. Macht nichts Dummes. Ihr habt gehört,
auch wir haben diese Gedanken immer wieder.
Und wir sind noch da und es macht auf jeden Fall Sinn, weiterzumachen.
Es klingt jetzt immer so doof, aber es ist halt wirklich so.
Also alles ist im Fluss, auch das geht vorüber. Und wenn es noch nicht vorüber
geht, dann bist du noch nicht am Ende des Flusses angekommen.
Alles wird am Ende gut. Ist es noch nicht gut, dann ist es noch nicht das Ende.
Ja, also ihr seht, jeder, der kommt, wird es lange zu erzählen haben.
Ich glaube auch, ja.
Und daher denke ich, das war es für heute. Wir hören uns.
Ich bin schon gespannt, wenn du es fertig geschnitten hast. Ich höre es mir
nochmal an, was für Blödsinn wir da gelabert haben.
Aber da gibt es noch einiges an Stoff, was ich nicht erzählt habe.
Ihr seht ja, wir haben noch viel und die Jocelyn Tücher werden wir hier aufnehmen,
schon drei neue Podcast-Folge vor.
Spoilern, dass die kommen werden.
Ja, also Ideenreichtum, das ist etwas, was ich auch nicht missen würde.
Also das ist etwas, was ich… Das sprudelt hier. Ja, das sprudelt bei mir immer
sehr schnell. Nur mit der Umsetzung hapert es dann, aber da hilfst du mir ja.
Deswegen sind wir jetzt zu zweit. Das ist ja das Gute, ne? Irgendjemand ruft
ja schon an. Ja, dann sage ich, es war eine tolle Folge, glaube ich.
Ich weiß nicht, bin gespannt.
Also für mich war es interessant.
Ja.
Ich hoffe, euch wird es auch gefallen haben, wenn ihr es jetzt gehört haben
werdet. Ja, dann habe ich es.
Und wir hören uns in zwei Wochen wieder.
Oder? Ich weiß nicht, ich bin so motiviert, dass ich jede Woche… Ja.
Ich merke.
Ich habe ja jetzt auch Zeit.
Ihr seht im Moment.
Aber ihr werdet sehen, genau.
Deswegen haben wir euch angedroht. Es gibt auch andere Phasen,
da tun wir uns schwer. Im Moment sind wir beide in Schaffensphasen.
Genau.
Daher bremsen wir uns selbst ein bisschen ein, damit es zwei Wochen rückt,
weil da auch ganz schön Stress draußen steht, wenn man sagt… Jede Woche.
Weil du hast angekündigt, jede Woche und dann musst du. Und das wollen wir ja auch verhindern.
Genau.
Aus Selbstschutz und dass ihr auch regelmäßig was bekommt.
Auf jeden Fall.
Wir hören uns in zwei Wochen wieder.
Ja, egal was ihr gerade tut, beim Kochen, beim Backen, beim Zähneputzen, beim Staubsaugen.
Wir freuen uns, dass ihr uns mitgenommen habt. Dann hören wir uns in den...
Empfehlt uns weiter.
Empfehlt uns weiter. Genau. Wenn ihr Verbesserungstipps habt oder Wünsche oder
Anmerkungen, dann schreibt uns gerne. Wir sind auf Instagram unterwegs.
Wir haben Instagram. wir werden auch auf YouTube werden wir das bringen noch
zusätzlich YouTube macht ja inzwischen auch Podcast da werde ich es auch veröffentlichen,
beziehungsweise auf unserer Seite oder in den Shownotes findet ihr die ganzen
Links da könnt ihr rein und dann hinterlasst gerne auch da eine Nachricht wenn
ihr möchtet, klickt die Glocke oder so sagt man doch bei YouTube oder ich weiß es gar nicht,
Abonniert uns ja genau ansonsten wir hören uns in zwei Wochen wieder bis dann Ja, macht's gut.
Ciao.
Kai
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